Die Freude am perfekten Ton
Donnerstag, 12. März 2009, 11:18 Uhr
Wenn jemand über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich tätig ist, dann hat derjenige eine Auszeichnung und Würdigung verdient. In Ellrich war das jetzt der Fall...
In einer öffentlichen Stadtratssitzung wurde der Leiter der Folkloregruppe Sülzhayn, Wolfgang Schramm, "für seine besonderen Bemühungen im Rahmen des gesellschaftlichen Lebens..." vom Ellricher Bürgermeister Matthias Ehrhold (Foto) ausgezeichnet. In der "Laudatio", die einstimmig von der Folkloregruppe Sülzhayn und den Sülzhayner Vokalisten für die Auszeichnung eingereicht wurde, ist folgendes zu lesen:
Über 40 Jahre engagiert (Foto: R. Wille)
Die Freude am perfekten Ton, eine enorme Menge Engagement, Fleiß und Sensibilität kennzeichnen den Pädagogen für Musik und Deutsch Wolfgang Schramm aus Sülzhayn, der im vergangenen Jahr auf 40 Jahre Dienstzeit zurückblicken konnte und gleichzeitig auch seit 40 Jahren die Qualifizierung zum Chorleiter besitzt. Die Zahl 40 hat bei ihm gegenwärtig eine magische Bedeutung. Im nächsten Jahr rundet sich um diese Zahl auch die Gründung der durch ihn ins Leben gerufene Folkloregruppe Sülzhayn.
Der damals 25-jährige scharte eine kleine Gruppe Sangesfreunde um sich, die Freude am mehrstimmigen Singen von Harzer- und deutschen Volksliedern hatten, die Lust empfanden, den typischen Harzer Jodler zu erlernen. Die Interpretationen wurden dann bis zur Perfektion trainiert.
Der heute 63-jährige Lehrer ist bei seinen Schülern und Kollegen im "Staatlich regionalen Förderzentrum Bleicherode/Sülzhayn (Verbund)" als ein konsequenter, fachlich versierter und verständnisvoller Pädagoge beliebt Ganz bei der Sache ist Wolfgang Schramm in allen Lagen. Doch die Töne sind sein Labsal und bestimmen seine Freizeit. Sie lenkten ihn von familiären oder gesundheitlichen Tiefpunkten ab. Liebevoll, zärtlich und aufopfernd pflegte er beispielsweise jahrelang seine bettlägerige blinde Mutter.
"Ich bringe alles unter einen Hut", so drückte er sich häufig mit einem abwehrenden Lächeln aus. Fast 40 Jahre war Wolfgang Schramm Chorleiter eines Männerchores in seinem Heimatdorf Sülzhayn. Da dieser durch Nachwuchsmangel nicht mehr auftrittsfähig ist, singt Wolfgang nun bei den Sülzhayner Vokalisten mit, wobei sein exzellenter Bass nicht zu überhören ist.
Seine umfangreichen Erfahrungen gibt er stets weiter, sei es bei der Unterstützung befreundeter Folkloregruppen im Südharz oder bei der intensiven Förderung der Nachwuchskräfte in der eigenen Gruppe. Im gesamten Harz ist sein Name in den Folkloregruppen bekannt.
Bescheidenheit ist ein ganz charakteristisches Merkmal für Wolfgang Schramm. Er wollte zunächst für diese Ehrung nicht vorgeschlagen werden, weil ihm seine vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten Freude bereiten, ihm einfach ein Bedürfnis sind. Seine Mitstreiter in der Folkloregruppe und bei den Vokalisten waren aber einstimmig der Meinung: Wolfgang Schramm hat diese Ehrung verdient!
Text und Fotos: Rolf Wille
Autor: nnzIn einer öffentlichen Stadtratssitzung wurde der Leiter der Folkloregruppe Sülzhayn, Wolfgang Schramm, "für seine besonderen Bemühungen im Rahmen des gesellschaftlichen Lebens..." vom Ellricher Bürgermeister Matthias Ehrhold (Foto) ausgezeichnet. In der "Laudatio", die einstimmig von der Folkloregruppe Sülzhayn und den Sülzhayner Vokalisten für die Auszeichnung eingereicht wurde, ist folgendes zu lesen:
Über 40 Jahre engagiert (Foto: R. Wille)
Die Freude am perfekten Ton, eine enorme Menge Engagement, Fleiß und Sensibilität kennzeichnen den Pädagogen für Musik und Deutsch Wolfgang Schramm aus Sülzhayn, der im vergangenen Jahr auf 40 Jahre Dienstzeit zurückblicken konnte und gleichzeitig auch seit 40 Jahren die Qualifizierung zum Chorleiter besitzt. Die Zahl 40 hat bei ihm gegenwärtig eine magische Bedeutung. Im nächsten Jahr rundet sich um diese Zahl auch die Gründung der durch ihn ins Leben gerufene Folkloregruppe Sülzhayn. Der damals 25-jährige scharte eine kleine Gruppe Sangesfreunde um sich, die Freude am mehrstimmigen Singen von Harzer- und deutschen Volksliedern hatten, die Lust empfanden, den typischen Harzer Jodler zu erlernen. Die Interpretationen wurden dann bis zur Perfektion trainiert.
Der heute 63-jährige Lehrer ist bei seinen Schülern und Kollegen im "Staatlich regionalen Förderzentrum Bleicherode/Sülzhayn (Verbund)" als ein konsequenter, fachlich versierter und verständnisvoller Pädagoge beliebt Ganz bei der Sache ist Wolfgang Schramm in allen Lagen. Doch die Töne sind sein Labsal und bestimmen seine Freizeit. Sie lenkten ihn von familiären oder gesundheitlichen Tiefpunkten ab. Liebevoll, zärtlich und aufopfernd pflegte er beispielsweise jahrelang seine bettlägerige blinde Mutter.
"Ich bringe alles unter einen Hut", so drückte er sich häufig mit einem abwehrenden Lächeln aus. Fast 40 Jahre war Wolfgang Schramm Chorleiter eines Männerchores in seinem Heimatdorf Sülzhayn. Da dieser durch Nachwuchsmangel nicht mehr auftrittsfähig ist, singt Wolfgang nun bei den Sülzhayner Vokalisten mit, wobei sein exzellenter Bass nicht zu überhören ist.
Seine umfangreichen Erfahrungen gibt er stets weiter, sei es bei der Unterstützung befreundeter Folkloregruppen im Südharz oder bei der intensiven Förderung der Nachwuchskräfte in der eigenen Gruppe. Im gesamten Harz ist sein Name in den Folkloregruppen bekannt.
Bescheidenheit ist ein ganz charakteristisches Merkmal für Wolfgang Schramm. Er wollte zunächst für diese Ehrung nicht vorgeschlagen werden, weil ihm seine vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten Freude bereiten, ihm einfach ein Bedürfnis sind. Seine Mitstreiter in der Folkloregruppe und bei den Vokalisten waren aber einstimmig der Meinung: Wolfgang Schramm hat diese Ehrung verdient!
Text und Fotos: Rolf Wille

