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Spiel des Jahres

Montag, 30. März 2009, 19:00 Uhr
Wacker empfängt am Freitag im Viertelfinale des Oddset-Cups den FC Rot-Weiß Erfurt. An der Parkallee laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Noch sind einige Fragen zu klären, andere sind es schon.


Beim Thüringenligisten Wacker 90 Nordhausen laufen die Vorbereitungen für das Erfurtspiel auf Hochtouren. Während Trainer Burkhard Venth seine Jungs auf den ungleichen Kampf David gegen Goliath einstimmt, jagen die Präsidialen von einer Sicherheitsberatung zur nächsten. Schon Freitagmorgen traf man sich mit Verantwortlichen der Polizeiinspektion und dem Sicherheitsbeauftragten des FC Rot-Weiß Erfurt. Montag war die zweite Runde in Erfurt, bis Freitag werden noch einige folgen.

„Wir rechnen mit etwa 400 Gästefans“, verriet Präsident Zeitler und hofft bei den freundlichen Wetterprognosen auf mehr als 1.500 Zuschauer. „Der Vorverkauf ist gut angelaufen, die Nachfrage groß“, freut sich der Wacker-Chef. Oberste Priorität hat für ihn aber die Sicherheit im und um das Stadion. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Polizeiinspektion und den Erfurter Fanbeauftragten und werden alles dafür tun, dass es ein friedliches und faires Spiel wird am Freitag“, betonte Zeitler.

Vor reichlich zehn Jahren waren Pokalbegegnungen zwischen Erfurt und Nordhausen gern auch Finalspiele. 1996 gewann die Wacker-Elf das Thüringer Pokalendspiel ausgerechnet auf dem Sondershäuser Göldner mit 1:0 gegen den RWE und vermasselte den Erfurtern 1997 mit der Pokalverteidigung dank eines 3:2 in Heldrungen die Revanche, als beide Teams erneut um den Cup stritten. Erst 1998 gelang dem FC Rot-Weiß mit einem eindrucksvollen 4:1-Sieg ein Erfolg gegen Wacker.

Am Freitag wird die Truppe von Carsten Baumann hoch motiviert sein, denn ein Sieg im Landespokal ist für den Drittligisten bares Geld wert und es wartet in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals möglicherweise ein attraktiver Gegner. Bis dahin müssen die Profis aus der Landeshauptstadt aber noch drei Pokalspiele gewinnen.
Wacker seinerseits möchte natürlich die Sensation perfekt machen, denn auch in der Parkallee kann man jeden eingenommenen Euro gut gebrauchen. Wie ernst es beiden Vereinen mit diesem Viertelfinale ist, zeigt das Gerangel um den Spieltermin ebenso wie die Tatsache, dass sich der Fußballlehrer Venth auf den Weg machte, die Erfurter im Spiel gegen Sandhausen noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Glaubt er an die Chance seiner Jungs?

Unversucht werden die Männer um Kapitän Pistorius sicherlich nichts lassen, um dem haushohen Favoriten ein Bein zu stellen.

Für ausreichend Spannung ist also gesorgt und dank der Sommerzeit kann es auch in die Verlängerung gehen, ohne dass die Spieler eine Taschenlampe brauchen. Wie immer wird für den unterklassigen Herausforderer viel davon abhängen, wie er während des schweren Spiels von den Rängen unterstützt wird. Wer ein „echter Nordhäuser“ ist, sollte die Gelegenheit am Freitagnachmittag um 17 Uhr nicht versäumen, seinen Lokalpatriotismus unter Beweis zu stellen.

Aufgrund großer Nachfrage nach Eintrittskarten für den Pokalschlager Wacker 90 Nordhausen gegen Rot-Weiß Erfurt hat der Nordhäuser Verein jetzt beschlossen, zusätzlich zu den beiden Vorverkaufsstellen Thüringer Ticket Center (Rautenstraße) und Fanstore Hoff (Bochumer Str./ Ecke Hesseröder Straße) auch selbst Karten anzubieten.

Am Mittwoch, 1. April in der Zeit von 15 – 18 Uhr wird deshalb eine Kasse im Eingangsbereich zum Albert-Kuntz-Sportpark geöffnet sein, in der Karten für das Erfurt-Spiel verkauft werden.
Autor: nnz

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