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Vierter Versuch für Wacker

Mittwoch, 08. April 2009, 07:42 Uhr
Eigentlich sollte das Punktspiel des 13. Spieltages der Thüringenliga beim SV Borsch 1925 für den FSV Wacker 90 Nordhausen als Vorbereitung auf den Pokalschlager gegen den FC Rot-Weiß Erfurt dienen. Die Platzverhältnisse in der Rhön sorgten dafür, dass nun die Pokalbegegnung vom vergangenen Freitag das „Vorspiel“ für den kommenden Donnerstag-Auftritt um Punkte in Borsch wird.


Zum vierten Mal steigt damit ein Nordhäuser Versuch, doch noch gegen diesen unbekannten Gegner antreten zu können. Die nnz berichtete bereits dreimal ausführlich über die jeweils angesetzten Anläufe in Südwestthüringen. Der Anpfiff durch Schiedsrichter Stefan Prager im Borscher Stadion ist für Donnerstag um 17.45 Uhr vorgesehen.

An der Konstellation zur Vorwoche hat sich kaum etwas geändert. Zum Wacker-Kader kommen der damals verletzte Nico Steinberg und der wieder einsatzfähige Torhüter Lars Greschke hinzu. Eher nicht aufgeboten werden Tino Steinberg (langwierige Verletzung aus dem Spiel in Jena) sowie Daniel Wiegleb, der gegen den FC Rot-Weiß ausgewechselt werden musste.

Positiv könnte sich die Erfahrung aus dem Erfurt-Spiel auswirken, wie man in der Abwehr nicht spielen darf. „Für Tändeleien und Selbstüberschätzung in Strafraumnähe ist kein Platz“, meint der Nordhäuser Trainer Burkhard Venth. Abwehrmann René Taute sieht es selbstkritisch: „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, die die Profis eiskalt ausnutzten. Schade, dass die entscheidenden Treffer so früh fielen.“

Auf das Spiel in Borsch ging Taute auch ein: „Es wird schwer, da wir bestimmt nicht alle Stammspieler beisammen haben. Wohl erst nach dem Abschlusstraining wissen wir, wer alles mitfahren kann. Steven Ebert ist ohnehin gesperrt. Wir wollen aber so wenig Spiele wie möglich verlieren und streben auch in den kommenden Auswärtsbegegnungen Punkte an.“

Kapitän Sven Pistorius pflichtet dem bei: „Was zu Hause zeitlich gerade noch so klappte, könnte ein großes Problem werden. Wir müssen vier Stunden vor Spielbeginn abfahren. Ob da alle von ihren Arbeitgebern freigestellt werden, steht keinesfalls fest. Die lange Anreise nach der Arbeit steckt dann zusätzlich in den Knochen. Außerdem erwarten wir eine starke und torgefährliche Heimmannschaft.“

Dass die Borscher Tore schießen können, haben sie auch beim SV SCHOTT Jena trotz der 2:3-Niederlage unter Beweis gestellt. Nach eigenen Angaben habe der SV 1925 in der Partie gut mitgehalten und die Gastgeber lange um den „Dreier“ zittern lassen. Die Treffer Jenas seien auf die Borscher Kopfballschwäche zurückzuführen gewesen. Konterchancen zur möglichen Überraschung hätten sich bis zuletzt ergeben. Wacker verlor an gleicher Stelle vor vier Wochen 0:2.

Wie wäre es für die Wacker-Anhänger mit einem Ostermontagsausflug nach Rudolstadt? Nur vier Tage später geht nämlich die Reise zu den Heidecksburgstädtern, wo das ebenfalls zweimal verschobene Nachholspiel gegen den FC Einheit ab 14 Uhr ausgetragen wird.

Wer es nicht so weit mag, sollte sich das Spiel der Wacker-Zweiten am Sonnabend um 14 Uhr zu Hause gegen den Spitzenreiter SG Lengenfeld/Effelder nicht entgehen lassen. Noch ist die Reserve im Albert-Kuntz-Sportpark unbezwungen. Trainer Knut Bernsdorf hofft auf einen Fortbestand der Serie, wenn alle Spieler an Bord sind.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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