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Nordisches Sinfoniekonzert

Donnerstag, 16. April 2009, 16:00 Uhr
Am kommenden Wochenende spielt das Loh-Orchester sein 7. Sinfoniekonzert in Sondershausen und Nordhausen. Dirigiert werden die Musiker von einem Kanadier, als Solistin tritt eine junge Slowakin ans Piano, die nicht nur schön spielt.

Die im slowakischen Zilina geborene Künstlerin Daniela Hlinková begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren. Schon bald gewann sie erste Preise bei Wettbewerben. Mit 14 Jahren bekam sie die Zusage für ein Stipendium am Nicolai Rimski-Korsakow-Musikgymnasium in Sankt Petersburg. Später studierte sie in Bratislava und Bergen. 1993 wechselte sie an die Musikhochschule Köln und absolvierte dort 2001 ihr Konzertexamen.

Folgenreich war ein Kammermusik-Auftritt im Berliner Konzerthaus im Jahr 2004. Im Zuschauerraum saß der Dirigent Michael Gielen. „Sie spielt hervorragend, sehr sensibel, ein wunderbar klarer Ton!“ äußerte er sich später einmal. Nach dem Konzert lud er die Solistin für ein Konzert ein. Und so gab sie 2006 ihr Konzertdebüt mit dem Berliner Sinfonie-Orchester unter seiner Leitung. Seither gastiert sie in namhaften Sälen wie dem Gasteig München und der Philharmonie Berlin. Neben ihrer solistischen Tätigkeit spielt sie viel Kammermusik und gestaltet gelegentlich Konzert-Lesungen mit Schriftstellern wie Pavel Kohout, Elke Heidenreich und Gerd-Peter Eigner.

Eine bemerkenswerte Verbindung gibt es zwischen der jungen Solistin im 7. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters am 25. und 26. April und dem Komponisten, dessen Musik sie spielt. Die Pianistin Daniela Hlinková interpretiert Edvard Elgars berühmtes Klavierkonzert a-Moll. Sie studierte einige Zeit am Musikkonservatorium im norwegischen Bergen, der Stadt Edvard Griegs. Hier wurde er geboren, hier lebte er phasenweise, und hier starb er schließlich im Jahr 1907. Man darf gespannt sein auf ihre Interpretation von Griegs einzigem Klavierkonzert.

Das 7. Sinfoniekonzert unter dem Motto „Nordische Impressionen“ bietet neben Edvard Griegs ungemein lyrischem Klavierkonzert noch mehr attraktive Musik aus Nordeuropa: Der 1928 geborene finnische Komponist Einojuhani Rautavaara schrieb ein Konzert für Orchester und Vogelstimmen, die er im Norden seiner finnischen Heimat aufgenommen hat. Rautavaara wurde in jungen Jahren von seinem Landsmann Jean Sibelius gefördert. Von ihm spielt das Loh-Orchester die 5. Sinfonie.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen eines weiteren Gastes: des gebürtigen Kanadiers Dwight Bennett.

Das Konzert findet statt im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 25. April und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 26. April jeweils um 19.30 Uhr. An beiden Abenden laden Dwight Bennett und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann um 18.45 Uhr zu einer Einführung in das Foyer ein. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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