Lesung aus dem Innenleben
Donnerstag, 23. April 2009, 08:46 Uhr
Vom Innenleben einer iranischen Kleinfamilie in Deutschland: Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden, so der Titel einer Lesung im Lutherhaus in Bad Sachsa. Eine kurze Einführung für die nnz-Leser vermittelt Dr. Karin Hesse-Lehmann.
Am 3. Abend der Lesereihe Migrantenliteratur liest die deutsch-iranische Schriftstellerin Fahime Farsaie aus ihrem satirischen Einbürgerungsroman Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden. Fahime Farsaie wurde 1952 in Teheran geboren. Wegen ihres schriftstellerischen Engagements wurde sie unter dem Schah interniert und unter Khomeini verfolgt.
Seit 1983 lebt sie in Deutschland. Ihr Roman erzählt keine jener typischen Migrantengeschichten, in der Fremdheitsgefühle und Ausgrenzung im Vordergrund stehen, sondern vom Aufbruch einer iranischen Mutter und Ehefrau in das Abenteuer Einbürgerung in Deutschland.
Wie der patriarchalische Ehemann bei dem vorgelegten Tempo der Integrationsbeflissenheit seiner Frau auf der Strecke bleiben muss, die Tochter als Mittlerin zwischen den Kulturen fungiert und der jüngere Sohn seinen nicht gerade islamkonformen Neigungen folgt, das alles ist am Donnerstag, dem 30. April im Lutherhaus in Bad Sachsa zu hören. Veranstalter sind das KulturForum e.V. und die Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge e.V., Eintritt 6 Euro.
Dr. Karin Hesse-Lehmann
Autor: nnzAm 3. Abend der Lesereihe Migrantenliteratur liest die deutsch-iranische Schriftstellerin Fahime Farsaie aus ihrem satirischen Einbürgerungsroman Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden. Fahime Farsaie wurde 1952 in Teheran geboren. Wegen ihres schriftstellerischen Engagements wurde sie unter dem Schah interniert und unter Khomeini verfolgt.
Seit 1983 lebt sie in Deutschland. Ihr Roman erzählt keine jener typischen Migrantengeschichten, in der Fremdheitsgefühle und Ausgrenzung im Vordergrund stehen, sondern vom Aufbruch einer iranischen Mutter und Ehefrau in das Abenteuer Einbürgerung in Deutschland.
Wie der patriarchalische Ehemann bei dem vorgelegten Tempo der Integrationsbeflissenheit seiner Frau auf der Strecke bleiben muss, die Tochter als Mittlerin zwischen den Kulturen fungiert und der jüngere Sohn seinen nicht gerade islamkonformen Neigungen folgt, das alles ist am Donnerstag, dem 30. April im Lutherhaus in Bad Sachsa zu hören. Veranstalter sind das KulturForum e.V. und die Initiative für zurückgekehrte Flüchtlinge e.V., Eintritt 6 Euro.
Dr. Karin Hesse-Lehmann
