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Dreimal drei Groschen

Dienstag, 05. Mai 2009, 13:32 Uhr
Sie heißt Oper, ist aber eigentlich keine Oper, sondern ein Schauspiel mit Gesang, mit rund 20 Musiktiteln: Brechts „Dreigroschenoper“. Und es werden keine ausgebildeten Opernsänger gebraucht, sondern singende Schauspieler.

Bertolt Brecht beschreibt das Stück so: „Sie werden jetzt eine Oper hören. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie `Die Dreigroschenoper`“. Brecht hatte John Gays „The Beggar´s Opera“ bearbeitet und mit der Musik von Kurt Weill zu einem sehr erfolgreichen Bühnenstück gemacht.

theater (Foto: theater) theater (Foto: theater)


Von diesem Stück ist auch die Leiterin des Jungen Theaters in Nordhausen, Bianca Sue Henne, so fasziniert, dass sie es im vergangenen Jahr den Mitgliedern des Theaterjugendclubs als nächste Produktion vorschlug. Für die 15 Darsteller und neun Musiker unter der musikalischen Leitung von Kai Tietje galt es eine harte Nuss zu knacken. Und gerade die Herausforderung gab den 15- bis 20jährigen die Kraft, die im Bettlermilieu spielende Satire auf die Bühne zu bringen. Das Bühnenbild von Ronald Winter – ein überdimensionales Monopoly-Spielbrett – und die Kostüme von Anja Schulz mit den passenden Requisiten runden die Produktion wunderbar ab.

„Die Dreigroschenoper“ in der Inszenierung von Bianca Sue Henne ist insgesamt nur noch dreimal in Nordhausen zu sehen: am 8. und 31. Mai sowie am 11. Juni jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet einheitlich zehn Euro (ermäßigt fünf Euro).

Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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