Virtuelles Archiv
Donnerstag, 23. Juli 2009, 16:06 Uhr
In alle Welt ist nach 1945 die fotografische Überlieferung der Geschichte Mittelbau-Doras verstreut worden. Nach jahrelangen Recherchen im In- und Ausland sind diese Bilder in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora systematisch zusammengetragen und digital erfasst worden. Eine Auswahl der Aufnahmen soll jetzt der Öffentlichkeit mittels Internet zugänglich gemacht werden...
Viele Fotos befinden sich heute in den USA; sie wurden von amerikanischen Soldaten als Beweismittel für Prozesse gegen das SS-Personal sichergestellt oder selbst aufgenommen. Andere Fotos, die die Zwangsarbeit im unterirdischen Raketenwerk zeigen, stammen von bekannten NS-Fotografen wie Walter Frentz oder Hanns Hubmann und wurden zum Teil erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt. Auch heimlich von Häftlingen im Lager gemachte Fotos blieben erhalten. Einen großen Bestand bilden Fotografien, die sich in den Nachlässen ehemaliger Häftlinge oder im Besitz ihrer Angehörigen befinden.
Die Online-Präsentation ist das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2004 finanzierten Forschungsprojekts der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, in dessen Rahmen bereits das digitale Fotoarchiv der Gedenkstätte Buchenwald entstanden war. In Verbindung mit ehemaligen Häftlingen und deren Angehörigen wurde nun auch der Bildbestand der Gedenkstätte Mittelbau-Dora erweitert und überprüft.
Die Fotografien sind nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien inventarisiert und zur öffentlichen Nutzung über das Internet digital erschlossen worden. Das Online-"Fotoarchiv Mittelbau-Dora" präsentiert eine Auswahl von 500 der insgesamt 1700 inventarisierten historischen Aufnahmen aus den Sammlungsbeständen.
Mit der Sammlung fotografischer Zeugnisse der NS-Verbrechen steht die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in besonderer Verantwortung. Die digitalen Fotoarchive der beiden Gedenkstätten stellen zentrale historische Quellen für die pädagogische und wissenschaftliche Nutzung leicht zugänglich und einfach reproduzierbar zur Verfügung.
Die quellenkritische Inventarisierung und historische Kontextualisierung der Fotografien nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bieten die Gewähr für eine glaubwürdige Bildungsarbeit. Die Fotoarchive tragen damit auch zur Qualitätssicherung historischer Information im Internet bei. Der Eingang zum Fotoarchiv Mittelbau-Dora erfolgt ab dem 30. Juli über die Startseite der Homepage www.dora.de.
Autor: nnz/knViele Fotos befinden sich heute in den USA; sie wurden von amerikanischen Soldaten als Beweismittel für Prozesse gegen das SS-Personal sichergestellt oder selbst aufgenommen. Andere Fotos, die die Zwangsarbeit im unterirdischen Raketenwerk zeigen, stammen von bekannten NS-Fotografen wie Walter Frentz oder Hanns Hubmann und wurden zum Teil erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt. Auch heimlich von Häftlingen im Lager gemachte Fotos blieben erhalten. Einen großen Bestand bilden Fotografien, die sich in den Nachlässen ehemaliger Häftlinge oder im Besitz ihrer Angehörigen befinden.
Die Online-Präsentation ist das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2004 finanzierten Forschungsprojekts der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, in dessen Rahmen bereits das digitale Fotoarchiv der Gedenkstätte Buchenwald entstanden war. In Verbindung mit ehemaligen Häftlingen und deren Angehörigen wurde nun auch der Bildbestand der Gedenkstätte Mittelbau-Dora erweitert und überprüft.
Die Fotografien sind nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien inventarisiert und zur öffentlichen Nutzung über das Internet digital erschlossen worden. Das Online-"Fotoarchiv Mittelbau-Dora" präsentiert eine Auswahl von 500 der insgesamt 1700 inventarisierten historischen Aufnahmen aus den Sammlungsbeständen.
Mit der Sammlung fotografischer Zeugnisse der NS-Verbrechen steht die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in besonderer Verantwortung. Die digitalen Fotoarchive der beiden Gedenkstätten stellen zentrale historische Quellen für die pädagogische und wissenschaftliche Nutzung leicht zugänglich und einfach reproduzierbar zur Verfügung.
Die quellenkritische Inventarisierung und historische Kontextualisierung der Fotografien nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bieten die Gewähr für eine glaubwürdige Bildungsarbeit. Die Fotoarchive tragen damit auch zur Qualitätssicherung historischer Information im Internet bei. Der Eingang zum Fotoarchiv Mittelbau-Dora erfolgt ab dem 30. Juli über die Startseite der Homepage www.dora.de.

