Das Schweigen aus dem Eichsfeld
Mittwoch, 12. August 2009, 14:31 Uhr
Der Landkreis Nordhausen ist mit dem Eichsfeld auf vielerlei Art verbunden. Zum einen lassen wir uns durch einen Ministerpräsidenten aus dem Eichsfeld regieren, verkaufen mehrere Fleischer ihre Waren in der Rolandstadt, zum anderen bietet ein Elektrotechnikhändler hier seine Ware an. Und da beginnen die Ungereimtheiten...
Für den gepflegten Kunden in punkto Elektrowaren ist Herfag in Nordhausen eine recht gute Adresse. Das soll so bleiben, nur, und das lässt die Herfag-Zentrale über ausgewählte Medien mitteilen, wird man künftig in der Südharz-Galerie noch präsenter sein. Dort, wo das Gelb des Promarktes regiert, soll das Bläuliche der Herfag-Gruppe dominieren.
Das an sich ist nicht vermeldenswert für die nnz. Wohl aber die Tatsache, dass sich die Herfag-Gruppe vermutlich auch für die Einmietung in das künftige Einkaufszentrum am Pferdemarkt interessiert habe, was die berühmten Spatzen seit Monaten von diversen Dächern pfiffen. Dessen Investorenvertreter Rüdiger Weitzel hat einen Vertrag mit eben der Eichsfelder Handelsgruppe in der Tasche, der für ihn formell rechtswirksam" ist, wie er nnz sagte.
Als die nnz in der vergangenen Woche die städtische Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) mit der Südharz-Galerie-Offensive von Herfag konfrontierte, benötigte die mehrere Sekunden für die akustische Verdauung des soeben Gehörten. Sie war bis zum Freitag voriger Woche ahnungslos, da die Verbreitungswege der Herfag-Nachrichten vermutlich nicht mit den Informationsquellen im Nordhäuser Rathaus konform gingen.
Ebenso überrascht muss wohl auch Herr Weitzel gewesen sein, der in diesen Tagen mit den Bauunternehmen verhandeln soll, die das neue Einkaufszentrum in der Nordhäuser City hochziehen sollen. All das, was in der Südharz-Galerie passiert und in der Herfag-Zentrale geplant sein könnte, das wird keine Auswirkungen auf die weiteren Planungen haben, konstatiert Weitzel im Gespräch mit der nnz. Natürlich hält er sich darüber hinaus bedeckt und geht davon aus, dass alle vertraglich gebundenen Ankermieter ihre Verträge erfüllen.
Auf den Fluren des Nordhäuser Rathauses macht sich indes etwas Unruhe breit, was für eine Verwaltung an sich schon bemerkenswert ist. Hier könnte es mehrere Taktiken geben: Man akzeptiert, dass Herfag zwei Standorte mit Handys, Computern, Waschmaschinen oder Kaffeevollautomaten ausstatten wird oder man sucht Alternativen und könnte zweigleisig fahren.
Die Zeit für Variante zwei und drei wird knapp. Vor allem für das Weihnachtsgeschäft im nächsten Jahr. Das wollten Investoren und künftige Mieter ja noch mitnehmen, ganz klar. Nun könnte, niemand will sich offiziell dazu äußern, Ostern 2011 avisiert werden. Könnte, denn verbriefte Aussagen bekommt die nnz kaum oder überhaupt nicht. Und wenn schon, wie im Falle Herfag, sagt eine Frau Albrecht am Telefon kurz und knapp: Es ist alles gesagt!
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzFür den gepflegten Kunden in punkto Elektrowaren ist Herfag in Nordhausen eine recht gute Adresse. Das soll so bleiben, nur, und das lässt die Herfag-Zentrale über ausgewählte Medien mitteilen, wird man künftig in der Südharz-Galerie noch präsenter sein. Dort, wo das Gelb des Promarktes regiert, soll das Bläuliche der Herfag-Gruppe dominieren.
Das an sich ist nicht vermeldenswert für die nnz. Wohl aber die Tatsache, dass sich die Herfag-Gruppe vermutlich auch für die Einmietung in das künftige Einkaufszentrum am Pferdemarkt interessiert habe, was die berühmten Spatzen seit Monaten von diversen Dächern pfiffen. Dessen Investorenvertreter Rüdiger Weitzel hat einen Vertrag mit eben der Eichsfelder Handelsgruppe in der Tasche, der für ihn formell rechtswirksam" ist, wie er nnz sagte.
Als die nnz in der vergangenen Woche die städtische Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) mit der Südharz-Galerie-Offensive von Herfag konfrontierte, benötigte die mehrere Sekunden für die akustische Verdauung des soeben Gehörten. Sie war bis zum Freitag voriger Woche ahnungslos, da die Verbreitungswege der Herfag-Nachrichten vermutlich nicht mit den Informationsquellen im Nordhäuser Rathaus konform gingen.
Ebenso überrascht muss wohl auch Herr Weitzel gewesen sein, der in diesen Tagen mit den Bauunternehmen verhandeln soll, die das neue Einkaufszentrum in der Nordhäuser City hochziehen sollen. All das, was in der Südharz-Galerie passiert und in der Herfag-Zentrale geplant sein könnte, das wird keine Auswirkungen auf die weiteren Planungen haben, konstatiert Weitzel im Gespräch mit der nnz. Natürlich hält er sich darüber hinaus bedeckt und geht davon aus, dass alle vertraglich gebundenen Ankermieter ihre Verträge erfüllen.
Auf den Fluren des Nordhäuser Rathauses macht sich indes etwas Unruhe breit, was für eine Verwaltung an sich schon bemerkenswert ist. Hier könnte es mehrere Taktiken geben: Man akzeptiert, dass Herfag zwei Standorte mit Handys, Computern, Waschmaschinen oder Kaffeevollautomaten ausstatten wird oder man sucht Alternativen und könnte zweigleisig fahren.
Die Zeit für Variante zwei und drei wird knapp. Vor allem für das Weihnachtsgeschäft im nächsten Jahr. Das wollten Investoren und künftige Mieter ja noch mitnehmen, ganz klar. Nun könnte, niemand will sich offiziell dazu äußern, Ostern 2011 avisiert werden. Könnte, denn verbriefte Aussagen bekommt die nnz kaum oder überhaupt nicht. Und wenn schon, wie im Falle Herfag, sagt eine Frau Albrecht am Telefon kurz und knapp: Es ist alles gesagt!
Peter-Stefan Greiner
