FAIRdrückt!
Montag, 24. August 2009, 16:17 Uhr
Bei den Mitteldeutschen Meisterschaftsläufen und dem Rad-Aktionstag im Nordhäuser Gehege am Samstag ging es - am Rande – um mehr als gefahrene Kilometer. Anmerkungen in der nnz von Peter Kube...
Viele Hände wurden gedrückt. Bei Siegerehrungen und Danksagungen, manchmal war es auch ein freundlicher, tröstender oder erfrischender Schlag auf die Schulter. Doch etwas Besonderes zeigte sich im Radsportgewimmel: FAIR-TRADE-TOWN war anwesend, die Initiative (und Bachalorarbeit) einiger Studentinnen der FH in Zusammenarbeit mit dem Weltladen des Schrankenlos e.V. Nordhausen.
Der Tag war günstig. Sonne kostenlos, strahlende Organisatoren und Sponsoren. Prominente Sportler und Sportlerinnen, solche, die es werden wollen und am meisten die, die Spaß haben am Fahrrad und seinen sportlichen Möglichkeiten im Gelände. Und einige der Polit- und Wirtschaftsprominenz waren auch dabei – sicher nicht nur wegen des Wahlkampfes…
Der Weltladenstand bot nicht nur Produkte, sondern die Chance, sich weiter an der Aktion zu beteiligen, die Nordhausen bald (?) zur (ersten?) Fair-Trade-Town in Thüringen macht. Und wie man sehen kann (Fotos)– keine demokratische politische Richtung hielt sich zurück. Fair trade - gerechter (Welt)Handel schafft per Hände(ab)druck und Unterschrift eine größtmögliche Koalition (siehe Fotos). Auch bald im Stadtrat? Oder im Kreistag?
Wir jedenfalls freuen uns auf einen der nächsten Beschlüsse, der lauten könnte: ‚Stadt und Kreis Nordhausen will in seinen Gefilden den AGENDA 21 – Beschluss, die Nachhaltigkeitskriterien u.a.m. mit einem konkreten Ziel weiter bringen. FAIR-TRADE-Produkte sollen in vielen Bereichen zur Selbstverständlichkeit werden. Also dann, entdecken wir diese Form des Genusses (Kaffee, Tee, Schokolade und viele andere Produkte für Sport-, Spiel-, Bekleidung…), der den Produzenten gerechtere Bezahlung und würdige Lebensbedingungen ermöglicht.
Was wir besonders erfreut feststellten: Hanka Kupfernagel und Mike Kluge, die mehrfachen Weltmeister, gaben auch ihren Händeabdruck für diese Idee. Danke dafür. Die fair gehandelte Schokolade wird ihnen hoffentlich schmecken. Das Thema allemal – denn erfreut stellte ich fest, dass Hanka seit Juni in ihrem online-Tagebuch darum bittet, den Film Home von Yann Arthus-Bertrand unbedingt anzusehen.
Sie schwärmt, wie dank modernster digitaler Kameratechnik viele sehr beeindruckende und bewegende Luftaufnahmen …zu einem Film zusammengefasst worden sind, der zum Nachdenken über die Schönheit unseres Planeten und dessen Zerstörung durch die Menschen anregt. Hanka hatte einen schlimmen Sturz in Kanada, musste pausieren. Vielleicht war das die gute Seite, dass sie Zeit fand für diesen Film und ihn innig empfahl. So wie jetzt ohne Unfall, aber nach einem anstrengend schönen Tag, den Gedanken des gerechteren und fairen Handels.
Die Stimmung im Gehege war so gut und die Lust ebenso, mal auf ein tolles Rad zu steigen. Herr Rad-Rat lieh mir eines, das ich mir nie kaufen könnte. Mike Kluge borgte mir (ausnahmsweise) seinen Weltmeisterhelm und im Jedermann-Rennen wurde auch mir klar: dieser Sport braucht absolutes Können und hat dennoch Platz für solche, die einfach Lust haben, ihre Zeit nicht vor den Bildschirmen abzusitzen.
Ein wenig tat mir manches bis dahin lauschige Plätzchen im Gehege leid, das zur Rennstrecke für verwegenste Routen wurde. Und Gehölze sollten möglichst nicht diesem Sport geopfert werden. Doch ein wenig (und der Platzbedarf ist hier sehr überschaubar) Gelände ist dafür nötig und sinnvoll genutzt – denn es duftet nicht nach Abgasen, außer allzu menschlichen Gerüchen.
Wenn ich darauf hoffen darf, dass die Zutaten zum Rad-Racing (bald) alle biologisch abbaubar sind, die Räder nachhaltig produziert und entsorgt werden können (auch in Nordhausen wieder), dann sollten solche Sportereignisse viele Begeisterte finden.
Peter Kube
Autor: nnzViele Hände wurden gedrückt. Bei Siegerehrungen und Danksagungen, manchmal war es auch ein freundlicher, tröstender oder erfrischender Schlag auf die Schulter. Doch etwas Besonderes zeigte sich im Radsportgewimmel: FAIR-TRADE-TOWN war anwesend, die Initiative (und Bachalorarbeit) einiger Studentinnen der FH in Zusammenarbeit mit dem Weltladen des Schrankenlos e.V. Nordhausen.
Der Tag war günstig. Sonne kostenlos, strahlende Organisatoren und Sponsoren. Prominente Sportler und Sportlerinnen, solche, die es werden wollen und am meisten die, die Spaß haben am Fahrrad und seinen sportlichen Möglichkeiten im Gelände. Und einige der Polit- und Wirtschaftsprominenz waren auch dabei – sicher nicht nur wegen des Wahlkampfes…
Der Weltladenstand bot nicht nur Produkte, sondern die Chance, sich weiter an der Aktion zu beteiligen, die Nordhausen bald (?) zur (ersten?) Fair-Trade-Town in Thüringen macht. Und wie man sehen kann (Fotos)– keine demokratische politische Richtung hielt sich zurück. Fair trade - gerechter (Welt)Handel schafft per Hände(ab)druck und Unterschrift eine größtmögliche Koalition (siehe Fotos). Auch bald im Stadtrat? Oder im Kreistag?
Wir jedenfalls freuen uns auf einen der nächsten Beschlüsse, der lauten könnte: ‚Stadt und Kreis Nordhausen will in seinen Gefilden den AGENDA 21 – Beschluss, die Nachhaltigkeitskriterien u.a.m. mit einem konkreten Ziel weiter bringen. FAIR-TRADE-Produkte sollen in vielen Bereichen zur Selbstverständlichkeit werden. Also dann, entdecken wir diese Form des Genusses (Kaffee, Tee, Schokolade und viele andere Produkte für Sport-, Spiel-, Bekleidung…), der den Produzenten gerechtere Bezahlung und würdige Lebensbedingungen ermöglicht.
Was wir besonders erfreut feststellten: Hanka Kupfernagel und Mike Kluge, die mehrfachen Weltmeister, gaben auch ihren Händeabdruck für diese Idee. Danke dafür. Die fair gehandelte Schokolade wird ihnen hoffentlich schmecken. Das Thema allemal – denn erfreut stellte ich fest, dass Hanka seit Juni in ihrem online-Tagebuch darum bittet, den Film Home von Yann Arthus-Bertrand unbedingt anzusehen.
Sie schwärmt, wie dank modernster digitaler Kameratechnik viele sehr beeindruckende und bewegende Luftaufnahmen …zu einem Film zusammengefasst worden sind, der zum Nachdenken über die Schönheit unseres Planeten und dessen Zerstörung durch die Menschen anregt. Hanka hatte einen schlimmen Sturz in Kanada, musste pausieren. Vielleicht war das die gute Seite, dass sie Zeit fand für diesen Film und ihn innig empfahl. So wie jetzt ohne Unfall, aber nach einem anstrengend schönen Tag, den Gedanken des gerechteren und fairen Handels.
Die Stimmung im Gehege war so gut und die Lust ebenso, mal auf ein tolles Rad zu steigen. Herr Rad-Rat lieh mir eines, das ich mir nie kaufen könnte. Mike Kluge borgte mir (ausnahmsweise) seinen Weltmeisterhelm und im Jedermann-Rennen wurde auch mir klar: dieser Sport braucht absolutes Können und hat dennoch Platz für solche, die einfach Lust haben, ihre Zeit nicht vor den Bildschirmen abzusitzen.
Ein wenig tat mir manches bis dahin lauschige Plätzchen im Gehege leid, das zur Rennstrecke für verwegenste Routen wurde. Und Gehölze sollten möglichst nicht diesem Sport geopfert werden. Doch ein wenig (und der Platzbedarf ist hier sehr überschaubar) Gelände ist dafür nötig und sinnvoll genutzt – denn es duftet nicht nach Abgasen, außer allzu menschlichen Gerüchen.
Wenn ich darauf hoffen darf, dass die Zutaten zum Rad-Racing (bald) alle biologisch abbaubar sind, die Räder nachhaltig produziert und entsorgt werden können (auch in Nordhausen wieder), dann sollten solche Sportereignisse viele Begeisterte finden.
Peter Kube













