Post von Luisa (9)
Dienstag, 29. September 2009, 08:28 Uhr
Luisa Schäfer, eine junge Frau aus Niedersachswerfen, schreibt in der nnz ein ungewöhnliches Tagebuch über ihre Erlebnisse am anderen Ende der Welt. Heute beschreibt Luisa die Verhältnisse in Ihrem neuen Zuhause...
Tja das ist schon eine komische Sache mit diesen
Schönheitsköniginnenwahlen. Ich denke, hier wird alles noch etwas oberflächlicher betrachtet als in Deutschland. Jeder hat hier zum Beispiel ein Handy oder einen Fernseher, auch wenn sie sonst nicht mal was zu essen haben. Alles um den Schein zu wahren! Und Fernsehen ist hier noch mehr Volksdroge als bei uns! Der läuft hier den ganzen Tag, als Beschäftigung für die Kinder und auch der Erwachsene...
Was am schlimmsten ist, ist dann auch noch der Inhalt dieser Sendungen. Man sieht eigentlich fast ausschließlich weiße, halbnackte und blonde Frauen, die mit irgendwelchen Typen tanzen. Es ist wirklich erschreckend, welche Schönheitsideale hier herrschen. naja...
Tja, zur Politik kann ich noch nicht viel sagen. Es gibt eine Präsidentin, Cristina Kirchner, deren Mann auch schon mal Präsident war. Die mag, so wie ich erfahren habe, aber kaum jemand, insgesamt werden Politiker stark abgelehnt. Der Gouverneur der Provinz Jujuy beispielweise ist sehr verhasst, da er sehr korrupt sein soll und somit nicht viel Geld in die eh schon arme Provinz kommt. Es wird wie wohl überall viel versprochen und wenig gehalten!
Was sonst noch auffällt, das ist die Rivalität zwischen Bolivianern und Argentiniern, da gibt es viele Vorurteile und Anfeindungen. Viele Menschen aus Bolivien kommen hier in den Norden um Arbeit zu finden, das sehen die Einheimischen natürlich nicht gern. Ees erinnert also ganz schön an Deutschland und die Auffassung einiger Menschen zu
Polen oder Türken.
Hier in der Stadt spielt die CTA noch eine große Rolle. Das ist eine Art kommunistische Partei und so viel wie ich gehört habe, verursachen sie noch weitere Probleme. Sie geben zwar vielen Leuten Wohnmöglichkeiten und Geld, dafür werden diese aber sehr unter Druck gesetzt und müssen immer zu irgendwelchen Demonstrationen usw. Es wird also ziemlich viel Druck auf diese Leute ausgeübt und sie werden für die politischen Ziele ausgenutzt!
Liebe Grüße! Luisa
Autor: nnzTja das ist schon eine komische Sache mit diesen
Schönheitsköniginnenwahlen. Ich denke, hier wird alles noch etwas oberflächlicher betrachtet als in Deutschland. Jeder hat hier zum Beispiel ein Handy oder einen Fernseher, auch wenn sie sonst nicht mal was zu essen haben. Alles um den Schein zu wahren! Und Fernsehen ist hier noch mehr Volksdroge als bei uns! Der läuft hier den ganzen Tag, als Beschäftigung für die Kinder und auch der Erwachsene...
Was am schlimmsten ist, ist dann auch noch der Inhalt dieser Sendungen. Man sieht eigentlich fast ausschließlich weiße, halbnackte und blonde Frauen, die mit irgendwelchen Typen tanzen. Es ist wirklich erschreckend, welche Schönheitsideale hier herrschen. naja...
Tja, zur Politik kann ich noch nicht viel sagen. Es gibt eine Präsidentin, Cristina Kirchner, deren Mann auch schon mal Präsident war. Die mag, so wie ich erfahren habe, aber kaum jemand, insgesamt werden Politiker stark abgelehnt. Der Gouverneur der Provinz Jujuy beispielweise ist sehr verhasst, da er sehr korrupt sein soll und somit nicht viel Geld in die eh schon arme Provinz kommt. Es wird wie wohl überall viel versprochen und wenig gehalten!
Was sonst noch auffällt, das ist die Rivalität zwischen Bolivianern und Argentiniern, da gibt es viele Vorurteile und Anfeindungen. Viele Menschen aus Bolivien kommen hier in den Norden um Arbeit zu finden, das sehen die Einheimischen natürlich nicht gern. Ees erinnert also ganz schön an Deutschland und die Auffassung einiger Menschen zu
Polen oder Türken.
Hier in der Stadt spielt die CTA noch eine große Rolle. Das ist eine Art kommunistische Partei und so viel wie ich gehört habe, verursachen sie noch weitere Probleme. Sie geben zwar vielen Leuten Wohnmöglichkeiten und Geld, dafür werden diese aber sehr unter Druck gesetzt und müssen immer zu irgendwelchen Demonstrationen usw. Es wird also ziemlich viel Druck auf diese Leute ausgeübt und sie werden für die politischen Ziele ausgenutzt!
Liebe Grüße! Luisa
