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„Gedanken zur Revolution“

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 11:16 Uhr
Das Thema der diesjährigen Jazzmeile Thüringen lautet 20 Jahre nach dem Mauerfall „Der wiedervereinte Jazz – Jazz grenzenlos“. Das Nordhäuser Projekt zu diesem Thema ist ein Diskussionsabend mit Musik unter dem Titel „Gedanken zur Revolution“. Und den stellen wir Ihnen vor...


Der Nordhäuser Eckardt Bode moderiert diesen Abend, in dessen Mittelpunkt die Ereignisse des Jahres 1989 stehen. Als Talkgäste haben der damalige Vorsitzende des Rates des Kreises Nordhausen Klaus Hummitsch, der Chef der Osteröder Jazzfreunde Georg Jung sowie der Musiker Alex Decoupigny zugesagt. Im Vordergrund der Gespräche wird aber nicht die ultimative Aufarbeitung der Ereignisse der Wendezeit stehen, sondern das Publikum kann ganz persönlichen und nicht nur bierernsten Ansichten und Erlebnissen der Diskussionsteilnehmer lauschen.

Musikalisch wird der Abend gestaltet von dem Altsaxofonisten Manfred Hering, der Pianistin Simone Weissenfels (Foto) und dem Jazzgitarristen Werner Neumann, die sich aus ihrem Blickwinkel heraus auch in die Gesprächsrunde einbringen werden. Manfred Hering, der Nestor des ostdeutschen Altsax-Spiels, schöpft aus seinem über 50-jährigen Musikerdasein „volle Kannen“ Kreativität. Sein außergewöhnlicher Sinn für Melodiösität auch in der freien Improvisation macht Hering zu einem künstlerisch völlig eigenständigen Improvisationsmusiker von europäischer Geltung. Für viele Jazzliebhaber gilt es als der beste Free-Saxofonist der Bundesrepublik.

Simone Weissenfels bewegt sich genreübergreifend als Grenzgängerin zwischen zeitgenössischer und klassischer Musik, Jazz, Improvisation und eigenen Kompositionen. Konzerttourneen führten sie bereits in die USA, nach Griechenland, Bosnien-Herzegowina, China, Bulgarien und in andere Länder. Sie arbeitet mit wichtigen Vertretern der deutschen und internationalen Jazzszene zusammen, unter anderem mit Uschi Brüning, Elliott Levin und Jermy Slater. Außerdem leitet sie Workshops und Jugendaustauschprojekte im In- und Ausland und unterrichtet am Thomanerchor in Leipzig Klavier.

Der Jazzgitarrist Werner Neumann, seit 2005 an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig berufen, kann auf über 1500 Konzerte auf fast allen Erdteilen zurück blicken. Die Besetzung des Abends verspricht sowohl musikalisch wie auch politisch und vielleicht poetisch ein besonderes Erlebnis zu werden.

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 24.10.2009 um 20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr) in der Cyriaci-Kapelle. Karten für diese (6 Euro) und alle weiteren Veranstaltungen des Nordhäuser Jazzfestes gibt es unter 03631/97 31 72 oder per e-mail unter zappa1959@aol.com oder an der Abendkasse.
Autor: nnz

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