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Chance auf Rückkehr

Montag, 26. Oktober 2009, 15:46 Uhr
Die Burgruine Hohnstein besitzt für den Landkreis Nordhausen enorme historische Bedeutung und soll nach dem Willen des Nordhäuser Kreistages als historisches Denkmal auch zukünftig erhalten bleiben. Dafür sorgen jetzt auch Menschen, die längere Zeit arbeitslos waren...


Die Erhaltung der Burgruiine ist keine Pflichtaufgabe des Landkreises Nordhausen, da als Pflichtaufgabe einfach nur die Absperrung der Burgruine Hohnstein genügen würde.

Das Handwerk des Landkreises Nordhausen hat sich in einer Beratung mit Landrat Joachim Claus sowie der Wirtschaftsförderung abgestimmt die Burgruine Hohnstein in einer komplexen Maßnahme zu sichern. Diese Maßnahme soll ein Jahr dauern, eventuell verlängert werden und sie ermöglicht 17 langzeitarbeitslosen Arbeitnehmern die Chance auf Weiterbildung und eine Rückkehr in den Arbeits-prozess.

Dazu sollen die 17 Hilfebedürftigen, die möglichst schon einmal im Bau- und Ausbausektor gearbei-tet haben, aus dem Kundenkreis der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) ausgewählt und in einer speziellen Trainingsmaßnahme der Bauinnung Nordhausen sowie der Kreishandwerkerschaft Nordthüringen für den Einsatz zur Sicherung der Burgruine Hohnstein fit ge-macht werden.

Schwerpunkt dieser Maßnahme ist die Errichtung von Mauerwerken aus unbehaunen Naturstein, die eine spezielle Qualifikation für das Erstellen und Bearbeiten von Mauerwerken aus unbehauenen Naturstein erfordern. Weiterhin sollen Verblendmauern, Brüstungsmauern und Deckenteile bausta-tisch sicher eingerichtet werden, um die Burgruine künftig zu sichern sowie der Zaunbau geübt und realisiert werden.

„Um diese Maßnahme ordnungsgemäß durchzuführen, wird in einem auf zwei Teilstufen zusam-mengesetzten viermonatigen Qualifizierungsteil die Errichtung solcher historischer Mauern geübt und trainiert. Danach sollen in einem siebeneinhalb Monate dauernden Zeitfenster die Sanierungs-arbeiten auf der Burgruine und den anderen Objekten durchgeführt werden“, erläutert ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller.

Das Ziel der gemeinsamen Anstrengungen von ARGE, Landratsamt und Kreishandwerkerschaft geht über die Neustädter Burgruine hinaus. Die Arbeitskräfte sollen ihre Fertigkeiten und Kenntnisse auch bei der Sanierung und Erhaltung der historischen Stadtmauern in Heringen und in Nordhausen anwenden. Mehr noch: Die Teilnehmer der Maßnahmen haben zugesichert, nach Abschluss fünf Vollzeitarbeitsplätze für die Teilnehmer bereitzustellen. Das würde dann einer Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt von fast 30 Prozent entsprechen.
Autor: nnz

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