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Immer schon genau hingesehen

Donnerstag, 26. November 2009, 16:58 Uhr
Es vergeht kaum ein Tag, da Unternehmen und deren Verbände nicht über die mangelnde Vergabe von Krediten durch die Banken sprechen. Wie sieht es damit im Landkreis Nordhausen aus? Die nnz hat beim Marktführer nachgefragt...


Sparkassenvorstand Wolfgang Asche ist - betrachtet man die Rahmenbedingungen in diesem Jahr - zufrieden mit der Entwicklung des Geldhauses am Nordhäuser Kornmarkt. "Im gesamten Kundenkreditgeschäft können wir in diesem Jahr von einem Wachstum von vier bis fünf Prozent gegenüber 2008 ausgehen. Und da war das vergangene Jahr schon ein außerordentlich erfolgreiches", konstatiert Asche.

Den überwiegenden Anteil an dieser Entwicklung haben die Unternehmenskredite. So habe die Kreissparkasse einige interessante Neukunden gewinnen können, auch seien einige Unternehmen von anderen Banken zur KSK gewechselt. Daraus schlussfolgert der Vorstand, dass "unsere Kreissparkasse nicht zurückhaltender agiert hat als in den Vorjahren." Natürlich werden sich die inneren Zustände und vor allem die Aussichten des Unternehmens schon genau angesehen, doch als Partner der regionalen Wirtschaft sei die Sparkasse nach wie vor der ideale Finanzierungspartner.

Was Asche und seine Vorstandskollegen auch merken ist die Tatsache, das die Unternehmen - quer durch alle Branchen - sehr vorsichtig bei Ersatzinvestitionen agierten. Das sei jedoch angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage nicht anders zu erwarten gewesen.

Richtig "zugelangt" wurde bei der Kreissparkasse in punkto Finanzierung von Investitionen in regenerative Energien. Ganz vorn steht das Kreditengagement der Nordhäuser Sparkasse bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen, aber auch Windräder oder Biogasanlagen wurden bereits mit Krediten der Kreissparkasse finanziert.

Bei den regenerativen Energien ist die Kreissparkasse nicht nur Kreditgeber, sondern Investor gleichermaßen. So werden auf dem Dach des ehemaligen City-Hotels und der Filiale in Nordhausen-Nord eigene Photovoltaikanlagen betrieben, kurz vor dem Abschluss steht eine eigene Investition in Niedersachswerfen, wo der Kreissparkasse mehrere Wohnblocks gehören. Ähnlich sieht es am Nordhäuser Hagen aus, auch dort soll in die Sonne investiert werden.

Und so nebenbei erfährt der nnz-Leser dann, dass die Kreissparkasse nicht nur 60 Prozent des Geldmarktes im Landkreis Nordhausen verwaltet, sondern mit 400 Wohneinheiten auch einer größten Vermieter nach WBG und SWG ist. Anlagen in Immobilien gelten derzeit als besonders gefragt, weil besonders sicher...
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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