nnz-online

Jede Menge Geld

Montag, 11. Januar 2010, 15:10 Uhr
Die Sammelbüchsen der Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde Dom zum Heiligen Kreuz und den evangelischen Kirchgemeinden St. Blasii und Niedersachswerfen waren ganz schön schwer. Drei Tage lang waren fast sechzig Kaspars, Melchiors, Balthasars und Sternträger sowie 15 jugendliche und erwachsene Begleiter in der Südharzregion unterwegs zu den Menschen...


Unterwegs (Foto: Michael Turbiasz) Unterwegs (Foto: Michael Turbiasz)

Unzählige Male hatten sie ihre Lieder gesungen und „20*C+M+B+10“, Christus Mansionem Benedicat, über zahllose Türen geschrieben. Doch das Ergebnis ihres Engagements konnte sich wahrlich sehen lassen: 9.500 Euro kamen bei der Sammlung zusammen, die für den Bau der „Bishop Murray Vor- und Grundschule“ in Nigeria bestimmt sind.

„Das war klasse“, freute sich der 10jährige Timo. „Uns haben ganz viele Leute Geld in die Büchse geworfen. Jetzt können wir den Kindern in Nigeria weiter helfen.“ Gemeindereferent Michael Turbiasz von der Domgemeinde und Pfarrerin Elisabeth Alpers-von Biela von der Blasiigemeinde freuen sich über den Einsatz der zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bei der ersten, gemeinsam organisierten Sternsingeraktion in Nordhausen: „Es ist prima, dass sich all die kleinen und großen Menschen für eine gerechte Welt einsetzen und damit ihren Beitrag zu einer tollen Aktion leisten.“ so Gemeindereferent Turbiasz.

Unterwegs (Foto: Michael Turbiasz) Unterwegs (Foto: Michael Turbiasz)

Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 52. Aktion Dreikönigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen auf das diesjährige Leitwort „Kinder finden neue Wege“ vorbereitet. Wie überall in Deutschland machten die Sternsinger mit ihrer Aktion deutlich, dass sich gerade Kinder in den so genannten Entwicklungsländern immer wieder neu auf den Weg machen müssen, um sich weiterzuentwickeln, für ihre Zukunft zu sorgen und damit ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. In vielen Teilen der Welt stehen den Mädchen und Jungen auch dank der Hilfe der Sternsinger neue Wege bei schulischer und beruflicher Ausbildung offen. Auch im Senegal, dem Beispielland der zurückliegenden Aktion, müssen sie dazu jedoch oft weite Wege vom Land in die Städte in Kauf nehmen.

Im Unterschied zu ihren Eltern haben die Kinder allerdings die Möglichkeit, überhaupt eine Schule zu besuchen, sorgen die Projektpartner der Sternsinger dafür, dass auch Mädchen und Jungen im westlichen Afrika neue Medien wie Computer und neue Kommunikationsformen wie Internet und E-Mail nutzen können. Weitere Projekte zum Schutz der Umwelt oder zum schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen wie Wasser und Brennholz sind ausschlaggebend dafür, dass die Kinder als Träger einer gesellschaftlichen Entwicklung neue Wege finden.

Unterwegs (Foto: Michael Turbiasz) Unterwegs (Foto: Michael Turbiasz)

Doch nicht nur die Kinder in den Projekten im Senegal werden vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland profitieren. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion entwickelt, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 2.700 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

Waisenkindern, Kindern mit Behinderungen, ehemaligen Kindersoldaten sowie hungernden, kranken und vernachlässigten Kindern wird mit den Sternsingerspenden geholfen. Rund um den Jahreswechsel waren in allen Teilen Deutschlands wieder geschätzt 500.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de