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Eine Schule mit Insektenhotel

Freitag, 15. Januar 2010, 16:28 Uhr
Die Grundschulen in Wipperdorf und Ilfeld sind heute als Umweltschule ausgezeichnet worden. Den Titel „Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21-Schule“ hat die Grundschule Wipperdorf zum neunten Mal, die Grundschule in Ilfeld zum runden 10. Mal erhalten...

Umweltguppe Ilfeld (Foto: J. Piper) Umweltguppe Ilfeld (Foto: J. Piper)

„Zu dieser Auszeichnung haben alle beigetragen, allen voran die Schüler, dann Eltern, Großeltern, Lehrer, Erzieher und unser Förderverein“, freute sich die Ilfelder Schulleiterin Gabriele Elster bei der Auszeichnungsveranstaltung mit den Schülern (siehe Foto). „Ihr habt euch in den letzten Jahren sehr angestrengt, um all dies zu erreichen und es ist etwas ganz Besonderes, das wir diese Auszeichnung schon zum 10. Mal bekommen. Viele Dinge haben sich in unserer Schule verändert und das durch euch Kinder, nicht immer nur durch die Erwachsenen.“

Susanne Mohr, Landeskoordinatorin für die Umweltschulen, und Angela Hoffmeister vom Schulamt in Worbis gratulierten den Grundschulen, die als einzige Schulen im Landkreis den Titel Umweltschule tragen. Mitgebracht haben sie nicht nur Fahne und Stempel mit dem Logo der Umweltschule, sondern auch eine nationale Urkunde, unterzeichnet von den Thüringer Ministern für Kultus und Landwirtschaft sowie der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung, und einer internationale Urkunde – denn das Programm „Eco-Schools“ gibt es weltweit. Über 20.000 Schulen in mehr als 40 Ländern beteiligen sich daran. In Thüringen sind im Schuljahr 2008/09 insgesamt 59 Schulen ausgezeichnet worden. In diesem Jahr feiert die Kampagne Umweltschulen in Thüringen selbst Jubiläum: sie wird 15 Jahre alt.

Durch viele Aktionen haben sich die beiden Grundschulen Wipperdorf und Ilfeld den Titel Jahr für Jahr neu verdient, denn sie binden das Thema Umwelt in den Unterricht, aber auch in zahlreiche Aktionen außerhalb der Schulstunden ein. In Ilfeld betreut die Hortleiterin Andrea Bubak beispielsweise eine Umweltgruppe, an der sich zwei bis drei Schüler aus jeder Klasse beteiligen. „Diese Schüler sorgen dafür, dass es bei uns immer ordentlich aussieht“, sagte Schulleiterin Gabriele Elster.

Stolz sind die Schüler und das ganze Kollegium nicht nur auf die Baumallee, in der sie mit Unterstützung des Forstamtes Bleicherode jedes Jahr den jeweiligen Baum des Jahres pflanzen oder ihr „grünes Klassenzimmer“, in dem die Kinder ganz praktisch Natur erfahren. „Viel zu tun gibt es auf unserem Schulgelände. So wurden die Turnhallenwände begrünt, eine Wetterstation errichtet, Nisthilfen für kleine Tiere und ein Insektenhotel angelegt“, berichtete Charlotte aus der Umweltgruppe. „In unserem Schulgarten findet man einen Teich, in dem im Sommer die Seerosen blühen, Libellen, Frösche und Fische sich wohl fühlen.

Man findet aber auch einen Tastpfad, ein Kräuterbeet sowie viele Gemüsearten aus alten Zeiten. Damit im Schulgarten immer alles wachsen kann, helfen unsere Eltern beim Schulgarteneinsatz.“ Ein großes Ereignis im vergangenen Jahr war das Waldfest, bei dem das Forstamt wieder mitgeholfen und den Kindern auf verschiedenen Pfaden durch den Wald Aufgaben gestellt hat. Auch für dieses Jahr haben sich die Schüler einiges vorgenommen. So wollen sie beispielsweise im Frühjahr Weidenhütten bauen.

Wer sich für das Programm interessiert und als Schule, sei es Grund- oder weiterführende Schule, mitmachen will, kann sich unter www.umweltschule.info näher informieren.
Autor: nnz

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