Neuer Vorstand gewählt
Donnerstag, 11. Februar 2010, 17:56 Uhr
Eine durchweg positive Bilanz der geleisteten Arbeit zog der Vorsitzende des Nordhäuser Geschichtsvereins auf der Jahreshauptversammlung am Dienstag für das vergangene Jahr. Nach der Entlastung der alten Vereinsspitze wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Die nnz mit Einzelheiten.
Besuch der Zuckerfabrik in Oldisleben (Foto: Hellberg)
Für weitere zwei Jahre erhielten Hans-Jürgen Grönke als Vorsitzender, Peter Pohl (Stellvertreter), Paul Lauerwald (Schriftführer); Rainer Hellberg (Öffentlichkeitsarbeit) und Lothar Dienemann als Schatzmeister erneut das Vertrauen der Mitglieder.
In seinem Rechenschaftsbericht führte der Vorsitzende den Anwesenden das an Aktivitäten reiche Vereinsleben des Jahres 2009 nochmals vor Augen. Doch zuvor gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute an ihre verstorbenen Mitglieder Tauchmann, Petters und Kauffeld.
Der Vorstand war auch im vergangenen Jahr bemüht, seinen Mitgliedern und interessierten Südharzern ein vielfältiges Vortrags- und Exkursionsprogramm anzubieten. Wir freuen uns über die rege Teilnahme und besonders über neue hinzu gekommene Mitglieder. Ein großer Dank gilt den Referenten und Exkursionsleitern, die ehrenamtlich ihre Kenntnisse und ihre Freizeit in die Vereinsarbeit einbringen, so Grönke.
Die Themenabende wurden im Januar 2009 mit dem Beitrag von Architekt Gerboth eingeleitet, der über das Projekt des zukünftigen Museums Flohburg referierte. Im März sprach Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer aus Nordhausen über den Sachsenspiegel aus dem Blickwinkel eines Landwirts. Symbole an Kirchen und Häusern erläuterte Herr Walther aus Sondershausen im April. Der Erfurter Peter Sokalla berichtete im Mai über die Ausgrabungsergebnisse an der Nikolaikirche und im Juni sprach Herr Kersting aus Gudersleben über den Steinkohlenbergbau um Sülzhayn. Den Abschluss des ersten Halbjahres beschlossen René Zschernig und Birk Scharn, die über die Sanierung des Heringer Schlosses referierten.
Im September schilderten Dr. Manfred Schröter und Holger Wengler im Tabakspeicher ihre Erlebnisse in der Wendezeit. Im Oktober erinnerten Paul Lauerwald, Jürgen Grönke und Peter Pohl an das Leben und Wirken einiger Nordhäuser Persönlichkeiten. Den Abschluss der Themenabende setzte Helmut Garleb aus Neustadt mit seinem Vortrag über die Geschichte des Leineweber-Pokals von Neustadt und zum Jahresausklang gab es im Tabakspeicher eine Weihnachtsfeier, bei der Fritz Reinboth über seinen Vater Walter sprach und Hans-Dieter Werther eine zünftige Feuerzangenbowle zelebrierte.
Autoexkursionen führten im Mai zum Rügegericht nach Thangmarsrode. Dieses Rechtsdenkmal mit der Ruine der Kirche des ehemaligen Dorfes war im Mittelalter der Ort, an dem die niedrige Gerichtsbarkeit abgehalten wurde. Von da aus führte der Weg nach Rittgerode zur Mühlenbesichtigung. Im Juni ging es mit den eigenen Autos in die Zuckerfabrik in Oldisleben und anschließend ins Schloss Kannawurf. Mit dem Zug fuhren die Mitglieder des Geschichtsvereins nach Magdeburg zur Ausstellung Aufbruch in die Gotik und eine Busexkursion führte die Teilnehmer zu den Großsteingräbern vor Helmstedt. Eine Stadtführung schloss sich an.
Mehrere Vereinsmitglieder stellten ihre neuesten Forschungen in verschiedenen Publikationen vor, so u .a. im Buch Nordhäuser Persönlichkeiten aus elf Jahrhunderten sowie in der 34. Ausgabe der Beiträge zur Heimatkunde in Stadt und Kreis Nordhausen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, beispielsweise dem Roßlaer, Neustädter, Sangerhäuser und Sondershäuser Geschichtsverein wurde gepflegt. Nordhäuser Mitglieder hielten dort Vorträge bzw. gestalteten Führungen. Mitglied ist der Geschichtsverein in den Fördervereinen Park Hohenrode und Straußberg.
Zum Abschluss gab der alte und neue Vorsitzende Hans-Jürgen Grönke noch einen Ausblick auf die Veranstaltungen für das laufende Jahr. So wird im März Prof. Dr. Karl Feldkirch aus Bremen über die Rolande in Deutschland sprechen, Friedemann Schwarz aus Hohegeiß referiert im April über Grenzziehung und Grenzeränderungen im Harzgebiet 1945, im Mai stellt Hans-Jürgen Schmidt aus Sondershausen den Kalibergbau im Südharz vor, im Juni spricht Klaus-Jürgen Fritz aus Halle über Höhlen und Altbergbau im Südharz, Ursula Rempel aus Wieda präsentiert im Juli die Produktion von Waldglas im Harz, Paul Lauerwald referiert im September über die Eisenbahn Nordhausen – Erfurt, Heinrich Ebeling aus Bad Sachsa hält im Oktober einen Vortrag über Bernwart von Hildesheim und der Nordhäuser Frank Lawrenz berichtet im November über Brunnen in Nordhausen. Des Weiteren stehen Autoexkursionen nach Walkenried, Quedlinburg und Wolfenbüttel sowie eine Busexkursion in Mansfelder Land auf dem Programm. Die Veranstaltungen werden in bewährter Weise in der nnz bekannt gegeben.
Autor: rh
Besuch der Zuckerfabrik in Oldisleben (Foto: Hellberg)
Für weitere zwei Jahre erhielten Hans-Jürgen Grönke als Vorsitzender, Peter Pohl (Stellvertreter), Paul Lauerwald (Schriftführer); Rainer Hellberg (Öffentlichkeitsarbeit) und Lothar Dienemann als Schatzmeister erneut das Vertrauen der Mitglieder.In seinem Rechenschaftsbericht führte der Vorsitzende den Anwesenden das an Aktivitäten reiche Vereinsleben des Jahres 2009 nochmals vor Augen. Doch zuvor gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute an ihre verstorbenen Mitglieder Tauchmann, Petters und Kauffeld.
Der Vorstand war auch im vergangenen Jahr bemüht, seinen Mitgliedern und interessierten Südharzern ein vielfältiges Vortrags- und Exkursionsprogramm anzubieten. Wir freuen uns über die rege Teilnahme und besonders über neue hinzu gekommene Mitglieder. Ein großer Dank gilt den Referenten und Exkursionsleitern, die ehrenamtlich ihre Kenntnisse und ihre Freizeit in die Vereinsarbeit einbringen, so Grönke.
Die Themenabende wurden im Januar 2009 mit dem Beitrag von Architekt Gerboth eingeleitet, der über das Projekt des zukünftigen Museums Flohburg referierte. Im März sprach Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer aus Nordhausen über den Sachsenspiegel aus dem Blickwinkel eines Landwirts. Symbole an Kirchen und Häusern erläuterte Herr Walther aus Sondershausen im April. Der Erfurter Peter Sokalla berichtete im Mai über die Ausgrabungsergebnisse an der Nikolaikirche und im Juni sprach Herr Kersting aus Gudersleben über den Steinkohlenbergbau um Sülzhayn. Den Abschluss des ersten Halbjahres beschlossen René Zschernig und Birk Scharn, die über die Sanierung des Heringer Schlosses referierten.
Im September schilderten Dr. Manfred Schröter und Holger Wengler im Tabakspeicher ihre Erlebnisse in der Wendezeit. Im Oktober erinnerten Paul Lauerwald, Jürgen Grönke und Peter Pohl an das Leben und Wirken einiger Nordhäuser Persönlichkeiten. Den Abschluss der Themenabende setzte Helmut Garleb aus Neustadt mit seinem Vortrag über die Geschichte des Leineweber-Pokals von Neustadt und zum Jahresausklang gab es im Tabakspeicher eine Weihnachtsfeier, bei der Fritz Reinboth über seinen Vater Walter sprach und Hans-Dieter Werther eine zünftige Feuerzangenbowle zelebrierte.
Autoexkursionen führten im Mai zum Rügegericht nach Thangmarsrode. Dieses Rechtsdenkmal mit der Ruine der Kirche des ehemaligen Dorfes war im Mittelalter der Ort, an dem die niedrige Gerichtsbarkeit abgehalten wurde. Von da aus führte der Weg nach Rittgerode zur Mühlenbesichtigung. Im Juni ging es mit den eigenen Autos in die Zuckerfabrik in Oldisleben und anschließend ins Schloss Kannawurf. Mit dem Zug fuhren die Mitglieder des Geschichtsvereins nach Magdeburg zur Ausstellung Aufbruch in die Gotik und eine Busexkursion führte die Teilnehmer zu den Großsteingräbern vor Helmstedt. Eine Stadtführung schloss sich an.
Mehrere Vereinsmitglieder stellten ihre neuesten Forschungen in verschiedenen Publikationen vor, so u .a. im Buch Nordhäuser Persönlichkeiten aus elf Jahrhunderten sowie in der 34. Ausgabe der Beiträge zur Heimatkunde in Stadt und Kreis Nordhausen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, beispielsweise dem Roßlaer, Neustädter, Sangerhäuser und Sondershäuser Geschichtsverein wurde gepflegt. Nordhäuser Mitglieder hielten dort Vorträge bzw. gestalteten Führungen. Mitglied ist der Geschichtsverein in den Fördervereinen Park Hohenrode und Straußberg.
Zum Abschluss gab der alte und neue Vorsitzende Hans-Jürgen Grönke noch einen Ausblick auf die Veranstaltungen für das laufende Jahr. So wird im März Prof. Dr. Karl Feldkirch aus Bremen über die Rolande in Deutschland sprechen, Friedemann Schwarz aus Hohegeiß referiert im April über Grenzziehung und Grenzeränderungen im Harzgebiet 1945, im Mai stellt Hans-Jürgen Schmidt aus Sondershausen den Kalibergbau im Südharz vor, im Juni spricht Klaus-Jürgen Fritz aus Halle über Höhlen und Altbergbau im Südharz, Ursula Rempel aus Wieda präsentiert im Juli die Produktion von Waldglas im Harz, Paul Lauerwald referiert im September über die Eisenbahn Nordhausen – Erfurt, Heinrich Ebeling aus Bad Sachsa hält im Oktober einen Vortrag über Bernwart von Hildesheim und der Nordhäuser Frank Lawrenz berichtet im November über Brunnen in Nordhausen. Des Weiteren stehen Autoexkursionen nach Walkenried, Quedlinburg und Wolfenbüttel sowie eine Busexkursion in Mansfelder Land auf dem Programm. Die Veranstaltungen werden in bewährter Weise in der nnz bekannt gegeben.
