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Möglichst wenig...

Freitag, 12. Februar 2010, 08:35 Uhr
Erneuter Schnee und immer noch Glatteis auf den Gehwegen bedeuten Rutschgefahr – ein erhöhtes Haftungsrisiko für Grundstücksbesitzer, die für die Sicherheit auf ihren Bürgersteigen verantwortlich sind. Kein Wunder, dass Streumittel zurzeit Hochkonjunktur haben. Umwelt- und Naturschützer warnen jedoch...


Streusalzhexe (Foto: M. Blankenstein) Streusalzhexe (Foto: M. Blankenstein)
Ein Harzer Anwohner erklärt seinen Mitbewohnern, welche Qual Streusalz z.B. für die Pfoten von Hunden darstellt

Die negativen Auswirkungen von Streusalz sind vielfältig: Das Salz gelangt über den Boden in die Pflanzen und verändert dort den Nähstoffhaushalt. Die Folgen zeigen sich oft erst im Frühjahr und Sommer, wenn salzgeschädigte Straßenbäume trotz ausreichender Niederschläge allmählich vertrocknen. Nicht nur Pflanzen leiden unter dem Salz.

Viele Tiere entzünden sich am Streusalz die Pfoten – für viele Hunde ist der Winter daher eine Qual. Außerdem kann das Salz zur Versalzung des Grundwassers beitragen. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz auch ökonomische Schäden wie die Korrosion an Brücken und Fahrzeugen.

Diese Probleme können vermieden werden: Die Naturschützer empfehlen daher Privathaushalten, Städten und Gemeinden die Verwendung von salzfreien, abstumpfenden Streumitteln wie Granulaten, Split, Sand oder Kies. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt (UBA) getestete Produkte. Das UBA hat für Streumittel, die bestimmte ökologische Anforderungen erfüllen, das Umweltzeichen „Der Blaue Engel – weil salzfrei“ vergeben.

Verantwortungsvolle Bürger und Bauamtsleiter sollten beim Kauf von Streugut auf das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ achten. Die Produkte sowie die Kriterien für die Vergabe des Umweltzeichens können unter
www.blauer-engel.de abgerufen werden. Eine umweltschonende Glättebekämpfung kann sogar die Geldbörse schonen: Das Streugut sollte zusammengekehrt und für den nächsten Einsatz aufbewahrt werden, raten die Harzer Naturschützer.
Autor: nnz

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