Grundzentrum gefordert
Montag, 15. Februar 2010, 07:01 Uhr
Am kommenden Mittwoch treffen sich in Sondershausen die Mitglieder des Planungs- und Strukturausschusses der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen.
Im Mittelpunkt der Beratung steht die Abwägung der Einwendungen zum Entwurf des Regionalplanes für die vier Nordthüringer Landkreise. Ein Thema, das den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz, Bernd Meyer, und alle Bürgermeister der Gemeinden interessiert, sind die zukünftigen zentralen Orte...
Damit gemeint ist eine Art der Klassifizierung in Oberzentren, Mittelzentren und Grundzentren. Während die Oberzentren und Mittelzentren durch den Landesentwicklungsplan festgeschrieben werden, werden im Regionalplan die Grundzentren beschlossen. Im Landkreis Nordhausen sind das nach dem jetzigen Stand der Dinge Ellrich, Bleicherode und Heringen. Dabei soll es auch bleiben.
Das kann nicht sein, dass wir als größte Verwaltungsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen völlig leer ausgehen, meint VG-Vorsitzender Meyer und verweist auf die Kriterien für ein Grundzentrum, die sowohl von Ilfeld als auch von Niedersachswerfen erfüllt werden. Mehr als 7.000 Einwohner im Versorgungsbereich, mindestens eine Gemeinde mit mehr als 2.000 Einwohnern, Banken, ein Bahnhof der Deutschen Bahn, Busbahnhof, HSB-Bahnhof, Grund- und Regelschule sowie die Bundesfachschule Klima- und Kältetechnik der Handwerkerinnung für ganz Deutschland, Dorfgemeinschaftshaus, Bibliothek, Arztpraxen, Apotheke oder Einkaufsmöglichkeiten – all das ist in Niedersachswerfen vorhanden, konstatiert Bernd Meyer.
Die Verwaltungsgemeinschaft hat sich für Niedersachswerfen als Grundzentrum ausgesprochen, da es hier einen Supermarkt und einen Baumarkt gibt, die selbst von Bürgern aus dem benachbarten Nordhausen oder aus Ellrich zum Einkaufen genutzt werden.
Bernd Meyer fordert insbesondere Landrat Joachim Claus als einen der drei Vertreter des Landkreises Nordhausen auf, sich für ein weiteres Grundzentrum im Landkreis Nordhausen einzusetzen, um damit konsequent den ländlichen Raum zu stärken. Was zum Beispiel für Ellrich möglich sein würde, das müsse auch für den Südharzer Raum möglich sein. Sollten die Anregungen aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz nicht beschlossen werden, dann würde es in den kommenden Jahren mit Förderungen seitens des Landes eher schlecht aussehen.
Fakt ist: Die Struktur der künftigen Förderungen wird sich nach der Struktur richten, die im dann aktuellen Regionalplan aufgeführt ist. Ein Ort, der nicht als Grundzentrum ausgewiesen ist, der wird bei der Genehmigung von Fördermitteln hintenan stehen.
Entscheidend ist das Votum der kreislichen Vertreter, allen voran Landrat Claus. Ohne Grundzentrum drängt er indirekt den Südharz, sich der Stadt Nordhausen anzuschließen, um die bisherige positive Entwicklung der Gemeinden fortsetzen zu können. Er würde damit seinem Landkreis den entscheidenden Dolchstoß versetzen, ist VG-Chef Bernd Meyer überzeugt.
Autor: nnzIm Mittelpunkt der Beratung steht die Abwägung der Einwendungen zum Entwurf des Regionalplanes für die vier Nordthüringer Landkreise. Ein Thema, das den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz, Bernd Meyer, und alle Bürgermeister der Gemeinden interessiert, sind die zukünftigen zentralen Orte...
Damit gemeint ist eine Art der Klassifizierung in Oberzentren, Mittelzentren und Grundzentren. Während die Oberzentren und Mittelzentren durch den Landesentwicklungsplan festgeschrieben werden, werden im Regionalplan die Grundzentren beschlossen. Im Landkreis Nordhausen sind das nach dem jetzigen Stand der Dinge Ellrich, Bleicherode und Heringen. Dabei soll es auch bleiben.
Das kann nicht sein, dass wir als größte Verwaltungsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen völlig leer ausgehen, meint VG-Vorsitzender Meyer und verweist auf die Kriterien für ein Grundzentrum, die sowohl von Ilfeld als auch von Niedersachswerfen erfüllt werden. Mehr als 7.000 Einwohner im Versorgungsbereich, mindestens eine Gemeinde mit mehr als 2.000 Einwohnern, Banken, ein Bahnhof der Deutschen Bahn, Busbahnhof, HSB-Bahnhof, Grund- und Regelschule sowie die Bundesfachschule Klima- und Kältetechnik der Handwerkerinnung für ganz Deutschland, Dorfgemeinschaftshaus, Bibliothek, Arztpraxen, Apotheke oder Einkaufsmöglichkeiten – all das ist in Niedersachswerfen vorhanden, konstatiert Bernd Meyer.
Die Verwaltungsgemeinschaft hat sich für Niedersachswerfen als Grundzentrum ausgesprochen, da es hier einen Supermarkt und einen Baumarkt gibt, die selbst von Bürgern aus dem benachbarten Nordhausen oder aus Ellrich zum Einkaufen genutzt werden.
Bernd Meyer fordert insbesondere Landrat Joachim Claus als einen der drei Vertreter des Landkreises Nordhausen auf, sich für ein weiteres Grundzentrum im Landkreis Nordhausen einzusetzen, um damit konsequent den ländlichen Raum zu stärken. Was zum Beispiel für Ellrich möglich sein würde, das müsse auch für den Südharzer Raum möglich sein. Sollten die Anregungen aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz nicht beschlossen werden, dann würde es in den kommenden Jahren mit Förderungen seitens des Landes eher schlecht aussehen.
Fakt ist: Die Struktur der künftigen Förderungen wird sich nach der Struktur richten, die im dann aktuellen Regionalplan aufgeführt ist. Ein Ort, der nicht als Grundzentrum ausgewiesen ist, der wird bei der Genehmigung von Fördermitteln hintenan stehen.
Entscheidend ist das Votum der kreislichen Vertreter, allen voran Landrat Claus. Ohne Grundzentrum drängt er indirekt den Südharz, sich der Stadt Nordhausen anzuschließen, um die bisherige positive Entwicklung der Gemeinden fortsetzen zu können. Er würde damit seinem Landkreis den entscheidenden Dolchstoß versetzen, ist VG-Chef Bernd Meyer überzeugt.
