nnz-Forum: Auch an Menschen denken
Dienstag, 18. Mai 2010, 07:01 Uhr
Dirk Erfurt ist der Vorsitzende des Harzklub Zweigverein Neustadt/Osterode und ist Erster Beigeordneter der Gemeinde Neustadt. In diesem Jahr tritt er als CDU-Kandidat zur Bürgermeisterwahl an. Anfang Mai nahm Dirk Erfurt an einer Wanderung des BUND teil...
Am 9. Mai hatte ich die Möglichkeit an einer ganz besonderen Wanderung in das Karstgebiet der Rüdigsdorfer Schweiz teilzunehmen. Der BUND hatte dazu aufgerufen und eingeladen Ziel war im Besonderen das Harzfelder- und Günzdorfer Holz sowie das Marktal.
Etwa 60 interessierte und engagierte Naturfreunde, darunter auch viele Harzklubmitglieder, trafen sich am Parklatz Neustadt, um mit dieser Protestwanderung gegen den geplanten Gipsabbau aufmerksam zu machen. Herr Rolf Richter aus Neustadt begrüßte die Anwesenden und informierte über die geplanten Ziele der Gipsindustrie zum Gipsabbau in der Region Neustadt und Harzungen.
Herr Richter machte auch deutlich, dass es dabei nicht gegen die Gipsindustrie, sondern gegen die geplanten Neuaufschlüsse hier vor Ort geht. Die Wanderung führte über den Stadtberg bis hin zum Günzdorfer Holz. Unterwegs gab Herr Richter viele geschichtliche Hinweise zu den ehemaligen Siedlungen Harzfeld und Günzdorf mit den noch sichtbar vorhandenen Mauerresten einer Kirche. Auch konnten uns Teilnehmern seltene Pflanzenarten in diesem ausgewiesenen FFH Schutzgebiet gezeigt werden.
Am Eingang des Marktales informierte Frau Blanke über das Vorhaben zum Abbau von Gips Untertage und die daraus resultierenden negativen Folgen für das gesamte Karstgebiet. Von hier aus sollen zwei unterirdische Stollen in das Gipskarstgebiert vorgetrieben werden. Der Abbau sowie die Ab- und Antransporte belästigen die Anwohner und Bürger von Harzungen und Neustadt nachhaltig und belasten die Lebensqualität der Menschen.
Dieses 9 km lange Teilstück des Karstgebietes, gelegen zwischen Alter Stolberg und Niedersachswerfen ist noch unberührt vom Gipsabbau. Die Mitglieder des Harzklub Zweigvereins Neustadt/Osterode e.V. werden sich mit mir als Vorsitzenden an der Spitze gegen eine Zerstörung dieser einmaligen Karstlandschaft einsetzen. Neuaufschlüsse, sogenannte Verritzungen, dürfen wie hier im Marktal geplant nicht zugelassen werden.
Die vorhandenen Baumbestände, die Pflanzen und Tiere wären vom Gipsabbau, egal ob Über- oder Untertage gefährdet. Eine gezielte und umweltverträgliche Holzwirtschaft ist dann in den betroffenen und vom Gipsabbau ausgehöhlten Waldgebieten nicht mehr möglich. Zwar ist die Verträglichkeit des Gipsabbaus mit der vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt inzwischen leider bestätigt, aber der Mensch wurde hier in seinem Lebensraum völlig außer Acht gelassen.
Immer noch leben Menschen in dieser einmaligen Landschaft, die es wert sind eine intakte Umwelt zu genießen und diese auch nächsten Generationen zu überlassen. Genauso verhält es sich mit dem aufstrebenden Tourismus der Region. Der staatlich anerkannte Luftkurort Neustadt wird als Grüne Lunge des Landkreises mit dem Beginn der Abbauarbeiten nicht mehr für Urlauber, Erholungssuchende und Tagesgäste interessant sein.
Die Gastronomie- und Hotelbetriebe mit den begleitenden Handwerksunternehmen werden unter dieser Entwicklung leiden. Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken ist es wichtig, dass sich Gemeinden, Bürger, Vereine gegen diese geplanten Neuaufschlüsse zur Wehr setzten. Bitte helfen Sie mit den Gipsabbau im Marktal, in Günzdorf und in der Region zu verhindern!
Dirk Erfurt, Neustadt
Am 9. Mai hatte ich die Möglichkeit an einer ganz besonderen Wanderung in das Karstgebiet der Rüdigsdorfer Schweiz teilzunehmen. Der BUND hatte dazu aufgerufen und eingeladen Ziel war im Besonderen das Harzfelder- und Günzdorfer Holz sowie das Marktal.
Etwa 60 interessierte und engagierte Naturfreunde, darunter auch viele Harzklubmitglieder, trafen sich am Parklatz Neustadt, um mit dieser Protestwanderung gegen den geplanten Gipsabbau aufmerksam zu machen. Herr Rolf Richter aus Neustadt begrüßte die Anwesenden und informierte über die geplanten Ziele der Gipsindustrie zum Gipsabbau in der Region Neustadt und Harzungen.
Herr Richter machte auch deutlich, dass es dabei nicht gegen die Gipsindustrie, sondern gegen die geplanten Neuaufschlüsse hier vor Ort geht. Die Wanderung führte über den Stadtberg bis hin zum Günzdorfer Holz. Unterwegs gab Herr Richter viele geschichtliche Hinweise zu den ehemaligen Siedlungen Harzfeld und Günzdorf mit den noch sichtbar vorhandenen Mauerresten einer Kirche. Auch konnten uns Teilnehmern seltene Pflanzenarten in diesem ausgewiesenen FFH Schutzgebiet gezeigt werden.
Am Eingang des Marktales informierte Frau Blanke über das Vorhaben zum Abbau von Gips Untertage und die daraus resultierenden negativen Folgen für das gesamte Karstgebiet. Von hier aus sollen zwei unterirdische Stollen in das Gipskarstgebiert vorgetrieben werden. Der Abbau sowie die Ab- und Antransporte belästigen die Anwohner und Bürger von Harzungen und Neustadt nachhaltig und belasten die Lebensqualität der Menschen.
Dieses 9 km lange Teilstück des Karstgebietes, gelegen zwischen Alter Stolberg und Niedersachswerfen ist noch unberührt vom Gipsabbau. Die Mitglieder des Harzklub Zweigvereins Neustadt/Osterode e.V. werden sich mit mir als Vorsitzenden an der Spitze gegen eine Zerstörung dieser einmaligen Karstlandschaft einsetzen. Neuaufschlüsse, sogenannte Verritzungen, dürfen wie hier im Marktal geplant nicht zugelassen werden.
Die vorhandenen Baumbestände, die Pflanzen und Tiere wären vom Gipsabbau, egal ob Über- oder Untertage gefährdet. Eine gezielte und umweltverträgliche Holzwirtschaft ist dann in den betroffenen und vom Gipsabbau ausgehöhlten Waldgebieten nicht mehr möglich. Zwar ist die Verträglichkeit des Gipsabbaus mit der vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt inzwischen leider bestätigt, aber der Mensch wurde hier in seinem Lebensraum völlig außer Acht gelassen.
Immer noch leben Menschen in dieser einmaligen Landschaft, die es wert sind eine intakte Umwelt zu genießen und diese auch nächsten Generationen zu überlassen. Genauso verhält es sich mit dem aufstrebenden Tourismus der Region. Der staatlich anerkannte Luftkurort Neustadt wird als Grüne Lunge des Landkreises mit dem Beginn der Abbauarbeiten nicht mehr für Urlauber, Erholungssuchende und Tagesgäste interessant sein.
Die Gastronomie- und Hotelbetriebe mit den begleitenden Handwerksunternehmen werden unter dieser Entwicklung leiden. Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken ist es wichtig, dass sich Gemeinden, Bürger, Vereine gegen diese geplanten Neuaufschlüsse zur Wehr setzten. Bitte helfen Sie mit den Gipsabbau im Marktal, in Günzdorf und in der Region zu verhindern!
Dirk Erfurt, Neustadt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
