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Minister am Weinberg

Mittwoch, 28. Juli 2010, 19:48 Uhr
Heute hielt sich der Thüringer Innenminister Prof. Peter Huber (CDU) zu einem Arbeitsbesuch in der Fachhochschule Nordhausen auf. Ziel des Besuches waren Gespräche zu Kooperationsmöglichkeiten bei der Fortbildung im öffentlichen Dienst und eine Präsentation der FH zum Studiengang „Public Management“.

Minister am Weinberg (Foto: CDU Nordhausen) Minister am Weinberg (Foto: CDU Nordhausen)

Begleitet wurde er unter anderen vom CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Klaus Zeh. Der Präsident der Nordhäuser Hochschule, Prof. Jörg Wagner, erläuterte dem Innenminister und dem Abgeordneten insbesondere die Ausrichtung des Studienganges zur Befähigung der Absolventen für die öffentliche Verwaltung. Mit dem Abschluss eines „Bachelor of Arts (B.A.)“ (Bakkalaureus) erlangen die Absolventen nach sieben Semestern auch die Laufbahnbefähigung zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst.

Mit dem Abschluss „Master of Arts (M.A.)“ (Magister) wird den Absolventen zugleich der Zugang zum höheren Dienst und zur Promotion eröffnet. Leider sei das Thüringer Laufbahnrecht, das die Vorbereitungszeit nur mit einem Referendariat vorschreibt, noch nicht offen für diese Absolventen. Er regte eine entsprechende Änderung in einer Dienstrechtsnovelle an. Mit den Kommunen gäbe es diesbezüglich viele gute Kontakte. Es haben viele der Absolventen gerade in Thüringer Kommunen gute Arbeitsplätze gefunden. Vor allem läge den Nordhäusern sehr viel an einer engeren Kooperation mit der landeseigenen Thüringer Fachhochschule für Verwaltung in Gotha.

Der Thüringer Innenminister zeigte sich sehr beeindruckt von der Leistungsfähigkeit und der Modernität des Ausbildungsganges. Die von Prof. Zahradnik vorgetragenen Inhalte und organisatorischen Abläufe der Ausbildung seien vergleichbar mit anderen renommierten Hochschulen. Dies zeige sich insbesondere in dem Bereich der Rechtswissenschaften, die 36% der Ausbildungszeit in Anspruch nähmen. Er sagte zu, dass er bei der Reorganisation der Fortbildung des öffentlichen Dienstes des Freistaates Thüringen sehr ernsthaft die Möglichkeiten einer stärkeren Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordhausen ausloten würde.

Der Landtagsabgeordnete Dr. Zeh erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der Landesgesetzgeber eine stärkere Ausgliederung der landesinternen Ausbildung für den öffentlichen Dienst in die Hochschulen und Universitäten im Blick hatte. Die Fachhochschule Nordhausen sollte dabei mit dem Studiengang „Public Management“ für Thüringen einen besonderen Stellenwert erhalten. Dies gelte insbesondere für den Verwaltungsbereich und den Finanzsektor und weniger für die Polizeiausbildung. Er sprach sich für eine Änderung des Thüringer Laufbahnrechtes aus, das die Möglichkeiten der Einstellung von Absolventen wie bei Bundesbehörden möglich sein sollten.

„Damit können wir wenigstens Chancengleichheit zwischen den Absolventen aus Gotha und Nordhausen bei der Einstellung in den Öffentlichen Dienst des Freistaates Thüringen erreichen“ sagte Zeh abschließend.
Autor: nnz

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