Erster Gast im Mammobil
Montag, 02. August 2010, 09:25 Uhr
Punkt 8 Uhr hat das Team des Mammobil die Untersuchungen in Nordhausen begonnen: Elke Röttig war die erste Frau, die die kostenfreie Brustkrebsfürsorge in der mobilen Mammographie-Station machen ließ. Sie kam mit dem Fahrrad von Ilfeld nach Nordhausen...
Melanie Vollmering begrüßt Elke Röttig mit einem Blumenstrauß
Die MTRA Melanie Vollmering und Marzena Maria Mula-Ciesiolka sowie Screening-Mannagerin Nicole Barthel begrüßten die Ilfelderin mit einem Blumenstrauß. Elke Röttig ist eine von rund 10.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die in den kommenden vier Monaten zu einer Mammographie ins Mammobil auf dem Nordhäuser Bahnhofsvorplatz eingeladen werden.
Brustkrebs ist bei Frauen nach wie vor die Krebserkrankung, die am häufigsten vorkommt. Mehr als jede vierte krebserkrankte Frau hat Brustkrebs und mehr als jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Obwohl eine frühe Erkennung einer, wenn nicht gar der wichtigste Schlüsselfaktor für eine Heilung ist, nutzen nur 30 bis 40 Prozent aller Frauen die regelmäßige Vorsorge des Frauenarztes. Eine noch detailliertere Untersuchung ist die Mammographie.
Das Mammographie-Screening ist ein bundesweites gesetzliches Programm der Bundesregierung, finanziert von allen gesetzlichen und privaten Kassen. Eingeladen werden Frauen zwischen 50 bis 69 Jahren. Der Grund für diese Altersfestlegung: Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind über 50 Jahre alt, wenn sie an Brustkrebs erkranken. In dieser Altersgruppe ist außerdem das Drüsengewebe aufgelockert, weshalb es sich besonders gut für die Mammographie als Früherkennungsuntersuchung eignet. Für die Frauen entstehen keine Kosten, auch die Praxisgebühr entfällt. Die Frauenärzte und Hausärzte des Landkreises Nordhausen sind genauestens über das Programm informiert.
Das Mammographie-Screening-Programm ersetzt die Krebsvorsorge beim Frauenarzt ausdrücklich nicht, gibt den niedergelassenen Ärzten aber wertvolle Hinweise auf Brustkrebs, bevor dieser überhaupt tastbar ist. Wenn die Frauen dies wünschen, werden die Frauen- und Hausärzte daher über das Ergebnis der Untersuchung informiert und bleiben weiterhin in der Betreuung der Ärzte ihres Vertrauens, betont der Programmverantwortliche Arzt des Mammographie-Screening-Programms Thüringen Nord-West, der Radiologie Dr. med. Jörg Buse.
Screening-Mannagerin Nicole Barthel, MTRA Melanie Vollmering und Marzena Maria Mula-Ciesiolka und Elke Röttig vor dem Mammobil
Die teilnahmeberechtigten Frauen erhalten ein Einladungsschreiben per Post ins Mammobil. Der vorgeschlagene Termin lässt sich problemlos über eine Hotline ändern. Der Unterschied zur Mammographie im Mammobil zu einer Mammographie beispielsweise beim niedergelassenen Arzt: Hier sind alle Frauen im entsprechenden Alter zur kostenfreien Untersuchung eingeladen, sonst muss ein Verdacht oder ein anderer Grund vorliegen, beispielsweise eine familiäre Vorgeschichte.
Die Untersuchungsgeräte werden jeden Morgen einer genauen technischen Prüfung unterzogen, die Testwerte werden nach München geschickt und erst bei Freigabe setzen wir das Gerät ein. Wir erfüllen damit sehr hohe Qualitätsstandards, sagt Nicole Barthel, Managerin für das Mammographie Screening Thüringen Nord-West. Die Ergebnisse der Untersuchung werden von mindestens zwei qualifizierten Ärzten unabhängig voneinander begutachtet, gegebenenfalls kommt ein dritter ärztlicher Gutachter dazu. Bei einem verdächtigen Befund werden die Frauen zu weiteren ärztlichen Untersuchungen wie Abtasten und Ultraschall eingeladen. Gerade bei Brustkrebs ist es wichtig, ihn früh zu erkennen. Dann ist er sehr viel häufiger heilbar und ermöglicht deutlich schonendere Therapiemöglichkeiten.
Das Mammobil wird nun alle zwei Jahre in Nordhausen Station machen, denn in diesem zeitlichen Abstand wird eine Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung empfohlen. Am Donnerstag, 5. August können sich alle Interessierten ab 19 Uhr im Bürgersaal der Stadt Nordhausen über das Mammographie-Screening-Programm informieren. Hier wird der Dr. med. Jörg Buse für Fragen zur Verfügung stehen. Dieser apelliert an die teilnahmeberechtigten Frauen: "Nutzen Sie diese Chance der Brustkrebs-Früherkennung, denn rechtzeitige Entdeckung von Brustkrebs rettet Leben."
Außerdem lädt das Mammobil-Team zu einem Tag der offenen Tür an diesem Samstag, 7. August auf den Bahnhofsplatz ein. Weitere Informationen gibt es auch online unter www.screening-thueringen-nordwest.de.
Autor: nnzMelanie Vollmering begrüßt Elke Röttig mit einem Blumenstrauß
Die MTRA Melanie Vollmering und Marzena Maria Mula-Ciesiolka sowie Screening-Mannagerin Nicole Barthel begrüßten die Ilfelderin mit einem Blumenstrauß. Elke Röttig ist eine von rund 10.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die in den kommenden vier Monaten zu einer Mammographie ins Mammobil auf dem Nordhäuser Bahnhofsvorplatz eingeladen werden.
Brustkrebs ist bei Frauen nach wie vor die Krebserkrankung, die am häufigsten vorkommt. Mehr als jede vierte krebserkrankte Frau hat Brustkrebs und mehr als jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Obwohl eine frühe Erkennung einer, wenn nicht gar der wichtigste Schlüsselfaktor für eine Heilung ist, nutzen nur 30 bis 40 Prozent aller Frauen die regelmäßige Vorsorge des Frauenarztes. Eine noch detailliertere Untersuchung ist die Mammographie.
Das Mammographie-Screening ist ein bundesweites gesetzliches Programm der Bundesregierung, finanziert von allen gesetzlichen und privaten Kassen. Eingeladen werden Frauen zwischen 50 bis 69 Jahren. Der Grund für diese Altersfestlegung: Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind über 50 Jahre alt, wenn sie an Brustkrebs erkranken. In dieser Altersgruppe ist außerdem das Drüsengewebe aufgelockert, weshalb es sich besonders gut für die Mammographie als Früherkennungsuntersuchung eignet. Für die Frauen entstehen keine Kosten, auch die Praxisgebühr entfällt. Die Frauenärzte und Hausärzte des Landkreises Nordhausen sind genauestens über das Programm informiert.
Das Mammographie-Screening-Programm ersetzt die Krebsvorsorge beim Frauenarzt ausdrücklich nicht, gibt den niedergelassenen Ärzten aber wertvolle Hinweise auf Brustkrebs, bevor dieser überhaupt tastbar ist. Wenn die Frauen dies wünschen, werden die Frauen- und Hausärzte daher über das Ergebnis der Untersuchung informiert und bleiben weiterhin in der Betreuung der Ärzte ihres Vertrauens, betont der Programmverantwortliche Arzt des Mammographie-Screening-Programms Thüringen Nord-West, der Radiologie Dr. med. Jörg Buse.
Screening-Mannagerin Nicole Barthel, MTRA Melanie Vollmering und Marzena Maria Mula-Ciesiolka und Elke Röttig vor dem Mammobil
Die teilnahmeberechtigten Frauen erhalten ein Einladungsschreiben per Post ins Mammobil. Der vorgeschlagene Termin lässt sich problemlos über eine Hotline ändern. Der Unterschied zur Mammographie im Mammobil zu einer Mammographie beispielsweise beim niedergelassenen Arzt: Hier sind alle Frauen im entsprechenden Alter zur kostenfreien Untersuchung eingeladen, sonst muss ein Verdacht oder ein anderer Grund vorliegen, beispielsweise eine familiäre Vorgeschichte.
Die Untersuchungsgeräte werden jeden Morgen einer genauen technischen Prüfung unterzogen, die Testwerte werden nach München geschickt und erst bei Freigabe setzen wir das Gerät ein. Wir erfüllen damit sehr hohe Qualitätsstandards, sagt Nicole Barthel, Managerin für das Mammographie Screening Thüringen Nord-West. Die Ergebnisse der Untersuchung werden von mindestens zwei qualifizierten Ärzten unabhängig voneinander begutachtet, gegebenenfalls kommt ein dritter ärztlicher Gutachter dazu. Bei einem verdächtigen Befund werden die Frauen zu weiteren ärztlichen Untersuchungen wie Abtasten und Ultraschall eingeladen. Gerade bei Brustkrebs ist es wichtig, ihn früh zu erkennen. Dann ist er sehr viel häufiger heilbar und ermöglicht deutlich schonendere Therapiemöglichkeiten.
Das Mammobil wird nun alle zwei Jahre in Nordhausen Station machen, denn in diesem zeitlichen Abstand wird eine Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung empfohlen. Am Donnerstag, 5. August können sich alle Interessierten ab 19 Uhr im Bürgersaal der Stadt Nordhausen über das Mammographie-Screening-Programm informieren. Hier wird der Dr. med. Jörg Buse für Fragen zur Verfügung stehen. Dieser apelliert an die teilnahmeberechtigten Frauen: "Nutzen Sie diese Chance der Brustkrebs-Früherkennung, denn rechtzeitige Entdeckung von Brustkrebs rettet Leben."
Außerdem lädt das Mammobil-Team zu einem Tag der offenen Tür an diesem Samstag, 7. August auf den Bahnhofsplatz ein. Weitere Informationen gibt es auch online unter www.screening-thueringen-nordwest.de.


