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Blindgänger suchen

Mittwoch, 11. August 2010, 15:50 Uhr
Auf mögliche Bombenblindgänger untersuchen derzeit Spezialisten für die Beseitigung von Kampfmitteln das Gelände für den Anbau des künftigen stadthistorischen Museums „Flohburg“ an der Blasiistraße in der Nordhäuser Altstadt. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz...

Bohren an der Flohburg (Foto: psv) Bohren an der Flohburg (Foto: psv)
Für das Spezial-Untersuchungsverfahren werden derzeit an der „Flohburg“ die Löcher in die Erde getrieben

Zum Einsatz kommt dabei ein besonderes Verfahren, die so genannte Bohrlochsondierung. Mit einem speziellen Bohrer werden dabei in regelmäßigen Abständen Löcher in die Erde getrieben, die eine Tiefe von bis zu fünf Metern erreichen. Anschließend wird in das jeweilige Loch eine Sonde eingelassen, die den Boden mit Hilfe von Magnetwellen auf Metall hin untersucht. Zwei Spulen senden dabei Magnetwelllen aus, deren Echo dann auf metallische Gegenstände im Boden aufmerksam macht.

Die üblichen Oberflächendetektoren können nicht zum Einsatz kommen, da sie die Oberfläche nur bis zu einer Tiefe von 50 Zentimetern sondieren können. Eine tiefere Untersuchung ist bei der „Flohburg“ allerdings nötig, da zum einen für den künftigen Anbau tief in die Erde reichende Stahlträger verwendet werden, und da zum anderen die unmittelbare Oberfläche des Baugrunds von zahlreichen Metallgegenständen und Bauschuttresten durchsetzt ist, die zu übermäßigen Fehlmeldungen des Detektoren führen könnten.
Autor: nnz

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