nnz-online

Konzept für Spielplatz

Mittwoch, 25. August 2010, 16:52 Uhr
Was gibt es in Nordhausen nicht schon alles für Konzepte. Einige sind auch umgesetzt. Jetzt soll ein weiteres für die Kleinsten dazukommen...


„Auf Anregung des Stadtrats hin entwickelt die Stadtverwaltung Nordhausen jetzt ein Konzept zur weiteren Entwicklung der Kinderspielplätze und Freizeitanlagen für Jugendliche. Im Amt für Umwelt und Grünordnung wurde jetzt die Aufgabenstellung für die Entwickler des Konzepts ausgearbeitet, nachdem diese mit dem zuständigen Ausschuss des Stadtrats abgestimmt wurde“, kündigte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) an.

Im Prozess der Erstellung des Konzepts würden auch die Kinder selbst über die Schülervertretungen einbezogen als auch die freien Träger der Jugendarbeit. „Und für die Beratung mit diesen Gruppen werden wir uns richtig viel Zeit nehmen“, so Frau Rinke weiter. Basis für das Spielplatz-Entwicklungspapier sei das integrierte Stadtentwicklungskonzept bis zum Jahr 2020.

„Diese Spielplatz-Konzeption soll die Familienfreundlichkeit Nordhausens stärken, denn wir wissen, dass insbesondere die Kinderfreundlichkeit einer Stadt ein wesentlicher Faktor ist, um eine Kommune insbesondere für junge Familien ansprechend zu entwickeln“, so Frau Rinke weiter. „Auch für die Mitarbeiter eines Unternehmens ist es wichtig, ob sich die Kinder hier wohlfühlen oder nicht. Das fängt beim Angebot von Kindergärten und Schulen an und endet letztlich auch bei den Spielplätzen. Insofern geht es hierbei auch im weitesten Sinn um Standortfaktoren. Allerdings steht im Vordergrund, dass unsere Jüngsten ordentliche Spielmöglichkeiten haben“, so Frau Rinke weiter. Deshalb sei es wichtig, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln, um vor allem die knappen Finanzmittel effizient einzusetzen und dabei eine abwechslungsreiche Spielkultur zu schaffen.

Zurzeit unterhält die Stadtverwaltung 25 Spielplätze und 5 Bolzplätze für verschiedene Altersgruppen. Andere Träger, wie die Wohnungsbaugenossenschaft „Südharz“ und die Städtische Wohnungsbaugesellschaft, betreiben in den Wohngebieten ca. 50 kleine Spielgelegenheiten für Kinder bis 6 Jahre. Auch Schulen, Kindergärten und die Neue Mitte GmbH bieten Kinderspielplätze an, die jedoch festgesetzten Öffnungszeiten unterliegen.

„Im Rahmen des Konzeptes sind die vorhandenen Spiel- und Freizeitanlagen und ihre Einordnung im gesamtstädtischen Kontext - Kernstadt und Ortsteile - zu untersuchen und mit den Zielen des Stadtentwicklungskonzeptes 2020 abzustimmen. Darauf aufbauend soll ein Handlungsrahmen für die nächsten 15 Jahre definiert werden“, sagte Steffen Meyer, Leiter des städtischen Umweltamtes. „Sowohl bei der Analyse als auch bei der Planung für die Zukunft wird der demographische Wandel berücksichtigt. Dabei spielen auch die Einwohnerzahlen eine Rolle die für die nächsten 15 Jahre prognostiziert werden.“ Ebenfalls grundlegend zu untersuchen seien die vorhandenen Spielplätze auf ihre Lage, Qualität und Zielgruppe. Darüber hinaus solle es eine stadtteil- bzw. ortsteilscharfe Untersuchung geben zur generellen Versorgung mit Spielmöglichkeiten und zu eventuellen Defiziten oder Überkapazitäten.

Bei der anschließenden detaillierten Betrachtung der Spielplätze in Trägerschaft der Stadt Nordhausen werde geprüft, in welchem Verhältnis Unterhaltungs- bzw. Investitionsaufwand zum Nutzen des Spielplatzes für das Quartier stehe.

„Im Anschluss an die Analyse erwarten wir vom zu erstellenden Konzept einen konkreten Maßnahmeplan für jene Spiel- und Freizeitanlagen in Trägerschaft der Stadt. Wir wollen wissen, wo die existierenden ergänzt bzw. neu ausgerichtet werden müssen. Wir wollen ebenfalls erfahren, wie groß erforderliche neue Freizeitanlagen in derzeit unterversorgten Wohnquartieren sein müssen und welchen inhaltlichen Schwerpunkt sie haben sollten“, sagte Frau Rinke. Letztlich wolle man auch erfahren, wo generationenübergreifende Fitness- bzw. Bewegungsangebote integriert werden könnten.

Nach einer Grobkostenschätzung sei es weiterhin Aufgabe des Konzepts, Fördermittelprogramme und alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu ermitteln, um so schnell wie möglich eine zukunftsorientierte und nachhaltige Spielplatzkonzeption umzusetzen. Zu Beginn des kommenden Jahres solle die Konzeption fertig sein.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de