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Auftakt in ein gemeinschaftliches Schuljahr

Mittwoch, 25. August 2010, 17:24 Uhr
Heute Nachmittag haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises SchuleWirtschaft zur Planung des aktuellen Schuljahres getroffen. Auch in diesem Schuljahr wollen Schulen und Unternehmen zusammenarbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin...

Arbeitskreis (Foto: J. Piper) Arbeitskreis (Foto: J. Piper)

Man will gemeinsam junge Menschen kompetent und umfassend auf das Ausbildungs- und Berufsleben vorbereiten. Fehlorientierungen und Brüche im Lebenslauf sollen so vermieden werden. Außerdem wollen sie dem Fachkräftemangel entgegen wirken. An dem Auftakt nahmen Vertreter verschiedener Unternehmen wie beispielsweise die Kreissparkasse Nordhausen, Salon Annett oder THIMM sowie weiterführende und Berufsschulen und Institutionen der IHK, der Agentur für Arbeit, des Schulamtes und die Wirtschaftjunioren, teil.

In der Diskussion wurde die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit schnell deutlich. „Wir spüren schon jetzt den demographischen Wandel bei den Bewerberzahlen“, sagte beispielsweise Petra Puls vom Verpackungsspezialisten THIMM. Gerade bei „unbeliebten“ Berufen sei es schwierig, qualifizierte Bewerber zu finden – wie beim Verpackungsmechaniker, der mehr beinhalte als „Pappe knicken“, so Petra Puls. „Deshalb wollen wir unsere Berufsbilder in die Schulen tragen und zeigen, wie viel man da erreichen kann. Mein Chef hat auch mal als Verpackungsmechaniker angefangen.“

Die Mitglieder des Arbeitskreises haben heute die anstehenden Veranstaltungen im Laufe des Schuljahres besprochen. Im Bereich der Schulbildung gilt es, den Bezug zur realen Arbeits- und Berufswelt in Methodik und Didaktik zu wahren. Der Arbeitskreis SchuleWirtschaft bietet den Lehrkräften praxisnahe Informationen und Einblicke in die Berufswelt, die sie an die Schüler weiter vermitteln können. So wird beispielsweise über die Möglichkeit von Lehrerpraktika infomiert, damit die Lehrer selbst den betrieblichen Alltag in der Praxis kennen lernen. Daneben bietet der Unternehmer- und Fachkräfteservice (UFaS) eine Informationsveranstaltung für Lehrer zum Thema Fachkräftesicherung an und stellt dabei vor, welche Berufrichtungen zukünftig besonders gefragt sind.

Die Schüler stehen selbstverständlich im Mittelpunkt des Arbeitskreises. Um ein realistisches Bild der Arbeitswelt zu gewinnen und bewusst eine Berufswahl zu treffen, organisiert der Arbeitskreis u. a. Betriebsbesichtigungen. Den Anfang macht am 30. September das Landratsamt, 2011 wird THIMM durch seine Produktionsanlagen führen. Die jungen Menschen können so frühzeitig Kontakte zur Wirtschaft und auch zu Menschen in den Unternehmen knüpfen, die auch Vorbildfunktion entfalten können.

Beim heutigen Treffen des Arbeitskreises lernten die Mitglieder außerdem mehrere Projekte kennen, die den praktischen Bezug des Unterrichts erweitern. Dazu zählt „Wissen wie´s geht”, das im Rahmen des Regionalbudgets Schülern zu Projekttagen die Themengebiete Demokratie und regenerative Energietechnik näher bringen. bis 2012 kostenlos. Ein weiteres Projekt ist Kurs 21 des Bildungswerks der Thüringer Wirtschaft e.V., bei dem Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben angestrebt werden. Beispielsweise kann ein betrieblicher Vertreter in den Unterricht kommen und von seinen Erfahrungen zu Bewerbungen berichten.

Schüler sollen dabei möglichst früh in die Wirtschaftswelt reinschnuppern. Dieses Projekt verfolgt damit ein ähnliches Ziel wie der Arbeitskreis SchuleWirtschaft: Als Plattform zum Erfahrungsaustausch soll die Kooperation den Übergang von Schule zu Ausbildung bzw. Beruf ebnen und den Fachkräftenachwuchs in der Region halten.
Autor: nnz

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