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Auf dem Weg zum Energiepark

Donnerstag, 02. September 2010, 15:35 Uhr
Aus dem privaten Gewerbegebiet Uthleber Weg in Nordhausen soll ein Energiepark werden. Das ist die Vision vom Geschäftsführer der TiRo Neu GmbH, Niels Neu. Ein Teil davon ist bereits Realität...

Auf dem Sonnendach (Foto: TiRo Neu) Auf dem Sonnendach (Foto: TiRo Neu)
Auf dem Sonnendach des Domäne-Marktes

“Wir haben dank einer Diplomarbeit eines ehemaligen Studenten der Nordhäuser Fachhochschule ein Konzept in der Hand, wie wir für die jetzigen und künftigen Mieter im Gewerbegebiet die notwendige Energie noch effizienter nutzen und einsetzen können”, so Niels Neu.

Die Diplomarbeit hat Marco Mertl geschrieben. Dazu hatte der Student für das gesamte Gewerbegebiet, den Energieverbrauch aller ansässigen Unternehmen analysiert, den von zehn Unternehmen weiter konkretisiert und daraus das jetzt vorliegende Konzept mit einem Mix aus verschiedenen Energiegewinnungen erarbeitet. Das wiederum wird in seiner Realisierung dem Gewerbegebiet am Uthleber Weg in Nordhausen deutliche Vorteile gegenüber anderen Standorten bringen.

Auf dem Sonnendach (Foto: TiRo Neu) Auf dem Sonnendach (Foto: TiRo Neu)

Neben dem Forschungsprojekt der schwimmenden Fotovoltaik-Anlage auf dem Sundhäuser See ist mit der Installation einer Fotovoltaikanlage im Juni dieses Jahres auf dem Dach des des POCO-Domäne-Marktes ein weiterer Schritt getan. Die SRU-Solar AG aus Berga hat auf einer Dachfläche von rund 6.400 Quadratmeter etwa 2.500 kristalline Module installiert. Mit der daraus resultierenden Modulfläche von 3.000 Quadratmeter können jährlich 410.000 Kilowattstunden in das Netz der Energieversorgung Nordhausen eingespeist werden. Das entspricht dem jährlichen Elektroenergieverbrauch von mehr als 200 Einfamilienhäusern und entlastet die Umwelt von 238 Tonnen Kohlendioxid jährlich.

Neben der Fachhochschule Nordhausen und dem Unternehmen aus Sachsen-Anhalt kann Niels Neu mit der Kreissparkasse Nordhausen auf einen lokalen und kompetenten Finanzier von Investitionen im Bereich der regenerativen Energien zurückgreifen. Bei einem Vorort-Termin sagte Kreissparkassenvorstand Wolfgang Asche, dass das Nordhäuser Geldhaus sehr frühzeitig die Bedeutung alternativer Energien erkannt habe. Und nicht zuletzt habe man auf einem eigenen Gebäude (ehemaliges City-Hotel) selbst eine Fotovoltaikanlage errichtet. Mittlerweile seien Kredite in Höhe von 15 Millionen Euro in diesen Bereich vergeben worden.

Der Präsident der Fachhochschule Nordhausen, Prof. Jörg Wagner, lobte die Zusammenarbeit mit der TiRo Neu GmbH. Hier könne nicht nur Anwendungsforschung betrieben werden, hier gebe es auch verlässliche Partner aus der regionalen Wirtschaft, die Studenten interessante und praxisnahe Möglichkeiten für ihre wissenschaftlichen Arbeiten biete.

“Die Voraussetzung, dass die Vision von einem Energiepark aufgeht, ist die bestehende Vernetzung der angesiedelten Unternehmen des Gewerbegebietes. Von einem effizienteren Einsatz von Energie können alle nur profitieren: die ansässigen und neu zu gewinnenden Unternehmen, der Umweltschutz und auch wir als Firma TiRo”, so Neu abschließend.
Autor: nnz

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