nnz-Forum: Netzwerke immer noch aktiv?
Mittwoch, 08. September 2010, 07:02 Uhr
In seiner Begrüßungsrede zur Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftzung sprach Dr. Klaus Zeh davon, dass Frau Klier den Politikern einen Spiegel vorhalte. Er betonte, dass so etwas in der heutigen Zeit sehr wichtig ist. Herr Zeh hat darin meine volle Unterstützung, meint ein Leser der nnz im Forum...
Ich glaube aber, viele seiner Kollegen aus der Politik sehen das ganz anders, besonders die Damen und Herren von der Partei DIE LINKE. Bekannte Nordhäuser politische Persönlichkeiten sind mir bei der Veranstaltung nicht aufgefallen. Gerade hier hätte die Linkspartei doch beweisen können, was von dem, was Frau Klier vorgetragen hat, stimmt und was nicht. Aber dazu fühlte sich wohl niemand berufen? Man geht lieber mit populistischen Sprüchen an die Öffentlichkeit.
Viele unserer Bürger glauben, sie sind die Stasi und ihre Schergen durch die Wende losgeworden. Aber das ist ein großer Irrtum! Frau Klier machte sehr deutlich, dass es noch immer die Netzwerke der Stasi gibt. Viele der ehemaligen Stasimitarbeiter, Parteisekretäre oder andere ehemalige Staatsdiener sind z.B. beim Arbeitsamt untergekommen. Diese Position versetzte sie in die Lage, ihre Familienangehörigen, Verwandten, Bekannten und vor allem ihre ehemaligen Genossen mit den besten Posten zu versorgen.
Dieses brachte auch ein Teilnehmer der Veranstaltung zum Ausdruck. Er berichtete davon, dass er beim Besuch des Arbeitsamts auf die Parteisekretärin seines Betriebes getroffen ist – sie war dort als Beraterin tätig. Es wurde auch darauf hingewiesen, sich mal die Festangestellten der in Nordhausen ansässigen sozialen Vereine anzusehen. Dort könne man die seltsamsten Verbindungen – um nicht zu sagen Seilschaften – oder Vetternwirtschaften feststellen.
Diese Stasi-Netzwerke unterwandern die Stadträte, Kreistage, Landtage und sogar vor dem Bundestag machen sie nicht halt. Dies gilt für alle Parteien. Mittlerweile ist es schon so weit, dass die Netzwerker ihre Kinder in Schlüsselpositionen unterbringen. Zur Sprache kam auch die Verlängerung der Stasiüberprüfung bis zum Jahr 2019, welches viele Teilnehmer begrüßten – so war jedenfalls mein Empfinden. Den Ostpolitikern stößt das natürlich mächtig auf, vor allen den LINKEN, denke ich. Frau Klier berichtete auch davon, dass sich einige DDR-Politiker unter der Führung von Markus Wolf zusammenschlossen und jede Menge Geld gedruckt haben, um gut über die Wiedervereinigung zu kommen, was sie ja auch geschafft haben. Oder?
Im Schlusswort sagte Herr Zeh sinngemäß: Wir müssen aufpassen, dass unsere Demokratie nicht gefährdet wird!
Harald Buntfuß, Nordhausen
Ich glaube aber, viele seiner Kollegen aus der Politik sehen das ganz anders, besonders die Damen und Herren von der Partei DIE LINKE. Bekannte Nordhäuser politische Persönlichkeiten sind mir bei der Veranstaltung nicht aufgefallen. Gerade hier hätte die Linkspartei doch beweisen können, was von dem, was Frau Klier vorgetragen hat, stimmt und was nicht. Aber dazu fühlte sich wohl niemand berufen? Man geht lieber mit populistischen Sprüchen an die Öffentlichkeit.
Viele unserer Bürger glauben, sie sind die Stasi und ihre Schergen durch die Wende losgeworden. Aber das ist ein großer Irrtum! Frau Klier machte sehr deutlich, dass es noch immer die Netzwerke der Stasi gibt. Viele der ehemaligen Stasimitarbeiter, Parteisekretäre oder andere ehemalige Staatsdiener sind z.B. beim Arbeitsamt untergekommen. Diese Position versetzte sie in die Lage, ihre Familienangehörigen, Verwandten, Bekannten und vor allem ihre ehemaligen Genossen mit den besten Posten zu versorgen.
Dieses brachte auch ein Teilnehmer der Veranstaltung zum Ausdruck. Er berichtete davon, dass er beim Besuch des Arbeitsamts auf die Parteisekretärin seines Betriebes getroffen ist – sie war dort als Beraterin tätig. Es wurde auch darauf hingewiesen, sich mal die Festangestellten der in Nordhausen ansässigen sozialen Vereine anzusehen. Dort könne man die seltsamsten Verbindungen – um nicht zu sagen Seilschaften – oder Vetternwirtschaften feststellen.
Diese Stasi-Netzwerke unterwandern die Stadträte, Kreistage, Landtage und sogar vor dem Bundestag machen sie nicht halt. Dies gilt für alle Parteien. Mittlerweile ist es schon so weit, dass die Netzwerker ihre Kinder in Schlüsselpositionen unterbringen. Zur Sprache kam auch die Verlängerung der Stasiüberprüfung bis zum Jahr 2019, welches viele Teilnehmer begrüßten – so war jedenfalls mein Empfinden. Den Ostpolitikern stößt das natürlich mächtig auf, vor allen den LINKEN, denke ich. Frau Klier berichtete auch davon, dass sich einige DDR-Politiker unter der Führung von Markus Wolf zusammenschlossen und jede Menge Geld gedruckt haben, um gut über die Wiedervereinigung zu kommen, was sie ja auch geschafft haben. Oder?
Im Schlusswort sagte Herr Zeh sinngemäß: Wir müssen aufpassen, dass unsere Demokratie nicht gefährdet wird!
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
