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Resistograph im Einsatz

Donnerstag, 09. September 2010, 14:13 Uhr
Auf dem Hauptfriedhof führt derzeit eine Fachfirma im Auftrag der Stadt Nordhausen Baumpflegearbeiten durch. „Es betrifft vor allem die alten Eichen- und Buchenbestände auf unserem Friedhof, die im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht kontrolliert werden“, sagte Umweltamtsleiter Steffen Meyer.

Messen (Foto: nnz-tv) Messen (Foto: nnz-tv)

Bevor jedoch beschnitten oder gar gefällt wird, nehmen die Fachleute des Amtes die Bäume in Augenschein. Gibt es Anzeichen von erheblichen Schäden werden andere erweiterte Baumkontrollen erforderlich wie z.B. der Einsatz des Resistographen, erklärt er.

Dieses Gerät treibt eine lange dünne Bohrnadel mit konstantem Vorschub in den Stamm. Dabei wird der Bohrwiderstand gemessen und parallel dazu auf einem Messstreifen dokumentiert. Die Dichte des Holzes ist in den Messprofilen als Schwankungen ablesbar, die die Stadien des Holzabbaus - wie Fäulnis oder Hohlräume - erkennen lassen. Daran könne man feststellen, ob die Standsicherheit der Bäume noch den Anforderungen der Verkehrssicherungspflicht entspricht, so Steffen Meyer. Je geringer der Widerstand, desto schlechter ist die Substanz des Baumes.

Der Einsatz des Resistographen sei jedoch keine ständige Maßnahme, denn infolge des Einsatzes entstehe eine Verletzung des Baumes von einem ca. 3 mm großen Bohrloch, das trotz der minimalen Größe Angriffsfläche für Pilzsporen sei. „Deshalb setzen wir den Resistographen auch nur begrenzt ein, um geschädigte Bäume in Einzelfällen noch für eine Zeit zu erhalten“, sagt der Umweltamtsleiter.
Autor: nnz

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