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Widersprüchliche Angaben

Montag, 13. September 2010, 08:11 Uhr
Spätestens seit den gerichtlichen Verfahren gegen einige Nordhäuser Fußball-"Fans", die unter dem Namen "NDH-City" firmieren und den einst ausgesprochenen Stadionverboten, schrillen bei Sicherheitsverantwortlichen in Thüringer Stadien die Alarmglocken. So auch in Gera an diesem Wochenende.


"Während des Spiels (Wismut Gera gegen Wacker Nordhausen - d. Red.) kamen 40 gewaltbereite Nordhauser Fans in das Stadion am Steg. Dank massiven Einsatzes von Wismut-Ordnern und Polizei wurde die Situation schnell unter Kontrolle gebracht, so daß es keine Störungen im Spielablauf gab." Das ist auf der Homepage von Wismut Gera zu lesen. In den Nachrichten des MDR klingt das so: "Im Vorfeld der Thüringen-Liga-Partie Wismut Gera gegen Wacker Nordhausen ist es zu größeren Fankrawallen gekommen. Die Polizei bestätigte MDR 1 RADIO THÜRINGEN, dass rund 30 gewaltbereite Fans aus Nordhausen auf Fahrt nach Gera im Zug randalierten. Rund 70 Beamte der Polizeidirektion Gera und weitere Einsätzkräfte der Bundespolizei wurden zusammengezogen, um die Lage zu beruhigen. Dazu kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz."

Auf Nachfrage der nnz bei der Nordhäuser Polizei sei nicht eindeutig geklärt, ob es tatsächlich zu Gewaltausbrüchen im Vorfeld gekommen sei. Nach Polizeiangaben seien 30 Fußball-Fans mit dem Zug nach Gera gefahren. 14 seien davon in Nordhausen eingestiegen, die anderen seien unterwegs zugestiegen. Auf der Rückfahrt seien zehn Fans in Nordhausen aus dem Zu gestiegen. Bislang sei der Nordhäuser Polizei von gewalttätigen Krawallen im Zug oder im Vorfeld des Spiels nichts bekannt. Wie aus den verschiedenen Polizeiberichten zu entnehmen ist, sei im Stadion selbst nichts passiert.
Autor: nnz

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