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Nicht in Ortsnähe

Dienstag, 21. September 2010, 07:03 Uhr
Die Bürgerinitiative, die sich in Sundhausen formiert hat, sie lässt nicht locker in ihrem Bemühen, gegen den in Ortsnähe geplanten Autohof zu demonstrieren. Das wird auch an diesem Donnerstag wieder so sein...

Mündige Bürger (Foto: privat) Mündige Bürger (Foto: privat)

„Wir wollen für Nordhausen einen Autohof, auf dieser Fläche.“ (Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan, am 15.09.2010) Auch nach den obigen Worten aus Nordhausen trafen sich am vergangenen Donnerstag im Ortsteil Sundhausen wieder sehr viele Menschen. Sie alle sorgen sich um die Zukunft ihres Ortes, um die Ruhe und um ihre Gesundheit. Und die Menschen stellen Fragen, angesichts dieser Äußerung, die mitten im Verfahren der Prüfung der zahlreichen Eingaben erfolgt ist und in dem Wissen, daß sich die Stadt Bleicherode sehr für die Investition interessiert und hier eine erschlossene Fläche fernab von Wohnbebauung zur Verfügung steht – sehr deutliche Fragen.

„Die Anregungen der Bürger nehmen wir ernst. Wir wollen hören, wo die Probleme liegen ...“ sagt Inge Klaan dann weiter. Hören kann man das sehr leicht, z. B. besonders intensiv in der Sondershäuser Straße, Abzweig Riesleber Straße in Sundhausen - an den letzten Wohngrundstücken – 24 h rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche - auch an jedem anderen Ort im Ortsteil.

Man kann es auch sehr gut lesen im Internet – so zum Beispiel über die Probleme die kleinere Autohöfe weiter entfernt liegenden Orten bereiten, auch in Veröffentlichungen von Fachartikeln über langfristige gesundheitliche Folgen des Straßenverkehrs in der Nähe von Wohngebieten. Man konnte ähnliches aber auch in Niederorschel, auch in Breitenbach wahrnehmen. Unzufriedenheit ! In den beiden letzten Fällen erkannte man die Probleme der Anwohner schnell – nahm sie ernst, alternative Standorte wurden bzw. werden gewählt – und in Sundhausen ?

Sollte man wirklich ein letztes freies Stück Fläche – eine Art Pufferzone bis zur Autobahn opfern und auf eben dieser Fläche zusätzlich weiteren Verkehr noch näher vor einen Ort ziehen und konzentrieren in einer Dimension, die etwa einem Drittel der Ortsfläche entsprechen würde. Dieses, obwohl die Einwohner dazu ein schlichtes einfaches „Nein“ gesagt haben – obwohl sie gar nicht nach ihrer Meinung gefragt wurden ? Sundhausen spürt sehr genau, wie mit dem Ort gegenwärtig umgegangen wird. Die übrigen eingemeindeten Orte dürften ebenfalls zu Kenntnis nehmen, was passiert. Einige Gemeinden im Südharz erwägen gegenwärtig Nordhausen beizutreten.

Die Bürgerinitiative Sundhausen lädt jeden Donnerstag um 18:30 Uhr zu einem an der Sundhäuser Kirche beginnendem Spaziergang zum geplanten Autohof-Standort ein.
Autor: nnz

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