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Attraktive Schiene

Dienstag, 28. September 2010, 13:16 Uhr
Die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode werden in diesem Jahr in ein weiteres Gleis auf dem Firmengelände investieren. Parallel dazu soll eine zweite Rohsteinwaage eingebaut werden. Dafür stellt das Unternehmen rund eine halbe Million Euro bereit...

Einbau der Waage (Foto: Knauf) Einbau der Waage (Foto: Knauf)

Hintergrund für die Entscheidung ist die Zusage der DB Netz, die Strecke zwischen Berga und Rottleberode für den Güterverkehr zu erhalten. Neben dem Gipswerk verfügen in dem Industriegebiet auch weitere Firmen über einen Gleisanschluss. 

Die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode setzen bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen nicht nur auf eine konsequente Renaturierung abgebauter Areale, sondern auch auf den umweltfreundlichen Transport von Rohstoffen und verarbeiteten Produkten auf der Schiene. “Etwa 1.200 Tonnen Rohstein (Anhydrit) verlassen täglich unser Werk über die Schiene. Das sind im Jahr mehr als 200.000 Tonnen und entspricht in etwa zwei Dritteln unseres gesamten Rohsteinverkaufs”, rechnet Werkleiter André Materlik vor. Das sind Rohstoffe, die nicht im Werk in Rottleberode selbst verarbeitet werden können. Neben dem Transport von Rohstein, wird auch der Transport der Fertigsprodukte (zum Beispiel Gipsplatten) für das Ausland überwiegend über die Bahn  abgewickelt. 

Einbau der Waage (Foto: Knauf) Einbau der Waage (Foto: Knauf)

Mit dem neuen Gleis und einer zweiten Rohsteinwaage soll auch die Fördertechnik im Werk auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Förderbänder und die Übergabestellen werden modernisiert, so dass Lärm weiter gemindert und die Staubemission verbessert wird. Aus dem Aufbereitungsbereich des Werkes wird dann nichts mehr zu hören sein. 

Die ersten Waggons sollen nach dem Einbau der Waage voraussichtlich Ende September Anfang Oktober in Rottleberode abgefertigt werden. Vom Transport auf der Schiene “profitieren” übrigens auch die Bewohner benachbarter Orte: “Wir sparen damit täglich bis zu 50 Lkw-Ladungen, die vor allem durch Berga fahren müssten”, so Werkleiter Materlik abschließend.
Autor: nnz

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