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Haushalt 2011 diskutiert

Dienstag, 12. Oktober 2010, 12:13 Uhr
Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat in seiner gestrigen Sitzung den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr diskutiert. Dabei geht es um die geplanten Ausgaben in den Bereichen Jugendhilfe und -pflege...


Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses haben einstimmig entschieden, diesen Etatentwurf in die Haushaltsdiskussion des Kreistages einzubringen. Geplant sind Ausgaben des Jugendamtes in Höhe von insgesamt rund 7,34 Millionen Euro, wovon rund 2,18 Millionen Euro durch Einnahmen beispielsweise vom Land gedeckt sind. 656.100 Euro sollen in die Jugendpflege fließen. In den Bereich Soziale Sicherung mit fast 6,69 Millionen Euro geplante Ausgaben fallen zum Beispiel der Zuschuss zu Kita-Beiträgen, der Unterhaltsvorschuss und die Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien und Heimen.

Außerdem verabschiedete der Ausschuss gestern in 2. Lesung den Jugendförderplan, zu dem während der Auslegungsphase zahlreiche Anmerkungen eingegangenen sind. Berechtigte Anregungen sind berücksichtigt worden. „Wir werden den Jugendförderplan nun im Dezember in den Kreistag einbringen“, blickte die 2. Beigeordnete Loni Grünwald (LINKE) voraus. Der Ausschussvorsitzende Andreas Weigel ergänzte: „Dieser Plan beschreibt die Bedarfe, die wir aus unserer fachlichen Sicht sehen. Die politische Umsetzung steht auf einem ganz anderen Blatt.“

Schließlich erfuhren die Ausschussmitglieder, wie im Landkreis die Fachberatung der Kindertagesstätten zukünftig umgesetzt werden soll. Inhalt dieser Fachberatung sind u.a. der Thüringer Bildungsplan, Qualitäts- und Konfliktmanagement, Vernetzung oder Evaluation. Zuständig für die Fachberatung ist zukünftig ein Beraterteam, in dem zwei Stellen beim Fachbereich Jugend und Soziales und eine Stelle bei einem freien Träger angesiedelt sind. Darüber hinaus können sich freie Träger nach ihren Kompetenzen trägerunabhängig an der Fachberatung beteiligen. Zusätzlich können externe Experten themenspezifisch eingeladen werden.

Das Fachberatungsteam soll auf Basis von Leitgedanken arbeiten, die die Qualitätsstandards sichern. „Dieses zukunftsgerichtete Modell ist einzigartig in Thüringen. Wir haben damit die Chance, Kompetenzen verschiedener Träger zu nutzen und hier Wissen zusammenzuführen und zu bündeln, um den Kitas weiterzuhelfen“, sagte Christine Wagner, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales. Finanziert wird die Fachberatung vom Land.

Am Ende der Sitzung konnte Christine Wagner dem Ausschuss noch mitteilen, dass der Landkreis Nordhausen im bundesweiten Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums „Jugend stärken: Aktiv in der Region“ als eine von 36 Regionen ausgewählt wurde. Der Landkreis erhält damit in den kommenden drei Jahren 500.000 Euro Fördergelder. In der kommenden Woche wird sich der Kreisausschuss mit dem Projekt befassen.
Autor: nnz

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