nnz-Forum: Erinnerung an Hermann Scheer
Mittwoch, 20. Oktober 2010, 16:07 Uhr
Hermann Scheer ist tot. Er verstarb am 14. Oktober 2010 nach kurzer schwerer Krankheit in Berlin. Gerade mal 66 Jahre wurde er alt. Aber er hat uns etwas sehr wichtiges hinterlassen, nämlich eine Botschaft. Dazu die Gedanken eines nnz-Lesers....
Es ist die Botschaft, die da lautet: Wir haben auf dieser Erde eine Zukunft, wenn wir es endlich lernen, behutsam mit ihr umzugehen. Scheer war Politiker, Wissenschaftler und Publizist und Autor. Er saß für die SPD seit 1980 im Bundestag, arbeitete in zahlreichen parlamentarischen Ausschüssen mit, war Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften und Präsident von EUROSOLAR – der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien.
Zudem engagierte er sich in weiteren internationalen Gremien, dies sich vor allem mit den Möglichkeiten zukunftsweisender Energiegewinnung und –nutzung beschäftigten Vor allem aber war er eines: Visionär! 1999 wurde er mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt.
Doch welchen Bezug hatte Dr. Hermann Scheer zu unserer Südharzregion? Viele Bürgerinnen und Bürger werden sich noch gerne daran erinnern, dass er im Jahr 2000 die Rolandstadt besuchte. Er war Schirmherr der 5. Umweltfesttage, die unter dem Motto standen Unsere Energie für die Energien der Zukunft. Für ihn war dieses Thema wie auf den Leib geschnitten. In einem vielbeachteten Vortrag in der Aula des Nordhäuser Herder-Gymnasiums referierte er am 20. Oktober 2000 zum Thema Solare Weltwirtschaft – Strategie für die Ökologische Moderne.
Er verwies zu Recht auf die Endlichkeit der fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle, brandmarkte das Festklammern an der Atomenergie und wies mit hoher Fachkunde nach, dass es einen Ausweg aus der Energiekrise gibt. Und zwar mit erneuerbaren Energien wie Windkraft- und Wasserkraft, Biomasse und dem Sonnenlicht. Vor allem für letzteres galt er als unermüdlicher Streiter. So nimmt es nicht wunder, dass er von seinen Freunden und Fachkollegen nicht selten als Sonnenguru bezeichnet wurde.
Hermann Scheer ist tot. Doch seine wissenschaftliche Leistung, seine angenehme Art mit Menschen zu kommunizieren, seine großen fachlicher Kenntnisstand und seine zukunftsweisende Botschaft leben weiter. Ich kann die jungen Absolventen unserer Fachhochschulen und Universitäten, die sich im Studium entsprechendes fachliches Wissen auf dem Sektor der erneuerbaren Energien angeeignet haben, nur ermuntern, die gewonnenen Erkenntnisse, Aussagen und Anwendungs-möglichkeiten eines Hermann Scheer aufzugreifen und weiterzuentwickeln und damit beizutragen, dass die Energien der Zukunft den Menschen eine gute Zukunft auf unserem Planeten Erde ermöglichen.
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Es ist die Botschaft, die da lautet: Wir haben auf dieser Erde eine Zukunft, wenn wir es endlich lernen, behutsam mit ihr umzugehen. Scheer war Politiker, Wissenschaftler und Publizist und Autor. Er saß für die SPD seit 1980 im Bundestag, arbeitete in zahlreichen parlamentarischen Ausschüssen mit, war Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften und Präsident von EUROSOLAR – der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien.
Zudem engagierte er sich in weiteren internationalen Gremien, dies sich vor allem mit den Möglichkeiten zukunftsweisender Energiegewinnung und –nutzung beschäftigten Vor allem aber war er eines: Visionär! 1999 wurde er mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt.
Doch welchen Bezug hatte Dr. Hermann Scheer zu unserer Südharzregion? Viele Bürgerinnen und Bürger werden sich noch gerne daran erinnern, dass er im Jahr 2000 die Rolandstadt besuchte. Er war Schirmherr der 5. Umweltfesttage, die unter dem Motto standen Unsere Energie für die Energien der Zukunft. Für ihn war dieses Thema wie auf den Leib geschnitten. In einem vielbeachteten Vortrag in der Aula des Nordhäuser Herder-Gymnasiums referierte er am 20. Oktober 2000 zum Thema Solare Weltwirtschaft – Strategie für die Ökologische Moderne.
Er verwies zu Recht auf die Endlichkeit der fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle, brandmarkte das Festklammern an der Atomenergie und wies mit hoher Fachkunde nach, dass es einen Ausweg aus der Energiekrise gibt. Und zwar mit erneuerbaren Energien wie Windkraft- und Wasserkraft, Biomasse und dem Sonnenlicht. Vor allem für letzteres galt er als unermüdlicher Streiter. So nimmt es nicht wunder, dass er von seinen Freunden und Fachkollegen nicht selten als Sonnenguru bezeichnet wurde.
Hermann Scheer ist tot. Doch seine wissenschaftliche Leistung, seine angenehme Art mit Menschen zu kommunizieren, seine großen fachlicher Kenntnisstand und seine zukunftsweisende Botschaft leben weiter. Ich kann die jungen Absolventen unserer Fachhochschulen und Universitäten, die sich im Studium entsprechendes fachliches Wissen auf dem Sektor der erneuerbaren Energien angeeignet haben, nur ermuntern, die gewonnenen Erkenntnisse, Aussagen und Anwendungs-möglichkeiten eines Hermann Scheer aufzugreifen und weiterzuentwickeln und damit beizutragen, dass die Energien der Zukunft den Menschen eine gute Zukunft auf unserem Planeten Erde ermöglichen.
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
