Jawohl, das haben wir gemacht!
Mittwoch, 12. Januar 2011, 18:28 Uhr
Vier Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion hatten am Nachmittag zu einem Pressegespräch eingeladen. Die Arbeit der Fraktion sollte vorgestellt werden, letztlich blieb aber wieder alles an einem Namen hängen...
In der SPD-Geschäftsstelle am Markt hatten der Fraktionsvorstand sowie Uwe Chour und Peter Schwarz Platz genommen. Es sollte ein Pressegespräch der allgemeinen Art sein. Über die Finanzen der Kommunen, über die begonnenen Bauprojekte, über das Industriegebiet und den Förderbescheid oder über die geplante Konsum-Investition am Pferdemarkt.
Weitere Themen in der aktuellen Diskussion seien Bildung und Kultur, so Fraktionschef Andreas Wieninger. Und es wurde der Begriff Heimat in die Runde geworfen, wenn es um die Menschen geht, die wegen eines Arbeitsplatzes in der Fremde die Region verlassen. Ebenso hofft Wieninger, dass das Theater in der jetzigen Form erhalten bleibt.
Das alles war jedoch nur Vorgeplänkel für das, was Wieninger danach ansprach. Die fehlende Zusammenarbeit im Nordhäuser Stadtrat und die Bürgermeisterwahl, die zweimal knapp daneben gegangen war. Für den Kandidaten der SPD. Für uns ist Matthias Jendricke die richtige Person in diesem Amt, bekräftigte der SPD-Chef. Es sei doch klar, dass die Ausschreibung auf das Amt zugeschnitten sei, damit seien auch die Inhalte festgeschrieben. Wir verstehen den Vorgang der bisherigen Wahl nicht, die ist für uns undemokratisch, weil sie abgebrochen wurde, sagten die Parteilosen Uwe Chour und Peter Schwarz.
Für Chour habe nicht das Industriegebiet das Primat, gefragt seien vielmehr die Infrastrukturprojekte wie der vierspurige Ausbau der B4 nach Erfurt. Ich wünsche mir einen modernen Campingplatz mit angeschlossenem Spaßbad, so wie in Holland, das würde Touristen herbringen. Für Uwe Chour sei auch die jahrelange Bevorteilung der Innenstadt, von Nordhausen-Ost und der Altstadt nicht förderlich, die vergangenen zehn Jahre seien an der Unterstadt quasi vorbeigegangen.
Helga Rathnau hat ihrerseits Respekt vor allen Stadträten, jedoch seien alle zusammen von den Bürgern gewählt. Für die Frau, die bereits in der dritten Legislatur im Stadtrat sitzt, ist klar, dass niemand, der da so im Buschfunk namentlich genannt werde, dem Matthias das Wasser reichen könne. Die Bürger würden das sowieso nicht mehr verstehen. Viele haben ihr gesagt, dass sie nicht wieder zu einer Wahl gehen würden.
Nach eineinhalb Jahren im Stadtrat ist Peter Schwarz enttäuscht, dass alles, was die SPD vorschlägt, von den anderen Fraktionen abgelehnt werde. Schwarz kritisierte den Slogan Das haben wir gemacht!, mit dem die Nordhäuser SPD in den Kommunalwahlkampf gezogen sei. Dieser Spruch sei schlichtweg falsch gewesen. Schwarz freue sich, wenn die SPD mehr Gewicht im Stadtrat bekäme, auch er selbst wolle sich jetzt stärker einbringen.
Zurück zum Jendricke-Syndrom der Nordhäuser Sozialdemokratie. Allen sei seit Jahren bekannt, was die SPD mit Matthias Jendricke vorhabe, damit habe man nie in der öffentlichen Diskussion gegeizt. Auch seien aus der SPD-Fraktion die entscheidenden Impulse für die Vorhaben in der Stadt gekommen – die Bibliothek, die Flohburg seien Beispiele hierfür. Von den anderen Fraktionen seien in den zurückliegenden Jahren keine konstruktiven Vorschläge gekommen. Und außerdem sei die Fraktion der SPD die einzige im Stadtrat, in deren Reihen es parteilose Mitglieder gebe.
Wir sind als Fraktion jederzeit gesprächsbereit, wir sind offen für alle Diskussionen. Diese Einladung gilt für alle Fraktionen in unserem Stadtrat, so Wieninger. Für Peter Schwarz sei es unverständlich, dass es Stadträte gebe, die zwei Stunden lang während einer Sitzung Figuren malen und dann plötzlich mitreden würden. In die Kerbe haute auch Uwe Chour, der sich mehr als wundert, dass es Stadträte gebe, die bei jeder Ausschusssitzung fehlen würden.
Das haben wir gemacht, dieser Wahlkampfspruch sei richtig gewesen. Und es sei nicht das Ding von Andreas Wieninger und der SPD, wenn die anderen Parteien keine Themen hatten, ja, wenn sie eigentlich keinen Wahlkampf gemacht hätten.
Das Schlusswort fiel Peter Schwarz zu: Ich bin stolz ein Nordhäuser zu sein, ich habe acht Bürgermeister in der Stadt erlebt. Zwei davon würde ich jederzeit wieder wählen: Peter Heiter und Barbara Rinke.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzIn der SPD-Geschäftsstelle am Markt hatten der Fraktionsvorstand sowie Uwe Chour und Peter Schwarz Platz genommen. Es sollte ein Pressegespräch der allgemeinen Art sein. Über die Finanzen der Kommunen, über die begonnenen Bauprojekte, über das Industriegebiet und den Förderbescheid oder über die geplante Konsum-Investition am Pferdemarkt.
Weitere Themen in der aktuellen Diskussion seien Bildung und Kultur, so Fraktionschef Andreas Wieninger. Und es wurde der Begriff Heimat in die Runde geworfen, wenn es um die Menschen geht, die wegen eines Arbeitsplatzes in der Fremde die Region verlassen. Ebenso hofft Wieninger, dass das Theater in der jetzigen Form erhalten bleibt.
Das alles war jedoch nur Vorgeplänkel für das, was Wieninger danach ansprach. Die fehlende Zusammenarbeit im Nordhäuser Stadtrat und die Bürgermeisterwahl, die zweimal knapp daneben gegangen war. Für den Kandidaten der SPD. Für uns ist Matthias Jendricke die richtige Person in diesem Amt, bekräftigte der SPD-Chef. Es sei doch klar, dass die Ausschreibung auf das Amt zugeschnitten sei, damit seien auch die Inhalte festgeschrieben. Wir verstehen den Vorgang der bisherigen Wahl nicht, die ist für uns undemokratisch, weil sie abgebrochen wurde, sagten die Parteilosen Uwe Chour und Peter Schwarz.
Für Chour habe nicht das Industriegebiet das Primat, gefragt seien vielmehr die Infrastrukturprojekte wie der vierspurige Ausbau der B4 nach Erfurt. Ich wünsche mir einen modernen Campingplatz mit angeschlossenem Spaßbad, so wie in Holland, das würde Touristen herbringen. Für Uwe Chour sei auch die jahrelange Bevorteilung der Innenstadt, von Nordhausen-Ost und der Altstadt nicht förderlich, die vergangenen zehn Jahre seien an der Unterstadt quasi vorbeigegangen.
Helga Rathnau hat ihrerseits Respekt vor allen Stadträten, jedoch seien alle zusammen von den Bürgern gewählt. Für die Frau, die bereits in der dritten Legislatur im Stadtrat sitzt, ist klar, dass niemand, der da so im Buschfunk namentlich genannt werde, dem Matthias das Wasser reichen könne. Die Bürger würden das sowieso nicht mehr verstehen. Viele haben ihr gesagt, dass sie nicht wieder zu einer Wahl gehen würden.
Nach eineinhalb Jahren im Stadtrat ist Peter Schwarz enttäuscht, dass alles, was die SPD vorschlägt, von den anderen Fraktionen abgelehnt werde. Schwarz kritisierte den Slogan Das haben wir gemacht!, mit dem die Nordhäuser SPD in den Kommunalwahlkampf gezogen sei. Dieser Spruch sei schlichtweg falsch gewesen. Schwarz freue sich, wenn die SPD mehr Gewicht im Stadtrat bekäme, auch er selbst wolle sich jetzt stärker einbringen.
Zurück zum Jendricke-Syndrom der Nordhäuser Sozialdemokratie. Allen sei seit Jahren bekannt, was die SPD mit Matthias Jendricke vorhabe, damit habe man nie in der öffentlichen Diskussion gegeizt. Auch seien aus der SPD-Fraktion die entscheidenden Impulse für die Vorhaben in der Stadt gekommen – die Bibliothek, die Flohburg seien Beispiele hierfür. Von den anderen Fraktionen seien in den zurückliegenden Jahren keine konstruktiven Vorschläge gekommen. Und außerdem sei die Fraktion der SPD die einzige im Stadtrat, in deren Reihen es parteilose Mitglieder gebe.
Wir sind als Fraktion jederzeit gesprächsbereit, wir sind offen für alle Diskussionen. Diese Einladung gilt für alle Fraktionen in unserem Stadtrat, so Wieninger. Für Peter Schwarz sei es unverständlich, dass es Stadträte gebe, die zwei Stunden lang während einer Sitzung Figuren malen und dann plötzlich mitreden würden. In die Kerbe haute auch Uwe Chour, der sich mehr als wundert, dass es Stadträte gebe, die bei jeder Ausschusssitzung fehlen würden.
Das haben wir gemacht, dieser Wahlkampfspruch sei richtig gewesen. Und es sei nicht das Ding von Andreas Wieninger und der SPD, wenn die anderen Parteien keine Themen hatten, ja, wenn sie eigentlich keinen Wahlkampf gemacht hätten.
Das Schlusswort fiel Peter Schwarz zu: Ich bin stolz ein Nordhäuser zu sein, ich habe acht Bürgermeister in der Stadt erlebt. Zwei davon würde ich jederzeit wieder wählen: Peter Heiter und Barbara Rinke.
Peter-Stefan Greiner
