Debüt in Nordhausen
Dienstag, 25. Januar 2011, 17:22 Uhr
Er singt Arien, kennt sich mit Musiksoftware bestens aus, macht selbst Musik und ist gerade mal 30 Jahre alt: Marian Kalus. Seit rund sechs Wochen ist er in Nordhausen, hat seinen Wohnort Berlin für die Proben der aktuellen Operninszenierungen Der Bajazzo und Gianni Schicchi mit der Stadt im Südharz getauscht...
Kalus (Foto: Agentur)
Die Arbeit im Theater scheint ihm große Freude zu machen, man sieht ihn immer mit einem Lächeln auf den Lippen, es sei denn, die Rolle verlangt anderes. Ich habe selten ein Haus erlebt, in dem so ein tolles Klima herrscht, sagt der Sänger. Und er hat schon in einigen Theatern gearbeitet. Dabei hatte er früher nie gedacht, dass er eines Tages das Singen zum Beruf machen würde.
Marian Kalus wurde 1980 in München geboren und ist dort auch aufgewachsen. Musik war sein ständiger Begleiter. Schon als Kind lernte er Trompete und Klavier, sang schon früh in verschiedenen Chören. Er wusste immer, dass sein Beruf einmal mit Musik zu tun haben würde, allerdings nicht unbedingt als Sänger auf der Bühne. Sich singend sein Brot zu verdienen, das war damals nicht die Vorstellung des heutigen Tenors. Er wollte immer aus Leidenschaft, aus Freude, aus Spaß singen und nicht singen müssen, um vielleicht die Miete bezahlen zu können.
So suchte er sich eine handfeste Tätigkeit in einer Musiksoftwarefirma in Berlin, wo er auch wohnt. Darüber hinaus hat er bereits als Instrumentallehrer für Trompete an einer Musikschule gearbeitet, hat Theater- und Werbemusiken geschrieben, Filmmusik komponiert, war als Schauspieler in Stefan Ruzowitzkys Oscar-prämiertem KZ-Drama Die Fälscher zu sehen.
Sein Operndebut gab Marian Kalus bereits im Jahr 2002 als Auferstandener Christus in Das jüngste Gericht, begann 2003 ein Gesangsstudium bei Prof. James Taylor an der Musikhochschule in Augsburg und war während dieser Zeit immer wieder in verschiedenen Rollen auf der Bühne zu erleben. 2005 wechselte er an die Musikhochschule Hanns Eisler nach Berlin, wo er auch viele Angebote für Bühne und Konzertsaal erhielt. Zahlreiche Konzerte führten den Sänger inzwischen auch durch Deutschland, nach Italien, Tschechien, Japan, Israel und Mittelamerika.
Das Nordhäuser Publikum darf sich nun gleich in zwei Rollen im Opernabend Der Bajazzo/Gianni Schicchi auf Marian Kalus freuen. Im Bajazzo ist er als Peppe zu erleben, in Gianni Schicchi als Gherardo – zwei Rollen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Ab der nächsten Spielzeit werden die Zuschauer den Tenor öfter in Nordhausen auf der Bühne erleben, denn Marian Kalus wurde von der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH fest engagiert. Die Premiere am kommenden Freitag bietet den Opernfreunden einen schönen ersten Eindruck eines neuen Ensemblemitgliedes.
Autor: nnz
Kalus (Foto: Agentur)
Die Arbeit im Theater scheint ihm große Freude zu machen, man sieht ihn immer mit einem Lächeln auf den Lippen, es sei denn, die Rolle verlangt anderes. Ich habe selten ein Haus erlebt, in dem so ein tolles Klima herrscht, sagt der Sänger. Und er hat schon in einigen Theatern gearbeitet. Dabei hatte er früher nie gedacht, dass er eines Tages das Singen zum Beruf machen würde.Marian Kalus wurde 1980 in München geboren und ist dort auch aufgewachsen. Musik war sein ständiger Begleiter. Schon als Kind lernte er Trompete und Klavier, sang schon früh in verschiedenen Chören. Er wusste immer, dass sein Beruf einmal mit Musik zu tun haben würde, allerdings nicht unbedingt als Sänger auf der Bühne. Sich singend sein Brot zu verdienen, das war damals nicht die Vorstellung des heutigen Tenors. Er wollte immer aus Leidenschaft, aus Freude, aus Spaß singen und nicht singen müssen, um vielleicht die Miete bezahlen zu können.
So suchte er sich eine handfeste Tätigkeit in einer Musiksoftwarefirma in Berlin, wo er auch wohnt. Darüber hinaus hat er bereits als Instrumentallehrer für Trompete an einer Musikschule gearbeitet, hat Theater- und Werbemusiken geschrieben, Filmmusik komponiert, war als Schauspieler in Stefan Ruzowitzkys Oscar-prämiertem KZ-Drama Die Fälscher zu sehen.
Sein Operndebut gab Marian Kalus bereits im Jahr 2002 als Auferstandener Christus in Das jüngste Gericht, begann 2003 ein Gesangsstudium bei Prof. James Taylor an der Musikhochschule in Augsburg und war während dieser Zeit immer wieder in verschiedenen Rollen auf der Bühne zu erleben. 2005 wechselte er an die Musikhochschule Hanns Eisler nach Berlin, wo er auch viele Angebote für Bühne und Konzertsaal erhielt. Zahlreiche Konzerte führten den Sänger inzwischen auch durch Deutschland, nach Italien, Tschechien, Japan, Israel und Mittelamerika.
Das Nordhäuser Publikum darf sich nun gleich in zwei Rollen im Opernabend Der Bajazzo/Gianni Schicchi auf Marian Kalus freuen. Im Bajazzo ist er als Peppe zu erleben, in Gianni Schicchi als Gherardo – zwei Rollen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Ab der nächsten Spielzeit werden die Zuschauer den Tenor öfter in Nordhausen auf der Bühne erleben, denn Marian Kalus wurde von der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH fest engagiert. Die Premiere am kommenden Freitag bietet den Opernfreunden einen schönen ersten Eindruck eines neuen Ensemblemitgliedes.
