Naturpark Südharz gefeiert
Montag, 07. Februar 2011, 13:32 Uhr
Mit einem Festakt feierten heute rund 150 Gäste aus Thüringen und darüber hinaus die Ausweisung des Naturparks Südharz im Landratsamt Nordhausen. Einzelheiten dazu natürlich in Ihrer nnz...
Minister Jürgen Reinholz übergibt symbolisch die Verordnung zum Naturpark an Landrat Joachim Claus
Jürgen Reinholz (CDU), Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, überreichte symbolisch an Landrat Joachim Claus (CDU) die Verordnung zum Naturpark, die das Land Ende vergangenen Jahres veröffentlicht hatte. Die Ausweisung soll kein Schlusspunkt sein, sondern ein Auftakt – für die Entwicklung der Region, sagte der Minister, der selbst in Nordhausen lebt. Der Südharz ist nun in die Familie der Nationalen Naturlandschaften in Thüringen aufgenommen.
Neben dem Erhalt der biologische Vielfalt und der Weiterentwicklung eines naturverträglichen Tourismus liege ihm besonders die Umweltbildung am Herzen. Die Kinder müssen ja nicht gleich einen Mittelspecht von einem Buntspecht unterscheiden, aber zumindest ein Reh von einem Hirsch.
2006 hatte sich der Kreistag Nordhausen dafür ausgesprochen, die Ausweisung des Naturparks voranzubringen. Heute dankte Landrat Joachim Claus, allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten für ihren Einsatz. Der Naturpark Südharz soll eine Modellregion für den schonenden Umgang des Menschen mit der Natur und ihren Ressourcen entwickelt werden, sagte der Landrat. Wichtig sei dafür, dass alle Akteure gemeinsam handeln. Einhellig positiv sahen die kommunalen Spitzen den Einfluss des Naturparks auf den Tourismus.
Mit einem Blick in den vollen Plenarsaal des Landratsamtes freute sich Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) über die große Bürgerbewegung, die für den Naturpark ist, für den Schutz und die Bewahrung dessen, was es hier zu entdecken gibt. Nicht immer ist eine Betonstraße wichtiger als ein Wanderweg, wenn man touristisch etwas bewegen will, sagte OB Rinke, die sich selbst als ambitionierte Wanderin bezeichnete.
Das Rückrat des Naturparks sind acht Naturschutz- und zwei Landschaftsschutzgebiete, sagte André Richter, der im Südharzer Tourismusverband das Projekt maßgeblich betreut. Geprägt ist der Naturpark Südharz, der etwa ein Achtel des Harzes ausmacht, von drei Natur- und Landschaftsräumen: den südlichen Harzausläufern, der Karstlandschaft sowie dem Grünen Band der ehemaligen Grenze. Das Grüne Band ist heute eher ein verbindendes statt ein trennendes Element, so Richter, der die neuen Chancen für eine länderübergreifende Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe durch den Naturparkstatus betonte.
Minister Reinholz wehrte sich gegen Kritik, statt eines Biosphärenreservates wie im benachbarten Sachsen-Anhalt nur einen Naturpark ausgewiesen zu haben. Ich habe wenig Verständnis für die Forderung eines länderübergreifenden Biosphärenreservates. Da hätten wir zwei Schritte auf einmal genommen. Er wolle der Region keine grüne Käseglocke überstülpen, sondern die Menschen mitnehmen. Dies zeige sich auch in der Wahl des Trägers, dem Südharzer Tourismusverband, dieser stehe für eine Verwurzelung des Naturparks in der Region.
Der Naturpark Südharz ist die achte Nationale Naturlandschaft in Thüringen, zu denen fünf Naturparke, zwei Biosphärenreservate und der Nationalpark Hainich gehören. Insgesamt nehmen diese Gebiete etwa ein Drittel der Fläche des Freistaats ein. Mit einer Größe von 267 Quadratkilometern erstreckt sich der Naturpark Südharz über den nördlichen Teil des Landkreises Nordhausen und grenzt an die bereits bestehenden Naturparke im Harz. Im Naturpark Südharz liegen 31 Städte und Gemeinden, in denen rund 19.000 Menschen leben. Weitere Infos rund um den jüngsten Naturpark Thüringens gibt es in der Naturpark-Info in der Tourist-Info des Südharzer Tourismusverbandes im HSB-Bahnhof Nord in Nordhausen oder online unter www.naturpark-suedharz.de.
Mehr zum heutigen Festakt gibt es auch bei nnz-tv.
Autor: nnzMinister Jürgen Reinholz übergibt symbolisch die Verordnung zum Naturpark an Landrat Joachim Claus
Jürgen Reinholz (CDU), Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, überreichte symbolisch an Landrat Joachim Claus (CDU) die Verordnung zum Naturpark, die das Land Ende vergangenen Jahres veröffentlicht hatte. Die Ausweisung soll kein Schlusspunkt sein, sondern ein Auftakt – für die Entwicklung der Region, sagte der Minister, der selbst in Nordhausen lebt. Der Südharz ist nun in die Familie der Nationalen Naturlandschaften in Thüringen aufgenommen.
Neben dem Erhalt der biologische Vielfalt und der Weiterentwicklung eines naturverträglichen Tourismus liege ihm besonders die Umweltbildung am Herzen. Die Kinder müssen ja nicht gleich einen Mittelspecht von einem Buntspecht unterscheiden, aber zumindest ein Reh von einem Hirsch.
2006 hatte sich der Kreistag Nordhausen dafür ausgesprochen, die Ausweisung des Naturparks voranzubringen. Heute dankte Landrat Joachim Claus, allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten für ihren Einsatz. Der Naturpark Südharz soll eine Modellregion für den schonenden Umgang des Menschen mit der Natur und ihren Ressourcen entwickelt werden, sagte der Landrat. Wichtig sei dafür, dass alle Akteure gemeinsam handeln. Einhellig positiv sahen die kommunalen Spitzen den Einfluss des Naturparks auf den Tourismus.
Mit einem Blick in den vollen Plenarsaal des Landratsamtes freute sich Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) über die große Bürgerbewegung, die für den Naturpark ist, für den Schutz und die Bewahrung dessen, was es hier zu entdecken gibt. Nicht immer ist eine Betonstraße wichtiger als ein Wanderweg, wenn man touristisch etwas bewegen will, sagte OB Rinke, die sich selbst als ambitionierte Wanderin bezeichnete.
Das Rückrat des Naturparks sind acht Naturschutz- und zwei Landschaftsschutzgebiete, sagte André Richter, der im Südharzer Tourismusverband das Projekt maßgeblich betreut. Geprägt ist der Naturpark Südharz, der etwa ein Achtel des Harzes ausmacht, von drei Natur- und Landschaftsräumen: den südlichen Harzausläufern, der Karstlandschaft sowie dem Grünen Band der ehemaligen Grenze. Das Grüne Band ist heute eher ein verbindendes statt ein trennendes Element, so Richter, der die neuen Chancen für eine länderübergreifende Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe durch den Naturparkstatus betonte.
Minister Reinholz wehrte sich gegen Kritik, statt eines Biosphärenreservates wie im benachbarten Sachsen-Anhalt nur einen Naturpark ausgewiesen zu haben. Ich habe wenig Verständnis für die Forderung eines länderübergreifenden Biosphärenreservates. Da hätten wir zwei Schritte auf einmal genommen. Er wolle der Region keine grüne Käseglocke überstülpen, sondern die Menschen mitnehmen. Dies zeige sich auch in der Wahl des Trägers, dem Südharzer Tourismusverband, dieser stehe für eine Verwurzelung des Naturparks in der Region.
Der Naturpark Südharz ist die achte Nationale Naturlandschaft in Thüringen, zu denen fünf Naturparke, zwei Biosphärenreservate und der Nationalpark Hainich gehören. Insgesamt nehmen diese Gebiete etwa ein Drittel der Fläche des Freistaats ein. Mit einer Größe von 267 Quadratkilometern erstreckt sich der Naturpark Südharz über den nördlichen Teil des Landkreises Nordhausen und grenzt an die bereits bestehenden Naturparke im Harz. Im Naturpark Südharz liegen 31 Städte und Gemeinden, in denen rund 19.000 Menschen leben. Weitere Infos rund um den jüngsten Naturpark Thüringens gibt es in der Naturpark-Info in der Tourist-Info des Südharzer Tourismusverbandes im HSB-Bahnhof Nord in Nordhausen oder online unter www.naturpark-suedharz.de.
Mehr zum heutigen Festakt gibt es auch bei nnz-tv.

