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Zweite Front eröffnet

Mittwoch, 09. Februar 2011, 12:47 Uhr
Die Verwalter der Rolandstadt und ein weiterer Investor werden sich in den kommenden Wochen mit einer zweiten Bürgerinitiative konfrontiert sehen. Auch die will einen Autohof verhindern...

Lageplan (Foto: privat) Lageplan (Foto: privat)

Gestern Abend trafen sich im Gemeindehaus von Hesserode mehrere Bürger des Nordhäuser Ortsteils und gründeten eine Bürgerinitiative. Hintergrund dessen ist der mögliche Bau eines Autohofes im ausgewiesenen Gewerbegebiet Brühl. Das reicht - auf der Skizze links - ziemlich nah an die Wohnbebauung des Ortsteils heran. Wo genau der Autohof hinkommen soll, weiß bislang niemand zu sagen, auch nicht die Fachleute im Nordhäuser Rathaus.

Egal wie oder wo - die neu gegründete Bürgerinitiative will einen Autohof in unmittelbarer Nähe zum Dorf verhindern. Dazu sollen bis zur kommenden Woche Unterschriften gesammelt werden. Möglichst viele. Dabei werden die Hesseröder nach nnz-Informationen auch Hilfe und Unterstützung der BI Sundhausen erhalten.

Die Aktionen allerdings werden vermutlich nicht die Wirkung zeigen, wie die Sammlung der Unterschriften in Sundhausen im vergangenen Jahr. Die rechtliche Situation in Hesserode ist einfach eine gänzlich andere. Hier gibt es klar formulierte PLanungsziele, geflossene Fördermittel in Millionenhöhe und ein erschlossenes Gewerbegebiet. Praktisch kann morgen mit dem Bau eines Autohofes begonnen werden. Das Mitbestimmungsrecht der Bürger habe im Fall von Hesserode nicht die Qualität dessen in Sundhausen, ist aus dem Rathaus zu hören.

Als Projektträger, also als Bauherr für das Vorhaben soll laut Bürgerinitiative ein Mirko Schüring auftreten. Der war heute weder im Land Brandenburg, noch im Freistaat Sachsen zu erreichen gewesen. Zwei Telefonanschlüsse sind abgeschaltet, bei einem dritten Versuch in Zeischa wurde der nnz gesagt, Herr Schüring sei in Rußland.

Übrigens war der Unternehmer vor einigen Jahren durch unkonventionelle Schutzmaßnahmen seines Betriebseigentums in die deutschlandweite Presse geraten. Das jedoch gehört seitdem der Vergangenheit an.
Autor: nnz

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