Schlamm, Blasen und Glück
Montag, 14. Februar 2011, 07:32 Uhr
Zum elften Mal machten sich am Wochenende ganz normale Menschen auf den Weg nach Halle. Nicht "Wetten, das...?" war deren Ziel, sondern der Rückmarsch nach Nordhausen. Wanderführer Bodo Schwarzberg erzählt in der nnz von Schlamm, Blasen und Glück...
Der Sieger: Sven Czerwinski absolviert seinen ersten Hunderter. Nur noch wenige Hundert Meter trennen ihn vom ersehnten Ziel
Ich hatte nur selten einen 100 km-Aspiranten am Start, der so viel Leistungswillen und Durchhaltevermögen gezeigt hat, wie Sven Czerwinski. Der Nordhäuser Generalagent einer Versicherungsgesellschaft war am 12. Februar mit weiteren Nordhäusern in die Saalestadt gefahren, um die Distanz in die Rolandstadt unbedingt zu schaffen. Er ließ sich von seinem großen Ziel weder durch den immer mehr schmerzenden Oberschenkeln, noch von den Blasen abhalten, die seine Füße schleichend überzogen: Luftbereifung, wie Sven Czerwinski sagt.
In der Morgendämmerung in Uftrungen
Zudem musste er die im Vergleich zu früheren Südharz-Hundertern höhere Wandergeschwindigkeit durchhalten: Denn ich hatte mir vorgenommen, die 100 Kilomterer erstmals, wie im Reglement gefordert, innerhalb von 24 Stunden, und damit mehr als eine Stunde schneller durchzuziehen. Bis Kilometer 81, der Pension Haseltal in Uftrungen, gelang dies auch. Dann aber trennte uns noch der Alte Stolberg von der Rolandstadt. Denn nachlassenden Kräften der Teilnehmer geschuldet, war eine Einhaltung des ehrgeizigen Zeitplanes nun nicht mehr möglich.
Denn schließlich ist es für einen Wanderleiter ein tolles Gefühl, alle Starter an das von ihnen gewünschte Ziel geführt zu haben. Erstmals zudem ist eine Mehrheit der Teilnehmer des 11. Südharz-Hunderters in Stadt oder Kreis Nordhausen ansässig. Fünf der neun Teilnehmer wohnen dort. Die anderen vier reisten aus Berlin, Lieskau bei Halle, Halle und Leipzig zum Start.
Bodo Schwarzberg (l.), Sven Czerwinski im AltenStolberg nach knapp 90 Kilometer
Sven Czerwinski erreichte sein Ziel am Hauptbahnhof Nordhausen, und bewältigte damit seinen ersten Hunderter – glücklich und zugleich geschafft. Er hatte sich weder vom nassen Schnee abhalten lassen, der während der Nacht auf Sonntag fiel, noch vom Regen, der ihm folgte, und nicht von dem aufgeweichten Boden, der das Gehen oft genug erschwerte. Er beweist, dass ein Hunderter, wie ich immer sage, im Kopf entschieden wird. Der Wille entscheidet mehr über den Erfolg, als die rein körperliche Ausdauer. Allerdings kommt es nur selten vor, dass dies einem Teilnehmer gleich beim ersten Versuch gelingt.
So sah die Strecke verbreitet aus
Ich als Wanderleiter bin ebenso froh, wie meine Teilnehmer, dass alle ihr gewünschtes Ziel erreicht haben: So auch Claudia Gentner als einzige Frau in der Gruppe: Die 34-jährige war wieder in Lutherstadt Eisleben zu der Gruppe gestoßen und hatte bis ins Ziel 69 Kilometer bewältigt. Die anderen acht Wanderer absolvierten mit Erfolg die Gesamtstrecke von 100 Kilometern mit einer durchwanderten Nacht und drei Gaststätteneinkehren in Aseleben, Grillenberg und Uftrungen. Ältester Teilnehmer war der 69-jährige Dieter Hammer aus Lieskau, mit dem ich im vergangenen Sommer die 150 km von Seesen über den Brocken nach Eisleben und damit die komplette, exklusive Harzüberquerung-West-Ost absolvierte.
Die nächste Wanderung führe ich als 7. Harz-Hunderter am 4. und 5. Juni. Im Rahmen der neuen Serie werden in diesem Jahr rund 20 Harzer Wandernadeln angewandert. Start wird in Sangerhausen sein. Interessenten können sich gern bei mir melden: bodo_schwarzberg@yahoo.de.
Als neue Teilnahmebedingung über Strecken von mehr als 51 Kilometer gilt ab sofort, dass in den sechs Monaten vor dem Start wenigstens eine rund 50-Kilometer-Wanderstrecke mit einem durchschnittlichen Wandertempo von 5 km/h nachweislich bewältigt worden sein muss.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnzDer Sieger: Sven Czerwinski absolviert seinen ersten Hunderter. Nur noch wenige Hundert Meter trennen ihn vom ersehnten Ziel
Ich hatte nur selten einen 100 km-Aspiranten am Start, der so viel Leistungswillen und Durchhaltevermögen gezeigt hat, wie Sven Czerwinski. Der Nordhäuser Generalagent einer Versicherungsgesellschaft war am 12. Februar mit weiteren Nordhäusern in die Saalestadt gefahren, um die Distanz in die Rolandstadt unbedingt zu schaffen. Er ließ sich von seinem großen Ziel weder durch den immer mehr schmerzenden Oberschenkeln, noch von den Blasen abhalten, die seine Füße schleichend überzogen: Luftbereifung, wie Sven Czerwinski sagt.
In der Morgendämmerung in Uftrungen
Zudem musste er die im Vergleich zu früheren Südharz-Hundertern höhere Wandergeschwindigkeit durchhalten: Denn ich hatte mir vorgenommen, die 100 Kilomterer erstmals, wie im Reglement gefordert, innerhalb von 24 Stunden, und damit mehr als eine Stunde schneller durchzuziehen. Bis Kilometer 81, der Pension Haseltal in Uftrungen, gelang dies auch. Dann aber trennte uns noch der Alte Stolberg von der Rolandstadt. Denn nachlassenden Kräften der Teilnehmer geschuldet, war eine Einhaltung des ehrgeizigen Zeitplanes nun nicht mehr möglich.
Denn schließlich ist es für einen Wanderleiter ein tolles Gefühl, alle Starter an das von ihnen gewünschte Ziel geführt zu haben. Erstmals zudem ist eine Mehrheit der Teilnehmer des 11. Südharz-Hunderters in Stadt oder Kreis Nordhausen ansässig. Fünf der neun Teilnehmer wohnen dort. Die anderen vier reisten aus Berlin, Lieskau bei Halle, Halle und Leipzig zum Start.
Bodo Schwarzberg (l.), Sven Czerwinski im AltenStolberg nach knapp 90 Kilometer
Sven Czerwinski erreichte sein Ziel am Hauptbahnhof Nordhausen, und bewältigte damit seinen ersten Hunderter – glücklich und zugleich geschafft. Er hatte sich weder vom nassen Schnee abhalten lassen, der während der Nacht auf Sonntag fiel, noch vom Regen, der ihm folgte, und nicht von dem aufgeweichten Boden, der das Gehen oft genug erschwerte. Er beweist, dass ein Hunderter, wie ich immer sage, im Kopf entschieden wird. Der Wille entscheidet mehr über den Erfolg, als die rein körperliche Ausdauer. Allerdings kommt es nur selten vor, dass dies einem Teilnehmer gleich beim ersten Versuch gelingt.
So sah die Strecke verbreitet aus
Ich als Wanderleiter bin ebenso froh, wie meine Teilnehmer, dass alle ihr gewünschtes Ziel erreicht haben: So auch Claudia Gentner als einzige Frau in der Gruppe: Die 34-jährige war wieder in Lutherstadt Eisleben zu der Gruppe gestoßen und hatte bis ins Ziel 69 Kilometer bewältigt. Die anderen acht Wanderer absolvierten mit Erfolg die Gesamtstrecke von 100 Kilometern mit einer durchwanderten Nacht und drei Gaststätteneinkehren in Aseleben, Grillenberg und Uftrungen. Ältester Teilnehmer war der 69-jährige Dieter Hammer aus Lieskau, mit dem ich im vergangenen Sommer die 150 km von Seesen über den Brocken nach Eisleben und damit die komplette, exklusive Harzüberquerung-West-Ost absolvierte.
Die nächste Wanderung führe ich als 7. Harz-Hunderter am 4. und 5. Juni. Im Rahmen der neuen Serie werden in diesem Jahr rund 20 Harzer Wandernadeln angewandert. Start wird in Sangerhausen sein. Interessenten können sich gern bei mir melden: bodo_schwarzberg@yahoo.de.
Als neue Teilnahmebedingung über Strecken von mehr als 51 Kilometer gilt ab sofort, dass in den sechs Monaten vor dem Start wenigstens eine rund 50-Kilometer-Wanderstrecke mit einem durchschnittlichen Wandertempo von 5 km/h nachweislich bewältigt worden sein muss.
Bodo Schwarzberg




