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Treffen der Ansichtskarten-Sammler

Freitag, 04. März 2011, 11:06 Uhr
AK-Treffen (Foto: Hellberg) AK-Treffen (Foto: Hellberg) Die Treffen der Nordhäuser Ansichtkartensammler haben sich zu einer guten Tradition entwickelt. Zweimal im Jahr kommen die Liebhaber der bunten Karten zusammen, um zu fachsimpeln und seltene Stücke zu erstehen. In einer Woche steht die 26. Zusammenkunft an.

Seit nunmehr dreizehn Jahren kommen die Philokartisten zusammen, um ihrer Sammelleidenschaft zu frönen. Anfang 1998 wurde die Idee geboren, die Sammler Nordhäuser Ansichtskarten aus allen Teilen der Bundesrepublik einmal zusammenzuführen. Im Spätsommer des Jahres 1998 fand das Sammlertreffen statt, mit rund zwei Dutzend Interessenten u. a. aus Dortmund, Wolfenbüttel, Hannover Berlin, Erfurt und Mühlhausen. Aufgrund der großen Resonanz beschloss man, diese Treffen regelmäßig zweimal im Jahr durchzuführen. Interessenten kamen aus zahlreichen Bundesländern und natürlich aus der Nordhäuser Region. Die Schar der Freunde der bunten Karten hat sich seitdem ständig vergrößert. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich auch immer mehr Jugendliche und Frauen dieser schönen Freizeitbeschäftigung zuwenden.

Das Ansichtskartensammeln hat in Nordhausen eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1895 reicht. 1896 fand In Nordhausen sogar die erste Vorstandskonferenz der Ansichtskartensammler Deutschlands statt. In den 1920er Jahren brachten Inflation und die Massenarbeitslosigkeit die Vereinstätigkeit zum Erliegen. Zu DDR-Zeiten war es nur eine Hand voll Sammler, die auf Flohmärkten die Möglichkeiten nutzten, um alte Ansichtskarten zu erstehen.

Nach der Wiedervereinigung erkannten auch ansässigen Antiquitätenhändler ihre Chance, das zunehmende Interesse der Nordhäuser an einheimischen Postkarten zu befriedigen. Es entstand ein wahrer Boom nach Nordhäuser Karten. Es erstaunt immer wieder, was die Sammler inzwischen zusammengetragen haben. Das lässt die Vielfalt der bis 1945 herausgegebenen Postkarten nur erahnen, denn exakte Zahlen darüber gibt es nicht. Besonders begehrt bei den Liebhabern sind farbenprächtige Lithografien und Anlasspostkarten, die in relativ kleiner Stückzahl zu Vereinsjubiläen und Großveranstaltungen entworfen wurden, sowie Ansichten alter Gaststätten und Straßen-Motive.

Mit der Sammelleidenschaft ist auch das Interesse an Heimatgeschichte verbunden. Anhand von alten Adressbüchern werden die Motive und Ansichten territorial und zeitlich eingeordnet. So manche Fachbücher und historische Schriften werden zur Vertiefung der Historie herangezogen, so dass die meisten Freunde der Postkarten auch gut über die Nordhäuser Geschichte informiert sind.

Für die „Neueinsteiger“ unter den Sammlern bietet sich auf diesen Treffen die Gelegenheit, ihren regionalgeschichtlichen Erkenntnisstand zu erweitern und sich einen Überblick über die Vielfalt der begehrten Objekte zu verschaffen.

Am Samstag, dem 12. März 2011, um 14 Uhr findet das 26. Treffen der Sammler Nordhäuser Ansichtskarten im Museum Tabakspeicher in der Bäckerstraße statt. Dazu sind alle Sammler und Interessenten herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl sorgt wie immer zuverlässig der Förderverein Tabakspeicher.
Autor: rh

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