Ich "mache" noch ein paar Jahre
Donnerstag, 10. März 2011, 15:06 Uhr
Es ist gerade Mittagspause in der Praxis von Dr. Dieter Bartholomäus. Kurz Zeit, um was zu essen, mal zu verschnaufen. Zeit auch für eine Gespräch mit der nnz, denn vor mehr als einem Jahr sah die Welt für den Mediziner noch anders aus, vor allem wässriger...
Dr. Bartholomäus an der Auswertung eines EKG
Der Mann erinnert sich punktgenau an den 21. Dezember des Jahres 2009. Damals richtete ein Wasserschaden oberhalb seiner Praxis in der Nordhäuser Geseniusstraße 27 einen immensen Schaden an. Geht es weiter oder nicht? Die Frage stellte sich, Dr. Bartholoäus entschied sich für's Weitermachen. Auch Dank einer "funktionierenden" Versicherung die richtige Entscheidung. Schon Anfang Januar 2010 wurde die erste Sprechstunde wieder durchgeführt, in der Physiotherapiepraxis nebenan, dem scheinbar einzigen trockenen Fleck.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, diese uralte Weisheit traf auf den Zustand der Bartholomäus-Praxis nicht zu. Es war quasi ein Neustart, schließlich ist der Allgemeinmediziner und Sportmediziner für fast 1.700 Patienten pro Quartal verantwortlich.
Für Dr. Bartholomäus, den fast jeder Nordhäuser "Bartho" nennt, war der Wasserschaden der zweite Neustart. Den ersten legte er mit der Wende hin. Wie viele seiner damaligen Kollegen. "Plötzlich war ich für so vieles verantwortlich, nicht nur für meine Patienten. Wie meine Kollegen musste ich wirtschaftliche Risiken eingehen, Technik beschaffen, Räumlichkeiten mieten, Schwestern anstellen, bezahlen und für deren Arbeitsplatz Verantwortung mit übernehmen. 618 Patienten waren es damals, vor 20 Jahren, jetzt ist es das Dreifache", erzählt der Mediziner.
Dr. Bartholomäus denkt jedoch nicht nur ans "Heute". Sein Blick geht auch hinein in die Zukunft. Die Praxis in der Geseniusstraße wird es auch weiterhin geben, in drei bis vier Jahren soll ein zweiter ärztlicher Arbeitsplatz hinzukommen. Danach will "Bartho" den Staffelstab weitergeben. Wie lange er danach noch für seine Patienten da ist? "So lange die meine Dienste als Arzt in Anspruch nehmen wollen. An dieser Stelle will ich mich aber auch bei meinen vier Schwestern bedanken. Das Quartett wird sich selbstverständlich auch weiterhin kompetent und freundlich um die Patienten kümmern."
Ans Aufhören denkt der Mann nicht, warum auch, schließlich gibt es ja immer noch - auch in einigen Jahren - die Verantwortung, die Dr. Dieter Bartholomäus vor Jahrzehnten als Mediziner übernommen hatte.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDr. Bartholomäus an der Auswertung eines EKG
Der Mann erinnert sich punktgenau an den 21. Dezember des Jahres 2009. Damals richtete ein Wasserschaden oberhalb seiner Praxis in der Nordhäuser Geseniusstraße 27 einen immensen Schaden an. Geht es weiter oder nicht? Die Frage stellte sich, Dr. Bartholoäus entschied sich für's Weitermachen. Auch Dank einer "funktionierenden" Versicherung die richtige Entscheidung. Schon Anfang Januar 2010 wurde die erste Sprechstunde wieder durchgeführt, in der Physiotherapiepraxis nebenan, dem scheinbar einzigen trockenen Fleck.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, diese uralte Weisheit traf auf den Zustand der Bartholomäus-Praxis nicht zu. Es war quasi ein Neustart, schließlich ist der Allgemeinmediziner und Sportmediziner für fast 1.700 Patienten pro Quartal verantwortlich.
Für Dr. Bartholomäus, den fast jeder Nordhäuser "Bartho" nennt, war der Wasserschaden der zweite Neustart. Den ersten legte er mit der Wende hin. Wie viele seiner damaligen Kollegen. "Plötzlich war ich für so vieles verantwortlich, nicht nur für meine Patienten. Wie meine Kollegen musste ich wirtschaftliche Risiken eingehen, Technik beschaffen, Räumlichkeiten mieten, Schwestern anstellen, bezahlen und für deren Arbeitsplatz Verantwortung mit übernehmen. 618 Patienten waren es damals, vor 20 Jahren, jetzt ist es das Dreifache", erzählt der Mediziner.
Dr. Bartholomäus denkt jedoch nicht nur ans "Heute". Sein Blick geht auch hinein in die Zukunft. Die Praxis in der Geseniusstraße wird es auch weiterhin geben, in drei bis vier Jahren soll ein zweiter ärztlicher Arbeitsplatz hinzukommen. Danach will "Bartho" den Staffelstab weitergeben. Wie lange er danach noch für seine Patienten da ist? "So lange die meine Dienste als Arzt in Anspruch nehmen wollen. An dieser Stelle will ich mich aber auch bei meinen vier Schwestern bedanken. Das Quartett wird sich selbstverständlich auch weiterhin kompetent und freundlich um die Patienten kümmern."
Ans Aufhören denkt der Mann nicht, warum auch, schließlich gibt es ja immer noch - auch in einigen Jahren - die Verantwortung, die Dr. Dieter Bartholomäus vor Jahrzehnten als Mediziner übernommen hatte.
Peter-Stefan Greiner

