Jazz, Lyrik & Licht: Briefe aus Rauch
Samstag, 19. März 2011, 15:17 Uhr
Ein weiterer Höhepunkt des 13. Nordhäuser Jazzfrühlings wird den Besuchern heuten in einer Woche geboten. Die außergewöhnlichen Konzerte des Günter Heinz zum jährlichen Nordhäuser JazzRabazz im Theater sind sicher vielen in Erinnerung. Nun hat er sich wieder etwas ganz besonders einfallen lassen...
Voriges Jahr erlebte die Performance Briefe aus Rauch mit der Musik des sächsischen Komponisten und Jazzers Günter Heinz, der dafür ein dreimonatiges Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen erhielt, anlässlich des Literaturfestivals Bardinale in Dresden ihre Uraufführung.
Jetzt können wir sie in Nordhausen erleben und das ganz Besondere ist, die Musik und die Worte werden quadrophon auf die Besucher einwirken. Das Werk bezieht sich auf Texte des zeitgenössischen spanischen Dichters Juan Carlos Valle Karlotti. Es ist von höchster Konzentration, aber auch von größter Empfindsamkeit – wie die Worte des Dichters. Die Texte werden von Vanessa Vidal (Valencia) in Originalsprache und auf Deutsch vorgetragen. Einzelne Worte, wie hingeworfen.
Und doch erzeugen sie Bilder von großer Intensität. Günter Heinz und Ruairi O’Brian eröffnen der Sprache mit ihren Klang- und Lichtkomposition einen erweiterten Erfahrungsraum, der alle Sinne anspricht.
Günter Heinz entdeckte den Dichter, dessen Texte erstmalig in Deutschland gelesen werden, durch eine Zeitungsnotiz, die ihn (den Musiker) mit Karlotti (dem Dichter) verglich. Dort schrieb Ildefonso Rodríguez: … ich sah etwas, was ich zuvor noch nie gesehen hatte: Günter Heinz, dieser Musiker, der uns immer an Karlotti erinnert, gab seiner Posaune während des Konzerts einen Schluck Wein. Feinfühlig (alles an Günter ist feinfühlig, sein Sprudeln, Gurgeln, Glucksen, seine Klangblasen) erhob er ein mit rotem Wein gefülltes Glas und gab seiner Posaune zu trinken. Wie in der uralten Geschichte desjenigen, der Wein und Essen mit seinen Tieren teilt ...
Vanessa Vidal Mayor, geb. 1975 in Callosa d´En Sarrià (Spanien), studierte Philosophie in Valencia und Mainz. 1999 bis 2000 war sie DAAD-Stipendiatin an der Johannes Gutenberg-Universtität Mainz. 2003 Master of Advanced Studies in Philosophie. Seit 2008 lebt sie in Berlin und arbeitet im Theodor W. Adorno Archiv an ihrer Dissertation über Kunsterfahrung im Werk von Theodor W. Adorno.
Für das Projekt Briefe aus Rauch übersetzte sie Texte von Juan Carlos Valle ins Deutsche. Ruairí O’Brien geboren 1962 in Dublin/Irland, ist Architekt, Lichtplaner und Künstler, lebt und arbeitet seit 1991 in Deutschland. Nach dem Studium der Architektur an Universitäten in London, Edinburgh und New York war er als Projektarchitekt in London, New York, Frankfurt am Main, Hamburg, Dresden und Berlin tätig. 1995 gründete O’Brien sein eigenes Architekturbüro, ansässig in Dresden.
O’Brien lehrte an nationalen und internationalen Universitäten in den Fächern Architektur, Lighting Design und Kunst. O’Brien hat Lichtskulpturen und lichtpoetische Performances anderen Kunstgenres und Künstlern gewidmet, häufig aus der Literatur. 2004 gründete er in Dresden das Festival Light and Word.
Ein Abend für das Ohr, aber auch für das Auge. Nicht nur die Lichtkomposition des Ruairí O’Brien sondern auch Günter Heinz selber bietet immer wieder einen faszinierenden Anblick, wenn er seine Musik zelebriert.
Der Konzert beginnt am 26. März um 20 Uhr. Einlass ist 19.00 Uhr und Karten zum Preis von 12,-/9,- Euro können unter Tel. (0 36 31) 97 31 72 oder zappa1959@aol.com vorbestellt werden. Getränke sind ausreichend vorhanden und das Fettbrot mit Gürkchen steht auch bereit. Mit einem Jazz hat´s freut sich der Jazzclub Nordhausen auf seine Besucher.
Weitere Informationen zu den folgenden Veranstaltungen finden Sie unter www.jazzclub-nordhausen.de
Autor: nnzVoriges Jahr erlebte die Performance Briefe aus Rauch mit der Musik des sächsischen Komponisten und Jazzers Günter Heinz, der dafür ein dreimonatiges Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen erhielt, anlässlich des Literaturfestivals Bardinale in Dresden ihre Uraufführung.
Jetzt können wir sie in Nordhausen erleben und das ganz Besondere ist, die Musik und die Worte werden quadrophon auf die Besucher einwirken. Das Werk bezieht sich auf Texte des zeitgenössischen spanischen Dichters Juan Carlos Valle Karlotti. Es ist von höchster Konzentration, aber auch von größter Empfindsamkeit – wie die Worte des Dichters. Die Texte werden von Vanessa Vidal (Valencia) in Originalsprache und auf Deutsch vorgetragen. Einzelne Worte, wie hingeworfen.
Und doch erzeugen sie Bilder von großer Intensität. Günter Heinz und Ruairi O’Brian eröffnen der Sprache mit ihren Klang- und Lichtkomposition einen erweiterten Erfahrungsraum, der alle Sinne anspricht.
Günter Heinz entdeckte den Dichter, dessen Texte erstmalig in Deutschland gelesen werden, durch eine Zeitungsnotiz, die ihn (den Musiker) mit Karlotti (dem Dichter) verglich. Dort schrieb Ildefonso Rodríguez: … ich sah etwas, was ich zuvor noch nie gesehen hatte: Günter Heinz, dieser Musiker, der uns immer an Karlotti erinnert, gab seiner Posaune während des Konzerts einen Schluck Wein. Feinfühlig (alles an Günter ist feinfühlig, sein Sprudeln, Gurgeln, Glucksen, seine Klangblasen) erhob er ein mit rotem Wein gefülltes Glas und gab seiner Posaune zu trinken. Wie in der uralten Geschichte desjenigen, der Wein und Essen mit seinen Tieren teilt ...
Vanessa Vidal Mayor, geb. 1975 in Callosa d´En Sarrià (Spanien), studierte Philosophie in Valencia und Mainz. 1999 bis 2000 war sie DAAD-Stipendiatin an der Johannes Gutenberg-Universtität Mainz. 2003 Master of Advanced Studies in Philosophie. Seit 2008 lebt sie in Berlin und arbeitet im Theodor W. Adorno Archiv an ihrer Dissertation über Kunsterfahrung im Werk von Theodor W. Adorno.
Für das Projekt Briefe aus Rauch übersetzte sie Texte von Juan Carlos Valle ins Deutsche. Ruairí O’Brien geboren 1962 in Dublin/Irland, ist Architekt, Lichtplaner und Künstler, lebt und arbeitet seit 1991 in Deutschland. Nach dem Studium der Architektur an Universitäten in London, Edinburgh und New York war er als Projektarchitekt in London, New York, Frankfurt am Main, Hamburg, Dresden und Berlin tätig. 1995 gründete O’Brien sein eigenes Architekturbüro, ansässig in Dresden.
O’Brien lehrte an nationalen und internationalen Universitäten in den Fächern Architektur, Lighting Design und Kunst. O’Brien hat Lichtskulpturen und lichtpoetische Performances anderen Kunstgenres und Künstlern gewidmet, häufig aus der Literatur. 2004 gründete er in Dresden das Festival Light and Word.
Ein Abend für das Ohr, aber auch für das Auge. Nicht nur die Lichtkomposition des Ruairí O’Brien sondern auch Günter Heinz selber bietet immer wieder einen faszinierenden Anblick, wenn er seine Musik zelebriert.
Der Konzert beginnt am 26. März um 20 Uhr. Einlass ist 19.00 Uhr und Karten zum Preis von 12,-/9,- Euro können unter Tel. (0 36 31) 97 31 72 oder zappa1959@aol.com vorbestellt werden. Getränke sind ausreichend vorhanden und das Fettbrot mit Gürkchen steht auch bereit. Mit einem Jazz hat´s freut sich der Jazzclub Nordhausen auf seine Besucher.
Weitere Informationen zu den folgenden Veranstaltungen finden Sie unter www.jazzclub-nordhausen.de

