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Entsetzen über Schändung

Freitag, 01. April 2011, 16:06 Uhr
In der Nacht ist das Denkmal auf dem Ehrenfriedhof am Stresemannring in Nordhausen von bislang unbekannten Tätern großflächig mit antisemitischen Parolen sowie Hakenkreuzen und SS-Runen versehen worden. Dazu eine gemeinsame Erklärung...


"Auf dem Ehrenfriedhof wurden im April und Mai 1945 auf Anweisung der Amerikaner über 2000 NS-Opfer bestattet, überwiegend Häftlinge aus dem Außenlager des KZ Mittelbau-Dora in der nahe gelegenen Boelcke-Kaserne, aber auch mehrere Hundert ausländische Zwangsarbeiter und deren Kinder.

Die Stadt Nordhausen und die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora verurteilen die Schändung als verbrecherischen und abscheulichen Akt und als einen Anschlag auf die Würde der NS-Opfer. Die Schändung zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar es ist, sich den braunen Gedanken und Taten mit Nachdruck entgegen zu stellen und für eine offene, demokratische Gesellschaft einzutreten, die sich wachsam und kritisch mit der NS-Vergangenheit auseinandersetzt.
Barbara Rinke, Nordhäuser Oberbürgermeisterin,
Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte „Mittelbau Dora“
Autor: nnz

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