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Vom Trompeter zum Dirigierpult

Dienstag, 05. April 2011, 13:33 Uhr
Mit Musik von Beethoven, Dvorák und Fibich stimmt das Loh-Orchester in seinem 7. und zugleich letzten Sinfoniekonzert in dieser Spielzeit auch musikalisch auf den nunmehr begonnenen Frühling ein. Das Sinfoniekonzert unter dem Motto „Zu neuen Ufern“ dirigiert ein Gast, der aus Bremerhaven anreist: Stephan Tetzlaff...


Dirigiert (Foto: Agentur) Dirigiert (Foto: Agentur) Seit dem Jahr 2000 ist er am dortigen Stadttheater als Generalmusikdirektor engagiert. Für ihn ist der Frühling „die schönste Jahreszeit“, und gerade die Musik sei imstande, „dieses erwartungsfrohe Gefühl aufzunehmen“. Das 3. Klavierkonzert von Beethoven und die 8. Sinfonie von Dvorák hat er schon des Öfteren dirigiert, die Sinfonische Dichtung von Fibich ist ihm hingegen neu, auf sie ist er „sehr gespannt“.

In den über 10 Jahren, die Stephan Tetzlaff als Generalmusikdirektor in Bremerhaven beschäftigt ist, wurde er mehrfach von der renommierten Zeitschrift „Die Opernwelt“ ausgezeichnet; vor allem „Der Rosenkavalier“ im Jahr 2004 und „Salome“ 2007 beeindruckten.

Stephan Tetzlaff kommt ursprünglich aus Hamburg. Er lernte Klavier und Trompete, mehrfach wurde er auf der Trompete beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Doch die Erfüllung fand er letztlich im Dirigieren: „Schon im Alter von 17 Jahren“, so Tetzlaff, „genügte mir die Rolle des vor allem Pausen zählenden Trompeters nicht mehr. Ich wollte umfassender Musik gestalten. Eines Tages bat mich der Dirigent unseres Jugendorchesters, eine Probe zu übernehmen. Von da an war ich infiziert.“

So begann er nach seinem Abitur und Ersatzdienst ein Dirigierstudium an der Hamburger Musikhochschule bei Prof. Klauspeter Seibel, dirigierte in dieser Zeit einige Male die Hamburger Sinfoniker und leitete drei Jahre das Harvestehuder Studentenorchester. 1986 bis 1991 war er als Solorepetitor und Kapellmeister in Kiel engagiert, es schlossen sich Engagements am Staatstheater Darmstadt und an der Staatsoper Hannover an, bis im Jahr 2000 das Engagement am Stadttheater Bremerhaven folgte.

Besonders am Herzen liegt ihm die Vermittlung von Musik an Kinder und Jugendliche sowie die Arbeit mit Jugend- und Studentenorchestern. Seit Mitte der 80er Jahre war er als Dirigent und Moderator zahlreicher Kinderkonzerte tätig und begründete die populäre Reihe der Familienkonzerte mit der RadioPhilharmonie Hannover im dortigen Funkhaus.

Das 7. Sinfoniekonzert findet am 9. April um 19.30 Uhr im Haus der Kunst Sondershausen und am 10. April um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen statt. Stephan Tetzlaff wird an beiden Abenden jeweils ab 18.45 Uhr im Foyer gemeinsam mit der Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung in das Konzert geben.

Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel. (0 36 31) 98 34 52, in der Sondershausen-Information, Tel. (0 36 32) 78 81 11, sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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