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Munitionssucher an der Mauer

Mittwoch, 13. April 2011, 10:46 Uhr
Vor Beginn der Bauarbeiten zur Sanierung der Nordhäuser Stadtmauer läuft derzeit die Untersuchung auf Munitionsblindgänger oberhalb der Elisabethstraße und wir haben die aktuellen Informationen für Sie...

Gebohrt (Foto: I. Bergmann) Gebohrt (Foto: I. Bergmann)

Nach einer Oberflächensondierung der Böschung wurden zur Tiefensondierung Löcher in den Hang gebohrt und mit Rohren versehen, durch die die Bohrlochsonden tief ins Innere geschoben werden können – an jenen Stellen, an denen später Anker den Hang sichern sollen. Die Sensoren sollen mit Hilfe des ferromagnetischen Prinzips Metallteile aufspüren.

Saniert wird in diesem Jahr die Stadtmauer entlang der Elisabethstraße zwischen der Barfüßerstraße und dem letzten Haus oberhalb des Elisabethbrunnens. „Nachdem die Stadtmauer direkt unterhalb des Humboldt-Gymnasiums von absturzgefährdeten Mauerteilen beräumt wurde, wird der darunter liegende Hang gesichert. Dazu werden die noch vorhandenen Stützmauern statisch gesichert und instand gesetzt sowie fehlende Stützmauern ersetzt, die Mehrzahl von ihnen wird im Hang verankert. Die Arbeiten sind technisch interessant und sehr aufwändig“, sagte Jens Kohlhause, Nordhausens Bauamtsleiter.

Deshalb seien die Arbeiten auch teuer. Allein für den 1. Abschnitt würden Kosten von rund 400.000 Euro anfallen, von denen allerdings 90 Prozent aus der Städtebauförderung zur Verfügung stehen. Die Sanierung bis zur Wassertreppe werde insgesamt rund 2,1 Millionen Euro kosten, so Kohlhause. Wenn die Fördergelder weiter zur Verfügung stehen, soll in den kommenden drei Jahren die Sanierung bis zur Wassertreppe fortgesetzt werden.
Autor: nnz

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