Vor Zecken schützen
Dienstag, 26. April 2011, 11:31 Uhr
Mit dem Frühjahr beginnt wieder die Zeckenzeit. Durch die steigenden Temperaturen werden die Spinnentiere wieder aktiv und lauern auf Wiesen und im Gebüsch auf einen Wirt. Ein Biss ist nicht ungefährlich, da die Tiere über ihren Speichel Krankheitserreger übertragen können. Die Apotheker im Landkreis Nordhausen raten deshalb, sich bei Ausflügen ins Freie vor Zecken zu schützen.
Zecken sind aus zweierlei Hinsicht gefährlich, denn sie können sowohl die Erreger der Borreliose als auch der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. "FSME ist eine spezielle Form der Hirnhautentzündung. Nicht nur in Bayern und Baden-Württemberg, sondern auch in Thüringen gibt es FSME-Risikogebiete", sagt Apothekerin Eleonore Liebetrau, Pressesprecherin im Landkreis Nordhausen. In diesen Landesteilen tragen bis zu fünf Prozent der Zecken das FSME-Virus in sich und können es damit auf den Menschen übertragen.
Vor einer Infektion mit dem FSME-Erreger kann eine Impfung schützen. "Wer sich für die aktuelle Saison wappnen möchte, sollte jetzt an die Impfung denken, denn der Schutz besteht erst nach drei Impfterminen", informiert Liebetrau. Alle fünf Jahre muss die Impfung aufgefrischt werden. Die Krankenkassen bezahlen die Prophylaxe für Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort beruflich aufhalten.
Im Gegensatz zu FSME gibt es gegen Borreliose keine wirksame Impfung. Zudem ist die Verbreitung nicht auf bestimmte Gebiete beschränkt. Deutschlandweit tragen bis zu 35 Prozent aller Zecken die auslösenden Bakterien in sich. "Der einzig wirksame Schutz gegen eine Infektion besteht darin, einen Zeckenbiss zu vermeiden", sagt Liebetrau. Da Zecken häufig auf Wiesen und im Gebüsch sitzen, sollten bei Ausflügen in die Natur lange Hosen und festes Schuhwerk getragen werden.
"Zusätzlich können so genannte Repellentien helfen", erklärt Liebetrau und ergänzt: "Derartige Substanzen können Zecken für einige Stunden fernhalten, wenn sie auf unbekleidete Hautstellen möglichst dünn aufgetragen werden. Ihre Wirksamkeit lässt nach ca. 4 Stunden deutlich nach und wer länger unterwegs sein sollte, darf das nachcremen bzw. sprühen nicht vergessen", informiert Liebetrau, der auf die Beratungsmöglichkeit in den Thüringer Apotheken hinweist.
Nach dem Aufenthalt in Wiesen und Wäldern sollte zu Hause der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. "Stecken die Tiere noch in der Haut, müssen sie so schnell wie möglich entfernt werden. Wichtig ist, dass die Tiere nicht am Hinterteil gequetscht werden, da sonst vermehrt Erreger übertragen werden können. Für die sachgerechte Entfernung empfehlen sich spezielle Zeckenzangen oder -karten aus der Apotheke", sagt Liebetrau. Anschließend sollte die betroffene Hautstelle desinfiziert werden.
Entwickelt sich nach einem Zeckenbiss eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Eine mögliche Infektion mit Borreliose-Erregern kann dann rechtzeitig mit Antibiotika behandelt werden.
Autor: nnzZecken sind aus zweierlei Hinsicht gefährlich, denn sie können sowohl die Erreger der Borreliose als auch der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. "FSME ist eine spezielle Form der Hirnhautentzündung. Nicht nur in Bayern und Baden-Württemberg, sondern auch in Thüringen gibt es FSME-Risikogebiete", sagt Apothekerin Eleonore Liebetrau, Pressesprecherin im Landkreis Nordhausen. In diesen Landesteilen tragen bis zu fünf Prozent der Zecken das FSME-Virus in sich und können es damit auf den Menschen übertragen.
Vor einer Infektion mit dem FSME-Erreger kann eine Impfung schützen. "Wer sich für die aktuelle Saison wappnen möchte, sollte jetzt an die Impfung denken, denn der Schutz besteht erst nach drei Impfterminen", informiert Liebetrau. Alle fünf Jahre muss die Impfung aufgefrischt werden. Die Krankenkassen bezahlen die Prophylaxe für Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort beruflich aufhalten.
Im Gegensatz zu FSME gibt es gegen Borreliose keine wirksame Impfung. Zudem ist die Verbreitung nicht auf bestimmte Gebiete beschränkt. Deutschlandweit tragen bis zu 35 Prozent aller Zecken die auslösenden Bakterien in sich. "Der einzig wirksame Schutz gegen eine Infektion besteht darin, einen Zeckenbiss zu vermeiden", sagt Liebetrau. Da Zecken häufig auf Wiesen und im Gebüsch sitzen, sollten bei Ausflügen in die Natur lange Hosen und festes Schuhwerk getragen werden.
"Zusätzlich können so genannte Repellentien helfen", erklärt Liebetrau und ergänzt: "Derartige Substanzen können Zecken für einige Stunden fernhalten, wenn sie auf unbekleidete Hautstellen möglichst dünn aufgetragen werden. Ihre Wirksamkeit lässt nach ca. 4 Stunden deutlich nach und wer länger unterwegs sein sollte, darf das nachcremen bzw. sprühen nicht vergessen", informiert Liebetrau, der auf die Beratungsmöglichkeit in den Thüringer Apotheken hinweist.
Nach dem Aufenthalt in Wiesen und Wäldern sollte zu Hause der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. "Stecken die Tiere noch in der Haut, müssen sie so schnell wie möglich entfernt werden. Wichtig ist, dass die Tiere nicht am Hinterteil gequetscht werden, da sonst vermehrt Erreger übertragen werden können. Für die sachgerechte Entfernung empfehlen sich spezielle Zeckenzangen oder -karten aus der Apotheke", sagt Liebetrau. Anschließend sollte die betroffene Hautstelle desinfiziert werden.
Entwickelt sich nach einem Zeckenbiss eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Eine mögliche Infektion mit Borreliose-Erregern kann dann rechtzeitig mit Antibiotika behandelt werden.
