Löhne, Arbeit, Sicherheit
Dienstag, 26. April 2011, 16:01 Uhr
Der 1. Mai steht in diesem Jahr unter dem Thema Faire Löhne, Gute Arbeit, Soziale Sicherheit. Auch in Nordhausen.
In Teilen der Wirtschaft konnte die Krise dank des Einsatzes der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gemildert werden – der Respekt dafür ist bis heute ausgeblieben. Im Gegenteil -Bundesregierung und Arbeitgeber weiten Niedriglöhne, befristete Jobs und unsichere Arbeit immer weiter aus, so der DGB.
"Equal Pay in der Leiharbeit und einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn lehnen sie ab – gegen die Forderung der großen Mehrheit der Bevölkerung. Dabei stellt sich die Frage, wird Thüringen nach Niedriglohnland jetzt Land der Leiharbeit?"
Die Beschäftigung insgesamt sei in Thüringen um 2,2% angestiegen. Allerdings ist jeder zweite neue Arbeitsplatz ein Arbeitsplatz in der Leiharbeit. Der Anteil der Zeitarbeit beträgt in Thüringen 3,9% (bundesweit: 2,7%) der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Das ist nach Gewerkschaftsangaben die höchste Quote bundesweit. Es bestehe die Gefahr, dass Leiharbeit als strategisches Instrument zur dauerhaften Kostensenkung und Personalflexibilisierung zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genutzt werde.
Auch wenn es für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunächst positiv ist, eine Tätigkeit in der Zeitarbeitsbranche gefunden zu haben, gebe es zu dauerhafter regulärer Beschäftigung mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit keine Alternative. Die zentralen Forderungen des DGB sind deshalb gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Stamm- und Leihbeschäftigte und einen allgemeinen gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde. Gute Arbeit, die eine Familie ernährt, nicht krank macht und mitbestimmt ist.
Flexible Übergänge in die Rente, statt Rente mit 67 und eine solidarische Bürgerversicherung im Gesundheitssystem und in der Pflege statt Kopfpauschale und immer mehr Eigenbeteiligung.
In Nordhausen wird die Kundgebung vor dem Rathaus um 10 Uhr beginnen. Hier spricht nach der Begrüßung durch Andreas Wieninger auch Dr. Regina Görner vom Vorstand der IG Metall Frankfurt in Frankfurt am Main.
Neben den Reden wird es das traditionelle Familienfest mit "Less People" aus Bleicherode sowie Ronald Gäßlein geben.
Autor: nnzIn Teilen der Wirtschaft konnte die Krise dank des Einsatzes der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gemildert werden – der Respekt dafür ist bis heute ausgeblieben. Im Gegenteil -Bundesregierung und Arbeitgeber weiten Niedriglöhne, befristete Jobs und unsichere Arbeit immer weiter aus, so der DGB.
"Equal Pay in der Leiharbeit und einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn lehnen sie ab – gegen die Forderung der großen Mehrheit der Bevölkerung. Dabei stellt sich die Frage, wird Thüringen nach Niedriglohnland jetzt Land der Leiharbeit?"
Die Beschäftigung insgesamt sei in Thüringen um 2,2% angestiegen. Allerdings ist jeder zweite neue Arbeitsplatz ein Arbeitsplatz in der Leiharbeit. Der Anteil der Zeitarbeit beträgt in Thüringen 3,9% (bundesweit: 2,7%) der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Das ist nach Gewerkschaftsangaben die höchste Quote bundesweit. Es bestehe die Gefahr, dass Leiharbeit als strategisches Instrument zur dauerhaften Kostensenkung und Personalflexibilisierung zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genutzt werde.
Auch wenn es für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunächst positiv ist, eine Tätigkeit in der Zeitarbeitsbranche gefunden zu haben, gebe es zu dauerhafter regulärer Beschäftigung mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit keine Alternative. Die zentralen Forderungen des DGB sind deshalb gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Stamm- und Leihbeschäftigte und einen allgemeinen gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde. Gute Arbeit, die eine Familie ernährt, nicht krank macht und mitbestimmt ist.
Flexible Übergänge in die Rente, statt Rente mit 67 und eine solidarische Bürgerversicherung im Gesundheitssystem und in der Pflege statt Kopfpauschale und immer mehr Eigenbeteiligung.
In Nordhausen wird die Kundgebung vor dem Rathaus um 10 Uhr beginnen. Hier spricht nach der Begrüßung durch Andreas Wieninger auch Dr. Regina Görner vom Vorstand der IG Metall Frankfurt in Frankfurt am Main.
Neben den Reden wird es das traditionelle Familienfest mit "Less People" aus Bleicherode sowie Ronald Gäßlein geben.
