Kommunales Blitzen
Freitag, 29. April 2011, 09:32 Uhr
In Thüringen dürfen neben der Polizei auch Städte und Gemeinden die Geschwindigkeit von Fahrzeugen messen. Auch in Nordhausen könnte das sein...
In Nordhausen wird in der Rathausspitze vermutlich sogar in Personalunion mit der Anschaffung der blitzenden Geräten gebliebäugelt. Schließlich ist der ordnungsliebende Bürgermeister Matthias Jendricke auch irgendwie für die Finanzen zuständig.
Zwischen der Nordhäuser Polizeiinspektion und dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung gibt es bereits seit einiger Zeit informelle Gespräche über den Einsatz mobiler Blitzgeräte durch die Kommune. Die Polizei würde sich freuen, denn letztlich werden deren Beamte entlastet und können sich dem blitzenden Geschäft an anderen Stellen des Landkreises Nordhausen widmen. Hier soll die Ausbeute auch ergiebiger sein, heißt es bei der Polizei. Schließlich ist das Rasen in der Stadt Nordhausen nicht allzu ausgeprägt, was die jüngsten Zahlen der Verkehrsunfallstatistik auch belegen. Zu schnelles Fahren gehörte 2010 nicht einmal mehr zu den Hauptunfallursachen. Dafür Fehler beim Parken und Rückwärtsfahren oder Fahren unter Drogen.
Zurück ins Rathaus. Hier hat man die Gesetzeslage studiert und befindet sich hinsichtlich der kommunalen Verkehrsüberwachung erst am Anfang eines Verwaltungsprozesses, der, so sagte es gestern Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) auf nnz-Anfrage, vermutlich erst im Jahr 2013 oder 2014 beendet sein könnte. Pressesprecher Patrick Grabe: "Wir befinden uns in der Vorprüfung."
Doch die Vorprüfungsphase könnte um einiges verkürzt werden, blickt man auf die monetären Erfahrungen Thüringer Städte. Ein mobiles Überwachungsgerät soll so um die 30.000 Euro kosten, in Hessen sind Geräte im Einsatz, nicht mal mehr 6.000 Euro kosten, trotz modernster Laser-technologie. In Gera zum Beispiel wird bereits seit längerer Zeit kommunal geblitzt. Planten die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr mit Einnahmen von 150.000 Euro, so waren es tatsächlich mehr als 280.000 Euro. Und da hat jetzt aktuell auch die Landeshauptstadt nachgezogen.
Autor: nnzIn Nordhausen wird in der Rathausspitze vermutlich sogar in Personalunion mit der Anschaffung der blitzenden Geräten gebliebäugelt. Schließlich ist der ordnungsliebende Bürgermeister Matthias Jendricke auch irgendwie für die Finanzen zuständig.
Zwischen der Nordhäuser Polizeiinspektion und dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung gibt es bereits seit einiger Zeit informelle Gespräche über den Einsatz mobiler Blitzgeräte durch die Kommune. Die Polizei würde sich freuen, denn letztlich werden deren Beamte entlastet und können sich dem blitzenden Geschäft an anderen Stellen des Landkreises Nordhausen widmen. Hier soll die Ausbeute auch ergiebiger sein, heißt es bei der Polizei. Schließlich ist das Rasen in der Stadt Nordhausen nicht allzu ausgeprägt, was die jüngsten Zahlen der Verkehrsunfallstatistik auch belegen. Zu schnelles Fahren gehörte 2010 nicht einmal mehr zu den Hauptunfallursachen. Dafür Fehler beim Parken und Rückwärtsfahren oder Fahren unter Drogen.
Zurück ins Rathaus. Hier hat man die Gesetzeslage studiert und befindet sich hinsichtlich der kommunalen Verkehrsüberwachung erst am Anfang eines Verwaltungsprozesses, der, so sagte es gestern Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) auf nnz-Anfrage, vermutlich erst im Jahr 2013 oder 2014 beendet sein könnte. Pressesprecher Patrick Grabe: "Wir befinden uns in der Vorprüfung."
Doch die Vorprüfungsphase könnte um einiges verkürzt werden, blickt man auf die monetären Erfahrungen Thüringer Städte. Ein mobiles Überwachungsgerät soll so um die 30.000 Euro kosten, in Hessen sind Geräte im Einsatz, nicht mal mehr 6.000 Euro kosten, trotz modernster Laser-technologie. In Gera zum Beispiel wird bereits seit längerer Zeit kommunal geblitzt. Planten die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr mit Einnahmen von 150.000 Euro, so waren es tatsächlich mehr als 280.000 Euro. Und da hat jetzt aktuell auch die Landeshauptstadt nachgezogen.
