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Die etwas andere Feier

Freitag, 06. Mai 2011, 13:25 Uhr
Zu einer besonderen Festversammlung wurde heute in die Nordhäuser Blasiikirche eingeladen. Dort feierten die Nordthüringer Lebenshilfe mit vielen Gästen ihren 20. Geburtstag. Die nnz war für Sie dabei.

20 Jahre Lebenshilfe (Foto: nnz) 20 Jahre Lebenshilfe (Foto: nnz)

Eröffnet wurde die äußerst Versammlung durch die Trommlergruppe des Wohnverbundes der Lebenshilfe, dem folgte eine Andacht von Joachim Jaeger, der die Lebenshilfe als eine Kraft im Kampf gegen das Böse und das Übel sieht. In ihrer Ansprache würdigte Eva Koppermann, die Vorsitzende des Verwaltungsrates der gemeinnützigen GmbH, nach der Begrüßung der wichtigsten Menschen unter den anderen, die Leistungen, die in den zurückliegenden Jahren durch die Lebenshilfe erbracht wurden. Sie erinnerte an den Beginn der Lebenshilfe und an die erste Grundsteinlegung im Jahr 1992 und die sprach sich gegen die Anwendung der Präimplantationsdiagnostik (PID) aus. Es gebe in unserer Gesellschaft wieder eine zunehmende Ablehnung gegenüber Menschen mit Behinderung. Diesem Trend müsse begegnet werden. Auch dankte Eva Koppermann dem gesamten Team der Lebenshilfe in Nordhausen.

Dessen Chefin Tilly Pape wiederum berichtete aus ihrem Alltag, dem Alltag einer Quotenfrau. Die Geschichte begann im November 1989. Heiter und lustig – nachdenklich und querulant, so wie man Tilly Pape kennt. Von verlorener Arbeit, von geprägten Kennzeichen, von ersten Immobilienkäufen, von vielen Aktionen, von Grundsteinlegungen, Einweihungen, von Niederlagen und Siegen. Quasi vom dienstlichen Leben einer Geschäftsführerin.

Es war die etwas andere Geburtstagsfeier in der Blasii-Kirche, die allen Anwesenden mit ihrer Besonderheit Mut machte, auch in Zukunft die Menschen mit Behinderungen nicht nur zu betreuen, sondern vor allem in unsere Gesellschaft zu integrieren. Die Lebenshilfe ist dazu auch in den nächsten Jahrzehnten die beste Adresse.
Autor: nnz

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