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Konzeption der Zukunft?

Dienstag, 07. Juni 2011, 14:47 Uhr
Auf Einladung der Fraktion DIE LINKE im Nordhäuser Kreistag erläuterte Kreisbrandinspektor Wilfried Ittershagen den Entwurf einer Konzeption zur künftigen Arbeit des überörtlichen Brandschutzes und der Allgemeinen Hilfe sowie des Katastrophenschutzes des Landkreises Nordhausen. Das Ergebnis mit einem Klick...


„Wichtig ist jetzt vor allem, dass die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Notfall ihren freiwilligen Dienst mit entsprechender Sicherheit und Technikausrüstung im entsprechenden Zeitfenster auch leisten können“, so Birgit Keller, die Fraktionsvorsitzende. Nachdem die Stützpunktfeuerwehren nunmehr auf drei im gesamten Landkreis reduziert werden sollen, jedoch die sogenannten „Standortfeuerwehren“ in den Gemeinden fast gleich bleiben, kam die Fraktion einhellig zu dem Schluss, dass die erforderlichen Zeiten für die Wehren von den Standorten zu den jeweiligen Ruforten gewährleistet sind.

Erfragt wurde in dem Zusammenhang auch, ob es Kooperationen außerhalb des Landkreises zur Notfallabsicherung gäbe. Dies wurde bejaht und als Beispiel die Gemeinde Benneckenstein angeführt. Hier funktioniere das seit Jahren gut.

Allerdings erhitzten sich die Gemüter natürlich an den mangelnden Finanzen, die allein bis 2016 aufzubringen sind, so Ittershagen (siehe auch nnz-Archiv). Ein Teil solle über Fördermittel des Landes mitfinanziert werden, jedoch bleibe eine „Hausnummer“ auf jeden Fall am Landkreis "hängen", so Keller weiter. Die Finanzausschussmitglieder der Fraktion sind deshalb beauftragt, in einer der nächsten Sitzungen zumindest über die Höhe der erforderlichen Mittel Auskunft zu erlangen und ein Finanzkonzept zur Umsetzung der Konzeption von Seiten der Landkreisverwaltung zu verlangen.

Einigkeit herrsche bei der LINKEN darüber, dass die „Auftragskostenpauschale“ des Landes für den Brand- und Katastrophenschutz weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft ausreiche, hier tatsächlich entsprechende Technik, wie ein Einsatzleitwagen; ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16; ein Tanklöschfahrzeug 16/24 Trupp sowie eine Drehleiter Automatik (mit Korb) je Stützpunktfeuerwehr anzuschaffen. Hier sieht die Fraktion auch das Land mit in der Pflicht.
Autor: nnz

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