nnz-Forum: Gezahlt, trotzdem Bußgeld
Dienstag, 14. Juni 2011, 06:41 Uhr
Über seine Erfahrungen mit dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung Nordhausen berichtet ein Leser nnz in unserem Forum...
Dass die Bevölkerung den Aktivitäten des Ordnungsamtes kritisch gegenüber steht, war schon oft Thema in der nnz. Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Behörde wichtige Aufgaben erfüllt, um das reibungslose Funktionieren unseres Gemeinwesens zu gewährleisten.
Dennoch werden viele Zeitgenossen mitunter das Gefühl nicht los, dass es bei dessen Tätigkeit nicht nur um die Wahrung von Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit geht, sondern auch um einen gewichtigen Beitrag zur Stützung des notorisch klammen städtischen Finanzhaushalts.
Vom Ordnungsamt erwartet der Bürger, schon auf Grund von dessen Betätigungsfeldern, eine besondere Ehrbarkeit und Glaubwürdigkeit. Ich selbst wurde aber jümgst mit dem Gegenteil konfrontiert. Nachdem ich wegen des Überschreitens der Parkdauer ein Knöllchen über fünf Euro zugestellt bekam, zahlte ich den Betrag 14 Tage später persönlich und in bar bei der Stadtkasse gegen Quittung ein.
Damit dachte ich, sei die Angelegenheit erledigt, zumal ich anlässlich meiner Einzahlung keinerlei weitere, gar gegenteilige Information erhielt. 12 Tage danach jedoch flatterte mir ein Bußgeldbescheid ins Haus, in dem die von mir bereits eingezahlten fünf Euro als angebliche Schuld abermals aufgeführt waren, zuzüglich natürlich den für einen Bußgeldbescheid üblichen Beträge.
Ich war über diesen Vorgang nicht nur verwundert, sondern auch verärgert.
Ich schrieb eine Mail und einen Brief an das Ordnungsamt, in dem ich meinem Unmut entsprechend Ausdruck verlieh und um eine Erklärung und eine schriftliche Entschudigung bat. Selbstverständlich lehne ich die Zahlung des Bußgeldes ab.
In die Öffentlichkeit gehe ich mit dieser Angelegenheit aus den oben genannten Gründen. So etwas darf einfach nicht passieren, wenn das Ordnungsamt das Vertrauen der Bürger nicht verlieren will. Vielleicht ist ja die nnz das geeignete Podium für weitere Wortmeldungen über ähnliche Erfahrungen der Leser mit dem Ordnungsamt? Ich bin der Meinung, dass die öffentliche Verwaltung unter permanenter Beobachtung der Öffentlichkeit und damit der Medien stehen muss, um ihren Aufgaben besser gerecht zu werden und um den Kontakt zum Leben außerhalb der Schreibstuben nicht zu verlieren.
Übrigens ist es mir schon einmal passiert, dass ich einen Knöllchenbetrag bar einzahlte und mehrere Tage später, bei einem beruflichen Besuch im Stadthaus auf Nachfrage erfuhr, dass mein Knöllchen noch nicht "getilgt" sei. In meinem Beisein wurde das schnell erledigt. Diesmal fragte ich nicht nach der Tilgung - und das Ergebnis war der Bußgeldbescheid. Ich werde die nnz-Leserschaft über den Fortgang der Angelegenheit bereichten.
Bodo Schwarzberg, Nordhausen
Dass die Bevölkerung den Aktivitäten des Ordnungsamtes kritisch gegenüber steht, war schon oft Thema in der nnz. Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Behörde wichtige Aufgaben erfüllt, um das reibungslose Funktionieren unseres Gemeinwesens zu gewährleisten.
Dennoch werden viele Zeitgenossen mitunter das Gefühl nicht los, dass es bei dessen Tätigkeit nicht nur um die Wahrung von Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit geht, sondern auch um einen gewichtigen Beitrag zur Stützung des notorisch klammen städtischen Finanzhaushalts.
Vom Ordnungsamt erwartet der Bürger, schon auf Grund von dessen Betätigungsfeldern, eine besondere Ehrbarkeit und Glaubwürdigkeit. Ich selbst wurde aber jümgst mit dem Gegenteil konfrontiert. Nachdem ich wegen des Überschreitens der Parkdauer ein Knöllchen über fünf Euro zugestellt bekam, zahlte ich den Betrag 14 Tage später persönlich und in bar bei der Stadtkasse gegen Quittung ein.
Damit dachte ich, sei die Angelegenheit erledigt, zumal ich anlässlich meiner Einzahlung keinerlei weitere, gar gegenteilige Information erhielt. 12 Tage danach jedoch flatterte mir ein Bußgeldbescheid ins Haus, in dem die von mir bereits eingezahlten fünf Euro als angebliche Schuld abermals aufgeführt waren, zuzüglich natürlich den für einen Bußgeldbescheid üblichen Beträge.
Ich war über diesen Vorgang nicht nur verwundert, sondern auch verärgert.
Ich schrieb eine Mail und einen Brief an das Ordnungsamt, in dem ich meinem Unmut entsprechend Ausdruck verlieh und um eine Erklärung und eine schriftliche Entschudigung bat. Selbstverständlich lehne ich die Zahlung des Bußgeldes ab.
In die Öffentlichkeit gehe ich mit dieser Angelegenheit aus den oben genannten Gründen. So etwas darf einfach nicht passieren, wenn das Ordnungsamt das Vertrauen der Bürger nicht verlieren will. Vielleicht ist ja die nnz das geeignete Podium für weitere Wortmeldungen über ähnliche Erfahrungen der Leser mit dem Ordnungsamt? Ich bin der Meinung, dass die öffentliche Verwaltung unter permanenter Beobachtung der Öffentlichkeit und damit der Medien stehen muss, um ihren Aufgaben besser gerecht zu werden und um den Kontakt zum Leben außerhalb der Schreibstuben nicht zu verlieren.
Übrigens ist es mir schon einmal passiert, dass ich einen Knöllchenbetrag bar einzahlte und mehrere Tage später, bei einem beruflichen Besuch im Stadthaus auf Nachfrage erfuhr, dass mein Knöllchen noch nicht "getilgt" sei. In meinem Beisein wurde das schnell erledigt. Diesmal fragte ich nicht nach der Tilgung - und das Ergebnis war der Bußgeldbescheid. Ich werde die nnz-Leserschaft über den Fortgang der Angelegenheit bereichten.
Bodo Schwarzberg, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
