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Schranken am Ende?

Mittwoch, 30. Juli 2003, 15:30 Uhr
Nordhausen (nnz). „Tatort“ Freiherr-vom-Stein-Straße: Es passiert meistens, wenn man es selbst eilig hat. Die Schranke ist zu! Ärger macht sich breit. Auch bei den Mitgliedern des Nordhäuser Stadtrates. Die hatten vor Jahren bereits ein Idee...


Bald Vergangenheit? Es war wohl die SPD-Fraktion, die damals die Frage nach der Machbarkeit einer Über- oder einer Unterführung stellte. Matthias Jendricke, damals noch Fraktionsvorsitzender, führte sie ins Feld, auch Andreas Wieninger, der sozialdemokratische Verkehrsexperte, verlor „die Schranke“ nie aus den kommunalpolitischen Augen. Jetzt scheint wieder Bewegung in das Vorhaben zu kommen.

Doch so einfach, wie es sich die Stadt Nordhausen vorstellt, ist die Realisierung wohl doch nicht. Denn auch das Nordthüringer Straßenbauamt hat ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Denn immerhin noch ist die B 80 eine Bundesstraße. „Das wird aber nicht mehr ewig so sein“, meinte dessen Planungsleiter Winfried Ludolph gegenüber nnz. Da im Bundesverkehrswegeplan eine westliche Umfahrung von Nordhausen sogar im vordringlichem Bedarf festgeschrieben sei, könne eine millionenschwere Investition nicht einfach so erledigt werden. Hinzu komme erschwerend, dass die Bundesstraße nach Fertigstellung der Autobahn von der Bundes- zur Landesstraße abgestuft werde.

Auch für die Kraftfahrer wird es in den kommenden Monaten auf der Freiherr-vom-Stein-Straße schwerer. Die Deutsche Bahn will dort eine moderne Schrankenanlage installieren. Doch bei dem Mammut-Konzern muß Moderne nicht gleich Schnelligkeit bedeuten. Wie Experten der DB signalisierten, könnten sich die Schließzeiten der neuen Anlage sogar verlängern.

Das aber will die Stadt Nordhausen nicht so hinnehmen und hat deshalb mehrere Gespräche geführt. Dabei geht es in den weiteren Unterredungen vor allem um die Kostenbeteiligung. Auch Sicht des Nordthüringer Straßenbauamtes wurde gegenüber nnz schon mal angedeutet, der Stadt beim Unternehmen „Überführung oder Unterquerung“ zu helfen. Doch allzu optimistisch ist man in Leinefelde noch nicht: Es könnte auch bei Status Quo bleiben.
Autor: nnz

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